04.08.2010 - Andreas Ludwig
In diesem Jahr machten die CPUs einen gewaltigen Schritt nach vorne. Auf Basis der Anfang des Jahres von Intel eingeführten 32-nm-Architektur Westmere schickte der Chip-Gigant sein erstes Sixpack für den PC ins Rennen. Satte 3,33 GHz Takt sprudeln aus jedem Kern des Core i7 980X. Dank Hyper-Threading (HT) schafft es der High-End-Schlitten sogar, zu den sechs realen Kernen weitere sechs virtuelle auf den Rechner loszulassen. Den Höhepunkt steuert das Datengenie mit dem Turbomodus an. Er schaufelt bei Bedarf weitere Kohlen in den Verbrennungsmotor, mit denen der Hexacore auf bis zu 3,6 GHz Takt kommen kann. Bei solchen Werten sind sogar die 12 MB L3-Cache nicht mehr weiter verwunderlich. Als maximale Leistungsaufnahme (TDP) nennt Intel 130 Watt.
Mindestens 900 Euro reißt euch der 980X aus der Tasche. Günstiger lässt euch AMD mit dem Sechskerner Phenom II X6 1090T Black Edition ziehen. Er will nur 260 Euro von euch sehen, vertraut dafür aber auf die ältere 45-nm-Fertigung mit 3,2 GHz Takt und halb so viel L3-Cache. Auch einen Turbomodus stanzte AMD erstmals in eine seiner CPUs, mit dem bis zu 500 MHz Extraschub möglich sind. Das Prinzip funktioniert übrigens ähnlich wie bei Intel. Hier pendelt sich die TDP bei 125 Watt ein.
(Zum Vergrößern auf das Bild klicken)
Auf dem Papier klingen sechs Zylinder wie eine Revolution, schließlich dampft Intels 980X mit einem genauso hohen Takt wie das vorherige vierkernige Flaggschiff i7 975 Extreme Edition - bei einer kleineren Fertigung, einem Drittel mehr Cache und wohlgemerkt gleicher TDP. Doch kann diese Wuchtbrumme ihre Leistung tatsächlich in Anwendungen umsetzen?
Wenn ihr euch daran erinnert, als die ersten Vierkerner den zweikernigen Kollegen die Krone stibitzten, waren sie in damals aktuellen Spielen teilweise langsamer als die Dualcores. Grund hierfür war die fehlende Unterstützung von so vielen Kernen, sodass im Endeffekt immer nur zwei die Arbeit erledigen konnten. Weil Quadcores gleichzeitig niedriger takteten als Zweikerner, hingen sie in den Benchmarks oft in den Seilen. Erst als die Spieleschmieden ihre Erzeugnisse für mehr als zwei Kerne optimierten, schlichen sich Quadcores vollständig an den Vorgängern vorbei.
Das gleiche Phänomen könnte den Sechskernern drohen, schließlich unterstützt die aktuelle Spielegeneration fast durch die Bank maximal vier reale Kerne. Und wenn 3-D-Titel mehr ermöglichen, droht zudem noch die Grafikkarte zu limitieren, falls diese hinter dem Leistungslevel eines 980X zurückliegen. Ist das wieder der Fall? Dazu haben wir uns das leistungsfressende Anno 1404 und Grand Theft Auto 4 geschnappt sowie die beiden Shooter Far Cry 2 und Call of Duty: Modern Warfare 2. weiter...
CPU-Vergleich 04/11 - Special [9]
Welche CPUs lohnen sich aktuell? In unserem Vergleich zeigen wir euch, auf welchen Prozessor ihr am besten setzen solltet.
Prozessoren übertakten - Special [16]
Overclocking ist nur etwas für Profis? Nein! Wir zeigen euch, wie ihr auch ohne flambierte Chips mehr aus eurem PC...
CPU-Vergleich 01/11 - Special [5]
Intel schüttelt den Markt durch. Sandy Bridge torpediert bisherige CPUs in nahezu jeder Leistungsklasse. In unserem...
Intels Sandy Bridge - Special [6]
Intels nächste CPU-Generation startet durch. Dass die Architektur vor allem Spielern feuchte Träume bereitet,...
CPU-Vergleich 08/10 - Special [12]
Damit euch der Hardware-Dschungel nicht verschlingt, liefern wir euch unseren frischen Wegweiser durch den Prozessorsumpf.
