27.12.2010 - Andreas Philipp
Ich bin mir relativ sicher, dass der gute Will Wright damals noch gar keine Ahnung hatte, was er mit der Entwicklung von Die Sims auslösen würde. Als das Spiel im Jahre 2000 erschien, schlug es ein wie eine Bombe, vor allem in den USA. Und man fragt sich schon, warum. Denn im Grunde macht ihr gar nicht so viel anders als im realen Leben. Nur dass es bei den Sims weniger spürbare Konsequenzen gibt, wenn die Kasse leer oder die Bude voller Müll ist. Denn dann macht man einfach den Rechner aus und schon ist Ruhe im Karton.
Die Sims ist quasi eine Simulation des richtigen Lebens. Eure Bewohner können anhand mehrerer Skins für Kopf und Körper zusammengebaut werden, natürlich als Erwachsene oder Kinder beider Geschlechter. Zusätzlich werden einige Grundcharakteristika festgelegt, wie zum Beispiel Ordnung, Aktivität und Nettigkeit, sodass sich eine virtuelle Persönlichkeit ergibt. Wer dazu zu faul ist, darf auf vorgegebene Häuser und Personen zurückgreifen, verpasst dann aber einen wesentlichen Bestandteil des Spiels.
Mit anfangs geringen Geldmitteln wird ein kleines Häuschen gebaut und eingerichtet. Dazu stehen neben Wänden, Türen und Fenstern auch Einrichtungsgegenstände jeglicher Art - vom Teppich über den Swimmingpool bis zum Hightech-Computer - zur Verfügung. Tja, und dann beginnt das wahre Leben. Eure Sims haben ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse, vom Harndrang bis hin zu Vergnügungen und Gesellschaft, die natürlich befriedigt werden müssen, sonst geht euer Sim kläglich zugrunde. Um alle Notwendigkeiten zu schaffen, ist Geld nötig und euer Sim wird sich einen Job suchen müssen. Sein dortiger Erfolg hängt natürlich auch von seinem Privatleben ab.
Und ab da fängt es an, kompliziert zu werden - eben wie im richtigen Leben. Denn das besteht bekannterweise nicht nur aus essen, schlafen und arbeiten (außer bei Spieleredakteuren, bei denen fallen schlafen und essen weg), sondern auch aus Freizeitgestaltung, sozialen Kontakten inklusive Liebschaften, Heirat und Kinder und jeder Menge lästiger Pflichten. Da der Tag nur 24 Stunden hat, ist es also recht schwierig, das alles unter einen Hut zu bekommen, ohne einen der lebensnotwendigen Aspekte zu vernachlässigen. Dass das nicht ganz einfach ist, weiß wohl jeder aus eigener Erfahrung. Hinzu kommt, dass all eure Sims in einer Nachbarschaft wohnen und ihr von ihnen reichlich Besuch bekommt, und damit die Gelegenheit, Freundschaften und Beziehungen (ja, auch Verhältnisse) aufzubauen. weiter...
Anstatt eine Großmetropole zu errichten oder Urlaubsorte zu erschaffen, spielt ihr bei 'Die Sims' Schöpfer, Bauherr und...
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Kommentare
LOL
Ja also bei The Sims fällt mir immer ein wie ich damals angefangen habe das zu zocken:
ie Toilette fehlte!!!Damn it, kein Geld mehr!!!Nuja, so mußten meine Sims sich laufend anpinkeln, kein schöner Anblick 


Haus gebaut, alles eingerichtet und immer überlegt, irgendwas fehlt doch.Nachdem ich nicht drauf gekommen bin viel es mir nach einiger Zeit wie Schuppen von den augen
So konnte man echt lustige Sachen erleben, nicht immer freiwillig.War ein Fan des ersten Teils, man konnte sich damals tolle Sachen runterladen, alles noch von Fans für Fans.Heute will ja jeder für seinen Müll abkassieren, irgendwie peinlich.
Aber mal ehrlich, irgendwas wächst man doch aus solchen Games raus, oder?Ichm ein, mich anpinkeln oder die bude abfackeln kann ich auch in meinem eigenen RL da brauch ich nicht noch ein Game für
Weils angesprochen wurde Gamesredakteure würden nicht essen:Gutes Gegenbeispiel ist der Knilch im Insert Coin Weihnachtsspecial der von Felix die Gebote erzählt bekommt.Der dicke Bauch guckt laufend raus
Schön zu lesen der Artikel.
Interessant warum Frauen so auf die Sims abfahren und Männer eher kalt lässt.
Wie immer ein toller Beitrag
MfG Dman1