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Allgemeine Informationen

Titel:
Kinect
System:
PC Xbox 360
Hersteller:
Microsoft
Distributor:
Microsoft
Kategorie:
Webcam
Release:
10.11.2010
Off. Seite:
Watchlist:
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Best of Kinect - Special

X360

Wirklichen Tiefgang darf man bei keinem der getesteten Spiele erwarten. Dazu ist die Kinect-Hardware ganz offensichtlich nicht gemacht, wie ihr auch in unserem ausführlichen Test (HYPERLINK) zum System nachlesen könnt. Es handelt sich hier also ausschließlich um Casual-Spiele, aber auch in diesem Bereich gibt es sehr große Qualitätsunterschiede.

Dance Central

Das bislang beste Tanzspiel führt das schon deutlich vor Augen: Während Dance Evolution und Zumba Fitness: Join the Party - bei dem es sich trotz des irreführenden Namens ebenfalls um ein Tanzspiel handelt - mit vielen Problemen zu kämpfen haben, zeigt Dance Central, wie ein gutes Kinect-Spiel auszusehen hat. Die Aufmachung ist sehr hip mit jeder Menge übercooler Charaktere, was primär ein jüngeres Publikum ansprechen dürfte. Nichtsdestotrotz sieht Dance Central gut aus und hört sich auch super an: In der Song-Liste warten so bekannte Namen wie Lady Gaga, The Beastie Boys oder Kylie Minogue darauf, euch Rhythmus in die Beine zu schießen.

Damit das auch gelingt, besitzt Dance Central einen Tanzschulmodus, dem auch totale Nieten noch folgen können. Die zwei getesteten Konkurrenzprodukte versagen schon bei diesem Punkt, indem sie den Spieler von Beginn an mit zu komplizierten und zu schlecht erklärten Bewegungen überfordern. Dementsprechend frustrierend ist dann auch das eigentliche Spiel, in dem man bei allen drei Kinect-Titeln die Bewegungen eines virtuellen Tänzers nachahmen muss, um Punkte zu bekommen. Nur in Dance Central macht das dank der gemächlichen Einführung auch Spaß.

Dieses Nachtanzen hat natürlich nur Sinn, wenn die Erfassung der eigenen Bewegungen auch präzise genug ist und entsprechendes Feedback zurückkommt. An farbigen Kreisen und den Kommentaren der Tänzer erkennt ihr, ob ihr eure Sache gerade gut macht oder noch nachkorrigieren solltet. Daran bemerkt ihr auch, wie genau euch Kinect in Dance Central zusieht. Dance Evolution und Zumba Fitness: Join the Party übersehen es zum Teil sogar, wenn ihr zwischendrin einfach mal stehen bleibt und nur kurz einen Arm in die gewünschte Richtung streckt.

Kinect Joy Ride

Den Arm strecken müsst ihr auch in Sonic Free Riders. Hier allerdings, um Ringe auf knallbunten Rennstrecken einzusammeln. Nur ob Sonic und Co. das auch tatsächlich tun, bleibt der Willkür des Spiels unterworfen. CrossBoard 7 und Kinect Joy Ride sind weit weniger zickig und hängen den blauen Igel deshalb schon in der für Kinect-Titel grundsätzlich sehr wichtigen Disziplin der Erkennungsgenauigkeit locker ab.

Gelenkt wird in Kinect Joy Ride nicht wie bei den Konkurrenten, bei denen man seitlich stehend den Körper vor- und zurückbeugt. Stattdessen nimmt man einfach beide Hände nach vorne und steuert genauso, als würde man tatsächlich ein Lenkrad halten. In Sachen Spielmodi und -optionen ähneln sich die drei Titel, wobei in Kinect Joy Ride konsequent alles wegrationalisiert wurde, was unerfahrene Spieler verwirren könnte. So besitzen beispielsweise die verschiedenen Fahrzeuge, die man zum Teil erst während des Spiels freischaltet, auf den Strecken keine deutlichen Vor- oder Nachteile, sondern dienen nur als optische Schmankerl.

Von allen drei Rennspielen sieht Kinect Joy Ride am unspektakulärsten aus, spielt sich aber am angenehmsten. Das liegt zum Teil zwar auch daran, dass die eigenen Fahrzeuge immer ein wenig selbstständig mitlenken, aber das tut dem Spielspaß keinen Abbruch. Beim hübschen CrossBoard 7 wird auf so eine Fahrhilfe komplett verzichtet. Das führt dazu, dass man des Öfteren auch mal verärgert abbricht, weil man das Gefühl hat, dass die Steuerung nicht präzise genug ist für die anspruchsvollen Rennen. So rast Kinect Joy Ride letztendlich mit einer Nasenlänge Vorsprung vor CrossBoard 7 ins Ziel. Die Sonic Free Riders bleiben in allen Punkten auf der Strecke. weiter...

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Kommentare

  • "Will nicht Erfolge feiern ohne was zu tun" als das würde ich für viele Gamer nicht unterschreiben, nicht umsonst boomt der Hack und Cheat Markt ^^

  • Zitat von »demoness«
    Selbst ein Casual Spieler fühlt sich imho verarscht, wenn er realisiert, dass er 50€ für die Spiel ausgegeben hat in dem er eigentlich nix machen braucht und trotzdem "gewinnt".

