07.03.2011 - Michael Zeis
In einem sehr dunklen Zimmer begaben wir uns in die düstere Welt von Hunted: Die Schmiede der Finsternis. Hier herrschen die Starken und unterdrücken die Schwachen. Wer sich seiner Haut nicht erwehren kann, sollte zumindest schnelle Füße haben. Die hat Caddoc nicht. Braucht er auch nicht, denn der bullige Nahkampfkrieger beweist schon im ersten Spielabschnitt, dass er seine Muskelmassen nicht nur aus optischen Gründen mit sich herumträgt. Wo er mit seinen Waffen hinschlägt, wächst kein Gras mehr. Dabei beeinflusst ihr die Stärke seiner Hiebe selbst, indem ihr die entsprechende Angriffstaste drückt. Macht ihr das gut, lädt sich eine Leiste auf, die euch dann dazu befähigt, besonders kräftige Schläge auszuführen.
Doch obwohl Caddoc zusätzlich sogar Magie einsetzen kann, braucht er dennoch eine Begleiterin, die ihn in den Schlachten unterstützt. Dieses bezaubernde, leicht bekleidete Wesen nennt sich E'lara und ist eine Elfe. Rassentypisch greift sie bevorzugt zu Distanzwaffen wie Pfeil und Bogen, weshalb sie sich auch deutlich anders spielt als der eher träge Caddoc. Sollten ihr dennoch Feinde zu nahe kommen, greift aber auch sie zum Schwert, ist damit aber bei Weitem nicht so effektiv wie ihr stämmiger Geselle. Zu guter Letzt entpuppt auch sie sich als äußerst magiebegabt.
Doch wozu all die Gewalt? Das ist schnell erklärt, denn die beiden Helden, die ihr entweder alleine oder mit einem menschlichen Mitspieler steuert, arbeiten als Söldner. Stürzen sich also gegen Bezahlung in die Konflikte anderer. Caddoc plagen zudem wiederkehrende Träume, in denen ihm eine Frauenstimme beunruhigend zusetzt. Schon bald stellt sich heraus: Das fiese Weib gibt es wirklich - und sie wird von niemand Geringerem als Lucy Lawless gesprochen, die vielen vor allem als Serienfigur Xena noch in Erinnerung sein dürfte.
Unter ihrer Führung gerät das ungleiche Paar in einen Strudel der Ereignisse, während derer wir uns in erster Linie gegen die Wargar verteidigen, die uns doch etwas an die dunkle Brut aus Dragon Age erinnerten. Ab und an tauchen härtere oder größere Widersacher auf, die etwas mehr einstecken können, aber deshalb sind die Standardfeinde noch lange keine Lückenfüller. Dafür sind sie eindeutig zu widerstandsfähig.
Oftmals huscht ihr von Deckung zu Deckung, weil ihr sonst schnell am Boden liegt und euch nur noch euer Partner mit einer schnellen Reaktion heilen kann. Hierzu genügt es, in die Richtung des Verletzten zu blicken und die eingeblendete Taste zu drücken - auch wenn sich euer Mitkämpfer weiter weg befindet. Beim Anspielen erwies sich jedoch die Mehrfachbelegung ebenjener Taste als regelrecht fatal: Als Caddoc einen nutzlosen Schild aufhob, der vor ihm lag, anstatt seine Lieblingselfe zu heilen, verstarb sie direkt daneben, weil die gesamte Aktion zu lange dauerte. Geht euer Partner außerhalb eures Blickfelds zu Boden, lohnt sich übrigens ein Blick auf die andere Seite des nun doch noch bestätigten geteilten Bildschirms, um ihn möglichst fix zu lokalisieren.
Action-Adventure- oder gar Rollenspielaspekte besitzt Hunted: Die Schmiede der Finsternis weniger, als man auf den ersten Blick vermuten mag. Zwar gibt es hier und da mal kleinere Alibirätsel zu lösen, in denen meist entweder Caddoc schwere Gegenstände herumschubst oder E'lara entzündete Pfeile zum Erreichen entfernter Schalter einsetzt, aber viel Hirnschmalz benötigen sie nicht. Das Magiesystem erinnert noch am ehesten an Rollenspiele, da man seine Zauber in jeweils drei Stufen entwickeln kann. Neue Sprüche erwerbt ihr mittels Kristallen, die ihr auf eurem Weg durch das grafisch noch etwas farbarme Spiel findet.
Ersteindruck: Gut
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Kommentare
Naja sieht nicht so toll aus, die sollen lieber härter an Skyrim und Fallout arbeiten, damit da auch was ordentliches raus wird was ich aber nicht bezweifle
Zum Release schlage ich bei keinem zu. Brink interessiert mich schon gar nicht die Bohne und Hunted könnte ein 08/15 Adventure/Hack n' Slay werden für zwischendurch.
Beide Titel müssten schon Überraschungshits werden dass ich zum Release zuschlage.