gameswelt.tv

Allgemeine Informationen

Titel:
Sonstiges aus der Welt der Spiele
System:
PC PlayStation 3 PlayStation 2 Xbox 360 Xbox Wii Gamecube PlayStation Portable 3DS DS / DSi iPod touch / iPhone / iPad
Entwickler:
-
Publisher:
-
Genre:
-
USK/PEGI:
- / -
Spieler:
Offline: - / Online: -
Release:
-
Off. Seite:
Watchlist:
In Watchlist eintragen

Kommentar: Öfter mal was Neues - Special

Äh, wie war das noch mal mit Batman?

Kommen wir kurz zurück auf das, was Robert Brent, Chef der Finanzabteilung bei Eidos, tatsächlich gesagt hat: „Seht Euch an, wie Batman erfolgreich verändert wurde, von einem eher traurigen Charakter in der Michael-Keaton-Ära zum dunklen Style von The Dark Knight."

Halt! Meiner Meinung nach vergleicht der gute Mann da Äpfel mit Birnen. Zunächst einmal sprechen wir im Fall von Batman ja von einer Comic-Figur, die damals mit Michael Keaton als Darsteller erstmals ins Medium Film transportiert wurde. Nichts gegen Tim Burton, aber was der Regisseur in seinen Spitzohr-Filmen gemacht hat, hatte rein gar nichts mit der Comic-Vorlage zu tun. Während in den Comics ein athletischer Rächer über Gotham City wacht, war Keaton nichts als ein ausdrucksloser, wortkarger Typ, der sich in seinem ganz und gar nicht elastischen Anzug wie ein Roboter mit Stock im Popo bewegte. Der dynamische Akrobat, den wir nun aus den Filmen mit Christian Bale kennen, ist also nicht das Resultat einer superklugen Charakterentwicklung, sondern nur die Rückbesinnung auf das Original (auch wenn ich als bekennender Fan immer noch nicht damit klarkomme, dass Batman plötzlich eine Ninja-Ausbildung genossen haben soll).

Insofern hinkt der Vergleich zu Lara Croft schon mal ganz ordentlich, denn die war noch nie etwas anderes als eine leicht bekleidete Protagonistin mit großen Tüten, die weder für besondere Charaktermerkmale noch eine tiefgründige Lebensgeschichte bekannt ist. Dass eine solch platt gezeichnete Figur auf Dauer etwas langweilig wirkt, sollte niemanden verwundern.

Ein Held ist ein Held ist ein Held

Nun gut, werfen wir mal einen Blick nach links und rechts und schauen uns nach Charakteren erfolgreicher Videospielserien um, bei denen die für Eidos frische Idee schon länger praktiziert wird. Und meinetwegen bleiben wir direkt im Genre Adventure.

Da, ich hab einen: Link, der beliebte Zipfelmützenmann aus The Legend of Zelda. Schon allein aus technischer Hinsicht hat diese Figur einige Metamorphosen hinter sich, denn vom pixeligen NES-Winzling bis zum heutigen Wii-Helden hat sich einiges getan. Doch dem spitzohrigen Heroen ein paar mehr Polygone zu schenken, hätte allein sicher nicht gereicht, um den langfristigen Erfolg der Zelda-Reihe zu garantieren.

Stattdessen hat Nintendo auch durchaus mal Experimente gewagt und zum Beispiel im GameCube-Titel The Wind Waker mit einem Link im niedlichen Cartoon-Look überrascht. Nicht ungefährlich, denn die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas übel in die grüne Strumpfhose geht, ist ja gerade bei ausgeprägten Fan-Gemeinden recht hoch. Doch die Idee hat funktioniert und wurde sogar im aktuellen DS-Spiel Phantom Hourglass wiederholt, während Link im letzten Wii-Titel Twilight Princess so erwachsen wirkt wie nie zuvor. Und das, obwohl der Typ noch nicht einmal vernünftig sprechen kann!

Auch ein anderer Adventure-Held, nämlich der Prince of Persia, wurde jüngst einer Komplettüberarbeitung unterzogen, und auch hier gibt der Erfolg dem Wagemut der Entwickler Recht. Cel-Shading ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber in diesem Fall sind Charakterdesign und Spielwelt derart stimmig und schön gestaltet, dass die „alte" Trilogie aus Sands of Time, Warrior Within und The Two Thrones schon fast angestaubt wirkt.

Eine Zäsur zu setzen und zu sagen „Wir machen jetzt etwas ganz Neues, anstatt immer nur das Gleiche ein bisschen besser", ist eigentlich eher logisch als ungewöhnlich. Dass unsere heutige Welt schnelllebig ist und Kunden schon über Nachfolgetitel spekulieren, während sie das aktuelle Game noch kaum durchgezockt haben, bringt Entwickler in Zugzwang, ihre Spiele ständig neu zu erfinden.

