18.07.2010 - Andreas Ludwig
Nvidias Fermis der ersten Stunde konnten nur bedingt überzeugen. Zwar hauten die beiden Pixelbomber GTX 470 und 480 den ATI-Gegenspielern eine bessere Performance um die Ohren und eroberten damit den Titel der stärksten Single-GPU-Karte zurück, mussten dies aber auf Kosten der Stromaufnahme, Lautstärke und Hitzeentwicklung durchboxen. Zu verdanken ist das dem verschwenderischen GF100-Grafikchip, der in allen Belangen nur das Extreme kennt. Dieser Grafikchip schuftet auch in der frischen GTX 465, weshalb ihr hier Ähnliches erwarten müsst. Einen Weg zur Besserung könnte hingegen die GTX 460 einschlagen.
Zotac Geforce GTX 460
Die auf dem Papier niedriger eingestufte Schwester setzt auf Nvidias erstmals verwendete GF104-GPU mit einer Art Magenband: In ihr steckt zwar theoretisch weniger Leistung, dafür sollen Dinge wie der Stromhunger und die daraus folgende Hitzeentwicklung gelindert werden. Rein von der Architektur her wirkt der Motorraum der GTX 460 erst einmal abschreckend klein, was sich in den Praxistests jedoch relativieren lässt - dazu später mehr. Die Grafik-Cluster (GPCs) halbiert Nvidia auf zwei, zudem wurde einer der insgesamt acht Streaming-Multiprozessoren (SM) deaktiviert. Letztere Abschaltung hat zur Folge, dass nur 336 der 384 möglichen Shader-Einheiten wirklich ansprechbar sind.
Zunächst klingt das mehr oder minder übel, besonders wenn ihr euch die Anzahl der Transistoren anschaut. Diese werden von 3 auf 1,95 Milliarden gestutzt, was zwar immer noch viel, aber spürbar weniger als bei einer GTX 465, 470 oder 480 ist. Technisch gleich bleiben hingegen die Polymorph-Engines in den besagten SMs, die für die Geometrie und den DirectX-11-Effekt Tessellation verantwortlich sind.
(Zum Vergrößern auf das Bild klicken)
Bei den anderen technischen Daten versucht die GTX 460, ihre kleine Kastrierung bei den Transistoren und Shadern durch einen höheren Takt wiedergutzumachen. Folglich takten sowohl der Chip als auch die Shader-Einheiten höher als bei der GTX 465; genau an den Stellen also, wo die GTX 460 etwas zu kompensieren hat. Der Speichertakt ordnet sich sogar knapp 200 MHz über der GTX 465 ein, obwohl zumindest die 1-GB-Version der GTX 460 auf das gleiche Speicher-Interface wie die GTX 465 setzt. Die kleinere GTX 460 nutzt derweil nur 768 MB GDDR5-Speicher. Sie besitzt also ein deutlich kleineres Speicher-Interface und damit weniger ROPs (ansonsten bleibt alles gleich), was bei 10 Prozent Preisersparnis gegenüber der größeren 460 nur eine Alternative ist, wenn ihr ohne Kantenglättung zockt. weiter...
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Kommentare
danke für dieses review! wollte mir fast eine hd 5770 kaufen, habe mich aber gerade noch für eine gtx 460 umentschieden.
ich würde gerne öfter solche hardware tests bei euch sehen, zumindest was Grafikkarten und Prozessoren angeht.
Ein Tip noch für dieses Review: es gibt eine spezielle übertaktete version der karte (Palit GTX 460 Sonic Platinum Edition) diese ist nicht viel teurer aber dafür unglaublich leistungsstark (schlägt die hd 5850 locker)! meine persönliche empfehlung an alle gamer!
Meine GTX295 von EVGA ist die beste Karte die ich jemals hatte. Und das sind im Prinzip zwei nochmal verbesserte GTX260 in einer Karte zusammengefasst. Zwei GTX460 wären sicher absolut geil aber ich werde noch in Ruhe warten.
bleibt aber noch die Frage ob nVidia es endlich mal hinbekommen hat halbwegs stabile Treiber für Windows7 rauszubringen. Da haperts ja immernoch bei nVidia.
Und es würd emich nicht wundern wenn ATI schon etwas in der Schublade hat. Ganz so unvorbereitet werden sie nicht auf diesen zu erwarteten Fall sein. nVidia hat sich ja alle Zeit gelassen um die ersten vernünftigen Karten seit Jahren rauszubringen.
Schöner Test. Was auch für Nvidia spricht ist CUDA. Will das beim encoden mit TMPGEnc oder Badaboom nicht mehr missen. Deswegen fiel es mir bisher auch so schwer, von einer 9600GT auf die 5850 zu wechseln. Jetzt wirds wohl die 460
Na jetzt übertreibt mal nicht.
Aber sonst find ich den Artikel suppi. Endlich hat nVidia mal eine geshceite Grafikkarte am Markt die man auch einem empfehlen kann. Da hat nVidia die Hausaufgaben gründlich gemacht. Hoff eine überarbeitete GTX470 & GTX480 werden folgen.