20.01.2011 - Andreas Ludwig
Satte 14 Modelle flutschen zum Start der neuen Dynastie aus Intels Gebärmutter - das ist im Vergleich zu bisherigen Veröffentlichungen ausgesprochen viel. Mit diesen CPUs wird fast jede Leistungsklasse abgedeckt. Die Bandbreite reicht dabei vom energiesparenden Zweikerner bis hin zum omnipotenten Vierkerner mit mächtigen Taktraten. Als wichtigste Neuerung schrumpft die Strukturbreite dabei von den bisherigen 45 auf nur noch 32 Nanometer. Außerdem tragen die Sandy Bridges ein überarbeitetes Namensschema auf der Stirn, wobei sie weiterhin in die Serien Core i3, i5 und i7 einsortiert werden.
Einen Sandy-Bridge-Prozessor könnt ihr relativ einfach von bisherigen Recheneinheiten unterscheiden. Statt drei werden bei ihnen vier Zahlen auf den Geburtsschein gedruckt, oft auch mit den angehängten Buchstaben "K", "S" und "T". "K" steht für eine freie Multiplikator-Wahl zum effektiven Übertakten. Sie sind damit die stärksten Vertreter. CPUs mit "S" nuckeln 65 statt der sonst üblichen 95 Watt aus dem Netzteil, während "T"-Ableger nur maximal 45 Watt verdauen. Sogar vom zweitschnellsten Rechenbomber Core i5 2500 existiert eine "K"-Version mit 45 Watt, dann aber mit deutlich weniger Leistung aufgrund des geringeren Takts.
Sandy Bridge für Desktop-PCs (Bild 1 und 2) und Notebooks (Bild 3)
Unterm Strich bleibt das Namensschema wie gewohnt unübersichtlich. Der Core i5 2500 trudelt beispielsweise in vier unterschiedlichen Versionen ein, auch ein Core i7 2600 als neuer Rudelführer will sich mit drei Ablegern die Ehre geben.
Die Unterschiede sehen am Beispiel des vierkernigen Core i5 2500 folgendermaßen aus: Der 2500K werkelt, wie der normale 2500, mit 3,3 GHz Standardtakt. Den entscheidenden Unterschied entdeckt ihr bei den frei wählbaren Multiplikatoren, womit ein Übertakten überhaupt erst möglich wird. Bei allen Brüdern ohne "K"-Zusatz müsst ihr euch ein hohes Aufmöbeln abschminken (dazu gleich mehr). Beim Core i5 2500S sinkt die Leistungsaufnahme auf 65 Watt, dafür aber auch der Referenztakt auf 2,7 GHz. Der 2500S schluckt unterdessen nur 45 Watt bei 2,3 GHz, also fast ein Drittel unter dem Takt eines normalen 2500 bei weniger als die Hälfte des maximalen Energiebedarfs. Nur beim 2500T deckelt Intel den Turbomodus auf 3,3 statt der üblichen 3,7 GHz.
Die Preisunterschiede fallen eher gering aus. Interessanterweise ist der stromsparende 2500T mit 220 Euro am teuersten, während der stärkere 2500 für 190 Euro in eure Einkaufstüte flitzt. Für den 2500S und 2500K überweist ihr aktuell je 210 Euro Begrüßungsgeld. Das Spitzenmodell, also der Core i7 2600K mit 3,4 GHz Takt, vier Kernen, acht Threads und 8 statt 6 MB L3-Cache, kostet hingegen 310 Euro - Tendenz fallend.
(zum Vergrößern auf die Tabelle klicken)
Teilweise kann die Namensgebung verwirrend wirken. Anders als bei den meisten bisherigen Generationen, müssen Prozessoren mit höher angesiedelten Bezeichnungen nicht immer flinker als Rechenherzen mit niedriger angelegten Namen sein. Ein 2500S und 2500T schuftet jedenfalls, bei sonst gleicher Ausstattung, wohl aber weniger Stromverbrauch, unter dem Referenztakt eines 3,1 GHz schnellen Core i5 2400 (95 Watt TDP). weiter...
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Kommentare
Bissel viel Modelle, oder?