    Deshalb sollte er vorher den Artikel lesen, wo er auf das Mitlenken des Spiels hingewiesen wird (übrigens ein Punkt, den ich bei keinem anderen deutschsprachigen Spielemagazin erwähnt fand) und sich danach entscheiden, ob er das gut findet, solange es Spaß macht, oder nicht - und dann eben vielleicht einen der nicht-mitlenkenden Konkurrenten bevorzugt, aber dafür akzeptiert, eventuell weniger Freude damit zu haben. ;)

    Das mit dem Gewinnen ohne selbst etwas zu tun, ist übrigens eine Übertreibung der Tatsachen: Gewonnen haben wir ohne Mitlenken kein einziges Mal. Ganz im Gegenteil: Wir sind sogar auf derselben Strecke auch mal als Letzter durchs Ziel gerauscht. Der dritte Platz war das Höchste der Gefühle und auf den anderen Strecken landeten wir oftmals nicht mal in den Top 3. Das ändert natürlich nichts daran, dass Kinect Joy Ride so oder so immer mitlenkt, auch wenn der Erfolg dieser Methode offenbar auch stark zufallsabhängig ist.

  • Ich messe auch nicht an Core Games Qualitäten, sonst könnt ich ja gar nichtmehr aufhöhren vor lauter meckern....
    Selbst ein Casual Spieler fühlt sich imho verarscht, wenn er realisiert, dass er 50€ für die Spiel ausgegeben hat in dem er eigentlich nix machen braucht und trotzdem "gewinnt".
    10€ wären ok, soviel kostet ein Film - da gibts auch Lustige die spaßig sind, und meistens muss man dabei genauso wenig machen wie bei dem Spiel ;-)

  • Zitat von »demoness«
    Zitat
    Von allen drei Rennspielen sieht Kinect Joy Ride am unspektakulärsten aus, spielt sich aber am angenehmsten.

    Das hat sich der junge Mann in folgendem Video auch gedacht und wollte wohl herausfinden wie "angenehm" es sich tatsächlich spielen lässt ;-)

    Bitte nicht so ein Zitat bringen und dann den dazugehörigen nachfolgenden Satz auslassen, wenn er genau um den kritisierten Punkt geht. Vollständig heißt es im Artikel nämlich: [i]"Von allen drei Rennspielen sieht Kinect Joy Ride am unspektakulärsten aus, spielt sich aber am angenehmsten. Das liegt zum Teil zwar auch daran, dass die eigenen Fahrzeuge immer ein wenig selbstständig mitlenken, aber das tut dem Spielspaß keinen Abbruch."[/i]

    Wäre Kinect Joy Ride ein Coregame, würden wir es auch für so ein Verhalten abstrafen. Als Casual-Titel macht es seine Sache jedoch sehr gut. Und das liegt auch daran, dass es dem Casual-Spieler beim Lenken hilft, auch wenn das ein ungewöhnliches "Feature" ist. Ergebnis: Wir haben ein Casual-Spiel, das mehr Spaß macht als seine direkten Konkurrenten. Sollte man es dafür dann nicht loben, nur weil es die Standards eines Coregames nicht erfüllt?

  • Wo ist den nun das Problem?

    Die 3 mal in der Woche die deine Käuferschicht dieses Spiel spielt werden sie sich nicht über einen geschenkten 3-4 Platz ärgern im Gegenteil.

    Wer jetzt immer noch casualspiele als Coregamer analysiert dem kann keiner mehr helfen.

  • Hab ich gesehen, und ihr bestätigt ja auch, dass das Video kein Fake ist. Bei eurem ersten Versuch seit ihr ja auch gleich auf Platz 4 gelandet.
    Wie gesagt niveauloser und anspruchloser gehts kaum. Selbst die Käuferschicht auf die mit solchen Spielen abgezielt wird, wird sich verarscht vorkommen wenn Sie wüssten was da abgeht.
    Solche Spiele gehören gnadenlos abgestraft, sowohl vom Käufer als auch von den testenden Medien. Schade, dass ihr genau den imho verkehrten Weg geht :-(

  • oder letzte Insert Coin Folge ankucken und den dazugehörigen Fakecheck genießen :)

  • Zitat
    Von allen drei Rennspielen sieht Kinect Joy Ride am unspektakulärsten aus, spielt sich aber am angenehmsten.

    Das hat sich der junge Mann in folgendem Video auch gedacht und wollte wohl herausfinden wie "angenehm" es sich tatsächlich spielen lässt ;-)

    Ich nehme das Ergebniss mal vorweg - keine einzige Lenkbewegung über das ganze Rennen (auch kein Turbo - einfach starr ohne jegliche Rührung des Körpers) und siehe da.....3. Platz (von 8!).

    Für so etwas Vollpreis zu verlangen ist imho eine Verarschung der Käuferschicht die ihres Gleichen sucht.
    So niveaulos sind selbst Wii Spiele selten!

    Hier das amüsante (oder doch eher traurige) Video...
    www.youtube.com/watch?v=KWbLOFGSEDo

    Wenn das die Zukunft der Spiele sein soll, dann muss ich mir wohl oder übel bald ein neues Hobby suchen ;-)
    Wie ihr das Spiel unter "Top of Kinect" listen konntet ist mir persönlich ein Rätsel (nur meine Meinung). Die anderen Titel gehen ok und wurden auch in anderen Medien recht positiv bewertet (bzw. konnte ich selbst schon antesten).

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