Intels Clarkdale-Prozessoren - Special [5]
Der Schrumpfprozess geht in die nächste Runde: Pünktlich zum neuen Jahrzehnt läutet Intel die Ära der...
CPU-Vergleich 01/10 - Special [2]
Wir verschaffen euch einen Überblick, was sich aktuell bei AMD und Intel wirklich lohnt.
CPU-Vergleich 08/09 - Special [10]
Sie rechnen jede Aufgabe aus und schreien gierig nach Strom: Prozessoren nehmen nach Grafikkarten den wichtigsten Platz in...
Diesen Beitrag als Gast kommentieren
Noch keinen Account?
Hier kostenlos registrieren!
Passwort vergessen?
Kommentare
Man sollte nicht die Pc-Anwender vergessen, die mit ihrem Pc mehr machen, als zu zocken
Wäre der Intel 6kerner nicht so übertrieben teuer, wäre er perfekt für mich.
Ich zocke(gerne auf Maximum) mach dann noch größtenteils 3D-Renderings und Videobearbeitung. Alles sehr CPU intensiv.
Deshalb kommt mir niemals eine Konsole ins Haus...
Alles nur noch behämmert
Das hat damit nichts zu tun ein n00b zu sein.
Ein PC ist für die meisten PC-only-Zocker eine Art heiliges Statussymbol, weil ganz einfach Hardware-Modding und das Einbringen des persönlichen "Styles" Kult ist, vor allem noch in Deutschland. Beim PC wird sehr viel Wert auf Hardware und Individualisierung gelegt. Die Software, sprich die Spiele werden eher zweitrangig behandelt - sie sind ein netter Nebeneffekt. PC-Gamer sind zum Großteil Enthusiasten die besonders viel Wert auf neueste Technik und Grafik legen, dieser Markt, wenn auch sehr klein, wird niemals aussterben. Auf den Konsolen stehen die Spiele im Vordergrund, nicht die Hardware. Deswegen verkaufen sich die Spiele auf den Konsolen auch wesentlich besser und die Publisher setzen eher auf diesen Markt.
Naja die PC Hardware ist ja schon seit mind. 1 wenn nicht 2 Jahren über den XBOX Stand vorbei.

Eig. glatt geschenkt 
Ich hab selbst ne X360 und zock das meiste dort zumindest alles bis auf CoD, Bad Company aber die X360-Grafik ist in manch Punkten defenitv veraltet.
Nicht immer volle 1080p Auflösung, magere/fehlende/geringe Kantenglättung (siehst wenn alles so treppig wirkt), fehlende Weitsicht und hochauflösende Texturen (GTA4).
X360 schwächelt an so manch Spielen sogar recht stark, gerade GTA ist ein Augenschmauß auf PC (hab GTA 4 auf PC und LIberty City Stories auf X360), das erste mal auf XBOX war eig. erstmal nen kleiner Schock, alles nach kurzer Entfernung verschwommen, Schilder von weiten kaum Lesbar usw. gut keine Frage nach paar Stunden hat mans nicht gemerkt und gewöhnst dich voll dran aber die Grafik der XBOX ist an sich altbacken und beim PC geht es mittlerweile einfach darum "hochwertiger" zu sein, gerade Texturen, Details und Qualität ist der PC mittlerweile ungeschlagen, kostet aber auch 3-4 mal soviel mindestens.
Der Punkt ist einfach ob einem diese Nachteile den Mehrwert eines PCs wert sind, zumal auf X360 dann Spiele wie Assassins Creed gibt die fantastisch aussehen und im Vergleich zur PC Version die ich zuvor am TV hatte (hab mein PC am TV und vorher über PC gezockt AC2) merkt man echt kaum Unterschiede bzw. sind mir zumindest keine aufgefallen
Meine X360 hab ich übrigens für 209 € im April mit Forza 3 + Halo ODST gekauft
Alles nur noch behämmert
Also ich denke mal der Großteil braucht die 3589414 Kerne wohl zum zocken und ganz ehrlich, warum soll ich 1000 Scheine für die tollsten CPUs mit 5864 Kernen hinblättern wenn die nächste X-Box/PS3 für 250 um die Ecke steht?Denke irgendwas läuft bei der PC Hardware schief, hab mich deswegen schon lange ausgeklingt gerade weil sich die Software schon lange DEUTLICH langsamer entwickelt als die Hardware......

Und nun nennt mich ein noobiges Konsolenkind