Also generell war ich mal ein Hardwarefreak.Lange her, warum?Zuviele Neuerungen in zu kurzer Zeit.Selbst als Gamer muß man sich nicht mehr das neueste zulegen weil wie schon meine Vorredner teils gesagt haben reizen selbst aktuelle Titel nichtmal ältere PCs total aus.Natürlichk ann man sich hinstellen und sagen ich könnte etwa Two Worlds nicht in der höchsten Auflösung mit der höchsten Detailstufe zocken.Aber ganz ehrlich, mir ist es das ganze nicht wert meinen ganzen PC auszutauschen.Habe jetzt einen X2 6000+ mit 2GB Ram(wird morgen auf 4 aufgestockt) und einer 9600GT und fast alles läuft ordentlich.Natürlich nicht alles in Max aber muß auch nicht sein.
Mal davon abgesehen finde ich die Modellvielfalt einfach zu unübersichtlich.Mit was man sich als Kunde im PC Bereich so rumschlagen muß ist schon abenteuerlich.Das fängt bei so einem teils Pseudozeugs wie Physix an(manchmal sieht man nichtmal den Unterschied zum Non Physix)und endet bei gefühlten 40000 Varianten einer Grafikkarte oder CPU wo ein Zahlenwirrwahr herrscht.Denke der PC hat hier einen massiven Nachholbedarf.....
Da scheint was Tolles auf den Markt geworfen worden zu sein. Ich hoffe, dass AMD auch mit ähnlicher Qualität nachziehen kann, damit der Endbenutzer die freie Wahl hat. Wobei mir die ehrlich gesagt bei der Vielzahl an Sandy-Bridge-Modellen zumindest auf Intel-Seite schon viel zu groß ist.
Da mein PC erst ein halbes Jahr alt ist, brauche ich mich mit diesem Thema aber sowieso nicht zu beschäftigen.
Da stimme ich vollkommen zu. Dadurch entsteht für Zocker und Normalnutzer letzten Endes auch wieder ein schlechtes Preis/Leistungsverhältnis.
Klare Empfehlung auch von mir!
Habe seit ner guten Woche einen i5 2500k drin. Vorher durfte ich einen X2 6000+ nennen, der seit fast 3 Jahren bei mir im Gebrauch war. Zugehörige Grafikkarte: Sapphire 4870 512MB.
Habe immer öfter gemerkt, dass die Grafikkarte überhaupt nicht an ihre Grenzen kommt. Besonders by Crysis, Call of Duty Black Ops, GTA4 und NFS HP wären viel mehr Details möglich gewesen, die Grafikkarte wurde aber von der CPU gnadenlos ausgebremst. Habe mich darauf entschlossen meinen alten Prozi auszuwechseln. Ich bin von der Leistung des 2500k fast erschlagen worden. Ich habs bis jetzt noch nicht geschafft ihn ansatzweise auszulasten. Die Temperaturen sind sehr niedrig und dadurch ist mein Scythe Mugen immer angenehm leise.
Grafikkarte wird natürlich noch auf aktuellstes Niveau gebracht, momentan lohnt sich das allerdings noch nicht, da ich fast überall auf maximalen Details spielen kann.
Von meiner Seite daher auch eine klare Kaufempfehlung, klasse Prozessor!
Das kommt immer auf das Spiel und die Einstellungen drauf an. Meine übertaktete GTX480 wird bereits in so manchen Games von meinem Intel Core 2 Quad Q9450@3GHz ausgebremst.
Deswegen freu ich mich auf die neuen CPU's und werd auch zuschlagen.
Im Computerbase Test sieht man ganz gut, dass der neue i7-2600 im Durchschnitt 83% vor dem "alten" Q6600 liegt. Das ist schon ein nicht zu verachtender Vorsprung (das ganze unter 1680x1050 - bei 640x480 sogar 125% Vorsprung)!
selbst gute duals reichen noch locker
Jep, bei einem ganz neuen PC lohnt sich Sandy-Bridge, für jene die in den letzten 2-3 Jahren eine aktuelle CPU gekauft haben jedoch kaum. Selbst Quad-Cores von 2007 reichen für 99% aller heutigen Spiele noch aus (Full HD). Hier sieht man dass eigentlich kaum mehr Spiele auf den technisch überlegenen PC zugeschnitten werden.