Vielleicht ist auch das einer der Gründe, warum Rockstar Games den Grand-Theft-Auto-Spielen bei jedem neuen Titel auch einen neuen Protagonisten verpasst. Claude, Tommy, CJ, Niko und Huang Lee sind dermaßen unterschiedlich, dass garantiert keine Langeweile aufkommt. Ganz schön clever!

Was tun mit Lara?

Doch Eidos' Problem löst dieser Ansatz sicherlich nicht: Tomb Raider mit einem neuen Charakter zu besetzen, würde auf keinen Fall funktionieren - dann könnte man die Serie auch direkt auf dem virtuellen Friedhof begraben und aus die Maus. Schon eher könnte man einen neuen Kompagnon andenken, so wie Ubisoft dem persischen Prinzen die recht gegensätzliche Elika zur Seite gestellt hat. Und da Eidos ja die Tomb-Raider-Serie „frauen-freundlicher" gestalten möchte, müsste die neue Figur logischerweise entweder ein geiler Stecher, pardon, ein hübscher Typ oder ein knuffiges Haustier wie in Fable 2 sein. Lara Croft selbst zu überarbeiten, ist zwar eine nette Idee, doch mal im Ernst: Was zur Hölle sollte sich an der denn ändern, damit Frauen sie gut finden? Eine andere Nagellackfarbe? Mehr Stoff, weniger Haut? Wohl kaum.

Ich glaube zwar nicht, dass Eidos meinen gut gemeinten Rat registrieren wird, doch ein Make-over von Frau Croft allein reicht meiner Meinung nach ganz sicher nicht aus, um die Verkaufszahlen wieder in die Höhe zu treiben. Mein Tipp: Ein neues Spieldesign, mehr Humor in der Story, innovative Features und, verdammt noch mal, endlich eine ordentliche Kameraführung - dann klingelt's auch wieder in der Kasse.

Diesen Beitrag als Gast kommentieren

Sicherheitscheck

Um den Missbrauch zu minimieren, sind wir leider auf diese Prüfung angewiesen. Bitte gib die angezeigten Zeichen in das Textfeld ein, damit wir dich von einer Maschine unterscheiden können.

Grafik neu laden

Einloggen

Kommentare

  • Jede Serie, die sich nicht weiterentwickelt verstaubt mit der Zeit.
    Bestes Beispiel ist hier Resident Evil.

  • Zitat
    [...] auch wenn ich als bekennender Fan immer noch nicht damit klarkomme, dass Batman plötzlich eine Ninja-Ausbildung genossen haben soll).


    In Comic 431 von James Owsley (1989) genießt Batman eine Ninja-Ausbildung in Tibet. Denny O'Neil hat dies in die "Batman Writers Bible" übernommen, die jedem Autor ausgehändigt wird... Das Ganze war somit keine Idee von Nolan und seinen Schreiberlingen ;)

  • Zitat
    „Seht Euch an, wie Batman erfolgreich verändert wurde, von einem eher traurigen Charakter in der Michael-Keaton-Ära zum dunklen Style von The Dark Knight."


    Das Eidos-Männeken sprach lediglich von den Filmen, nicht von den Comics. Somit stimmt seine Aussage...

  • Die zweite von links sieht aus wie Naddel xD

  • omg die zweite Lara von links sieht aber auch aus... :)

    Naja immer auf die Spielfigur,das liegt eher an der Story und der Steuerung.

  • Also zunächst einmal möchte ich darum bitten, höfliche Umgangsformen zu wahren. Äußerungen wie Dein 1. Satz müssen wirklich nicht sein. Zumal ich nicht verstehe, wie Du eine 29-jährige, verheiratete Frau zur Pokemon-Generation zählen kannst...

    Zu Deiner Kritik: Ich sammle seit etlichen Jahren alte Batman- und Superman-Comics, besitze ein paar hundert Exemplare und zwar vor allem aus der Zeit zwischen 1960 und 1985. Sieht man mal von den ganz frühen Comics der 30-50er Jahre ab, die noch vollkommen harmlos waren, so wird Batman - der natürlich ebenfalls im Laufe der Jahrzehnte einige Wandlungen hinter sich hat - im Allgemeinen als düsterer Kombinierer dargestellt, der vor körperlicher Gewalt nicht zurückschreckt.
    Insofern gebe ich Dir Recht, dass der Dark Knight vor allem auch ein Detektiv ist (was ja im Artikel nicht negiert wird), aber eben kein quietschbunter Heile-Welt-Retter wie z.B. Superman. Und dass Batman sich neben dem Detektivgespür durch seine Akrobatik und Agilität auszeichnet, ist eines der grundlegenden Charaktermerkmale der Figur.

    Insofern: Geh mal ruhig davon aus, dass ich mich in meinen Kolumnen weder auf Halbwissen verlasse, noch über Dinge schreibe, die ich nicht kenne.
    Und damit wir uns verstehen - für Kritik habe ich immer ein offenes Ohr, nur dann bitte auch sachlich und in der entsprechenden Umgangsform. Danke.

