24.05.2010 - Hans Schneeweiss
Wien, 10. Bezirk, Fernkorngasse, ein orangenfarbener Betonklotz. Das großzügige Atrium macht den Eindruck einer Raumstation, der Lift hat drei Türen. Beim Hochfahren warte ich nur darauf, dass gleich Captain Kirk oder zumindest Scotty einsteigt. Aber stattdessen prangt auf einer weißen Metalltür das Rabcat-Logo. Keine Sekretärin, niemand, der mir einen abgegriffenen Besucherausweis umhängen will. In dem großen Büroraum mit Schreibtischen, Computern und unzähligen Monitoren wird gearbeitet. Und alle haben wohl ziemlich Stress, denn niemand nimmt von mir Notiz.
Daher spreche ich einen groß gewachsenen Mann an. Es ist Thomas Schleischitz, der Geschäftsführer von Rabcat. Und der nimmt mich gleich mit in sein Büro. Dort hängen neben riesigen Spielpostern ein paar Hemden und ein Sakko auf Kleiderhaken. Sieht so aus, als würde der Mann hier öfter übernachten. „Nein, schlafen tu ich hier nicht", lacht er. „Aber ich hab gerade ein paar Kundengespräche und tingele zwischen dem Tagesgeschäft und den Terminen hin und her." Doch fangen wir von Anfang an. Mich interessiert erst mal die Entstehungsgeschichte von Rabcat. Und so beginnt er zu erzählen.
Schon während seiner Schulzeit an der HTL-Eisenstadt, die Thomas Schleischitz seinen Eltern zuliebe und wegen des berühmten stabilen und konservativen Standbeins absolvierte, waren Computerspiele seine große Leidenschaft. Beeindruckt von Spielen wie Speedball 2 oder Megablast beschloss er dann als Vierzehnjähriger, es mit Amiga und Zeichenprogramm im Keller selbst mit einem Computerspiel zu versuchen. „Mit drei Freunden habe ich angefangen, Spiele zu basteln, die natürlich hoffnungslos schlecht waren", lacht Schleischitz. Das Know-how dafür mussten sich die Jungs übrigens in der Computersteinzeit selbst beibringen, „weil es damals niemanden gab, den wir hätten fragen können: Wie machst du das? Oder: Wie geht das besser?"
1996, nach einigen ernüchternden Experimenten, entschieden sich die Jungs, „wirklich ein Spiel, das Hand und Fuß hat" anzugehen, kreierten eine Demo für ein Echtzeitstrategiespiel und gingen damit zu Neo Software. „Und die haben wider Erwarten gesagt, dass man damit was machen kann", sagt Schleischitz. „Das war unser Einstieg. Und so haben wir dann Die Völker produziert." Als das fertig war und sich verkaufte wie warme Semmeln, wechselte das Team mit Schleischitz zu JoWood und begann, an Die Völker 2 zu basteln. Ganz glücklich dürfte er mit seinen Kollegen dort aber nicht gewesen sein. Denn Schleischitz und Kollegen verließen den neuen Arbeitsgeber „noch weit vor dem JoWood-Crash" und beschlossen, doch etwas Eigenes zu machen. weiter...
Split/Second: Velocity - Review [33]
Das Spiel geht einen Schritt weiter als die Konkurrenz. Statt nur mehr Autos sprengt ihr auf Knopfdruck ganze Streckenteile.
Split/Second ist das spannendste und nicht zu Unrecht am heißesten erwartete und explosivste Rennspiel des Jahres.
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Kommentare
Postträger: Du Postest in fast Jeden Thread!
Ich weiss nicht wie du auf Postträger kommst weil ich deinen Humor nicht verstehe, denn ich arbeite als Angestellter in einer Firma und habe ein Firmenauto, Firmenhandy, Firmen-Laptop und verdiene ziemlich gut. Falls du mal vorbeikommen willst, schreib mir ne PN und ich geb dir die Adresse. Aber vielleicht bist DU ja unser Postler der jeden Tag vorbeikommt. Wir laden ihn immer auf einen Kaffee ein.
Was!?!?!?
Was! Du wohnst in Wien? Muss ich jetz angst haben... Ich wette du bist Postträger!
(No Offense
Interessanter Artikel, und lustig finde ich, dass die Firma 10min. von mir entfernt ist.
Echt cool!