  • nachtrag

    hab wegen der angeblichen rückbesinnung mal eben fix in meine alten comics geschaut, sehe da nichts von dem was er angeblich sei ..sehe da sehr grosse paralellen dazu das er "stocksteif" war ...eben wie es damals klassisch zuging ...da wurde bissel getreten bissel geboxt bissel abgeblockt und ab und zu mal bissel akrobatik eingebaut

    na ja so verbreitet sich mal wieder ein falsches bild des ursprünglichen batmans....

  • off topic - batman unwissend??!!

    Ähem also sorry wer die Klassiker von Tim Burton so verreisst muss einfach ein Kind aus der Pokemon Ära sein

    nicht anders kann man es erklären das sie keinerlei Ahnung davon hat was Batman wirklich ausgemacht hat. Er war und IST ein Detektiv der auf eine etwas andere Art Probleme löst, er war nie ein Artist bis er in den neueren Versionen (zuerst Comic dann Film) dahin verändert worden ist.

    Wie da jemand behauptet kann die Burton Filme hätten rein gar nichts mit der Comic Vorlage zu tun hätten ...setzen SECHS kann ich da nur sagen ....wenn man schon solche Aussagen raus lässt sollte man doch ein wenig mehr nachgeforscht haben als nur in den nächsten Comic Laden gegangen zu sein und sich nur die aktuellen Comics angeschaut zu haben statt auch mal die Klassiker wo Batman düster, kombinierend und vor allem kein Superduperartist war wie die Schreiberin anscheinend glaubt, er hat sehr oft über sein tun siniert in den COMIC VORLAGEN, hat immer über kombinieren Fälle gelöst und nicht weil er so cool sein Batwing benutzen kann ...um das einzusetzen musste er erstmal kombinieren


    ne sorry sowas von falsch mag ich gar nicht ....ist schon schlimm genug das man uns Batman&Robin antat was wirklich nur noch buntes Popcornkino war das gar nichts mehr mit dem wahren Batman zu tun hatte ...aber das jemand die Burton Filme so falsch sieht ...na ja Pokemon und "sie haben kenny getötet" Generation halt ..die kennen die wahren Geschichten meistens gar nicht mehr weil alles auf diese Generation angepasst wurde ...(zum Glück scheint das mit den beiden neuen Batmanfilmen wieder gerade gerückt zu werden, wenngleich er auch da mehr mit den Fäusten erledigt als mit dem Kopf)

  • Frauenfreundlicher?

    Das Spiel Frauenfreundlicher gestalten? Was könnte denn besser sein als dann mal ne anständige Heldin zu spielen und nicht immer einen Matcho Typen.
    Wenn die mehr Frauen für das Spiel begeistern wollen müssten sie wohl eher das Genre ändern. Rum Hüpfen und Ballern (sorry ganz flach gesagt) ist für die meisten Frauen eher nichts.
    Aber soll man es nur der Heldin in die Schuhe schieben, klar einer muss es ja sein.

  • Lara sollte eher mal ein Dildo als Schwert benutzen

    anschließend darf sie auch gerne nen Porno machen xD
    spielt sich sicher lustig,mit Rumbblepack- Pfui ihr kleinen Schweinchen! :huh:

    ggggggggg jaja das stimmt lara ich liebe dich

  • Lara sollte eher mal ein Dildo als Schwert benutzen

    anschließend darf sie auch gerne nen Porno machen xD
    spielt sich sicher lustig,mit Rumbblepack- Pfui ihr kleinen Schweinchen! :huh:

  • Du sagst es Kumpel!

  • Lara sollte eher mal ein Dildo als Schwert benutzen :D

    anschließend darf sie auch gerne nen Porno machen xD

  • Ist die Lara(2te vonlinks) eine Afroamerikanerin? Egal. Meine Meinung: Sie soll einen anstendigen Porno drehen. Schluss aus Ende!

  • Neue Lara?

    Finger weg, von unserer Lara so wie sie ist, ist`s gut,
    aber vielleicht ein paar neue Kampftechniken oder andere Waffen wären cool.Statt einem Mann an Ihrer Seite wäre eine abgerichtete Raubkatze toll als Begleiter.Wer braucht Männer?:-)

Star Wars: The Old Republic

Weitere Artikel zu Sonstiges aus der...

... alle Artikel anzeigen

Top-Angebote

STYLE WECHSELN
 

Dauerhaft speichern?

PLATTFORMAUSWAHL

Weitere Plattformen

Dauerhaft speichern?

WIR PRÄSENTIEREN

WERBUNG

UMFRAGEN
Wie interessant sind Interviews für dich?

Bitte log dich ein oder registriere dich kostenlos

Detaillierte Anzeige