13.11.2008 - André Linken
Wir schreiben das Jahr 2002, als etwa 20 ehemalige Mitarbeiter des Studios 2015 eine neue Firma namens Infinity Ward ins Leben riefen. Diese Männer und Frauen waren an dem großen Erfolg des Weltkriegs-Shooters Medal of Honor beteiligt, wollten aber jetzt ihre eigenen Ideen umsetzen. Sowohl dem Genre als auch dem Szenario hatten sie jedoch allem Anschein nach die Treue geschworen, denn mit Call of Duty erschien ein Jahr später ein Ego-Shooter, der ebenfalls im Chaos des Zweiten Weltkriegs angesiedelt war. Ähnlich wie bei Medal of Honor wurde dabei viel Wert auf eine möglichst intensive Atmosphäre gelegt, was bis heute eines der Markenzeichen der Serie ist.

Und tatsächlich: Selten zuvor wurden die Kämpfe dieser Ära so dramatisch und gleichzeitig spannend präsentiert. Zahlreiche Skriptereignisse und der gekonnte Einsatz der Soundkulisse jagten den Fans auf der ganzen Welt Schauer über den Rücken. Hinzu kamen eine glaubhafte Mimik und Gestik der Charaktere, die sie real erscheinen ließen. Auch der Multiplayer-Modus fand viel Zuspruch bei den Fans und bot packende Deathmatch-Partien. Die Verkaufszahlen und der Erfolg gaben dem noch jungen Team ebenfalls Recht: Alleine in den USA wurden von Call of Duty über eine Million Exemplare verkauft.
Ein weiteres Markenzeichen des Spiels - und später der gesamten Serie - war der Aufbau der Kampagnen. Im Gegensatz zu vielen anderen Weltkriegs-Shootern erlebte man das Geschehen nicht nur aus der Perspektive eines einzelnen Mannes respektive einer einzigen Fraktion. Vielmehr schlug man sich sowohl aufseiten der Amerikaner als auch der Briten und Russen über verschiedene Schlachtfelder - jedes mit einer individuellen Sichtweise und Erzählstruktur. Nun gut, Oscar-verdächtige Storylines durfte man nicht erwarten, doch es reichte auf jeden Fall aus, um den Spieler ins Geschehen miteinzubeziehen.
Da sich sowohl die Fachpresse als auch die Käuferschaft mit Lobeshymnen überschlugen, war es für die Verantwortlichen bei Infinity Ward klar, dass man hier etwas Großes erschaffen hatte, worauf man auch in Zukunft aufbauen konnte. So folgten im Jahr darauf sowohl ein Add-on (United Offensive) als auch ein Konsolenableger mit dem Namen Call of Duty: Finest Hour, für deren Entwicklung jedoch die Studios von Grey Matter und Spark Unlimited verantwortlich zeichneten.

Der Grund war simpel: Infinity Ward arbeitete bereits fieberhaft an einem offiziellen Nachfolger, der im Jahre 2005 das Licht der Spielewelt erblicken sollte. Nach dem Motto "never change a winning team" blieb das Studio dem Erfolgsrezept des Vorgängers treu und nahm lediglich einige Detailverbesserung vor. So wurde beispielsweise die Zahl der spielbaren Protagonisten auf vier erhöht und das Lebenspunktesystem war fortan etwas intuitiver. Die packende Inszenierung sowie die dichte Atmosphäre blieben erhalten - und damit auch der Erfolg. So war Call of Duty 2 beispielsweise das erste Xbox-360-Spiel, von dem in den USA mehr als eine Million Exemplare verkauft wurden.
Diese Einnahmen hatte Infinity Ward auch bitter nötig, denn der Aufwand, der für die Entwicklung des Spiels betrieben wurde, war enorm. Man schätzt die Gesamtkosten von Call of Duty 2 auf zirka 15 Millionen Dollar. Zudem kamen erstmals auch einige kritische Stimmen auf, die den Entwicklern vorhielten, zu wenig Innovation in die Serie einfließen zu lassen. Man würde lediglich "mehr vom selben" zu Gesicht bekommen.
Ob dies der Grund war, der den nächsten Ableger aus dem bisherigen Konzept brechen ließ, ist unbekannt. Doch das Team von Treyarch tat sich mit Gray Matter zusammen und veröffentlichte ebenfalls im Jahr 2005 das Konsolenspiel Call of Duty 2: Big Red One. Dieses beschränkte sich auf die Perspektive eines Soldaten und brach somit mit der noch jungen Tradition der Serie - Fachpresse und Käufer waren nicht sonderlich angetan. weiter...
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Kommentare
Erfolgsgeschichte? Teil 1 war gut als Singleplayer, aber mit dem damaligen Multiplayer konnte ich nichts anfangen. Das änderte sich mit Teil 2, der nebst Teil 4 bis dato einer der wichtigsten LAN Party Titel in unserer Clique ist (dank massig Maps, Skins etc.). Dann der Konsolen exklusive grottenschlechte Teil 3, denn man sich schenken konnte. Nun folgte Teil 4, Single wie MP genial, und vorallem erfrischend da nicht mehr das ewige 2.WW Thema. Und nun gehen sie wieder ein Schritt zurück. Und wie ich den Spielerrezessionen bei WOG.ch entnehme ist er genau gleich grottig wie Teil 3 (und vorallem leider wieder 2.WW). Ich sollte die nächsten Tage meine UK Version von play.com bekommen, mal schauen, dann kann ich mir ein eigenes Bild machen. Es braucht viel bis er Teil 2 als wichtiger LAN Titel ersetzen kann, und das bezweifle ich ehrlich gesagt.
mich hat cod 5 (us versiion) irgendwie enttäuscht. klar bietet das spiel vom gameplay her das was man kennt und es ist auch gut. allerdings ist es meiner meinung nach zu stark auf hass ausgelegt. da werden am laufenden band leute exekutiert, gefange abgeschlachtet oder verbrannt. alte, kranke und junge deutsche werden als deutsche ratten verurteilt die es zu töten gilt. das alles wär nich mal so schlimm wenn man dann nicht immer mit bildern bezug auf die realität nimmt. da muss schon das foto eines kleinen jungen aus den 40er jahren dafür hinhalten als deutsche nazi ratte zu fungieren.(villeicht is das bild gestellt aber villeicht isses ja auch ein originalbild und er sitzt nu als opa innem altersheim und seine enkel sehen sein bild unter so einer überschrift. unter dem aspekt macht es mir wenig spass polygonnazis abzuballern. is doch einfach nur eklig... klar ist krieg ne schlimme brutale sache... aber irgendwo hörts auch mal auf.
"Moralisch fragwürdig"
Zitat: "Zwar wies das Spiel teilweise moralisch fragwürdige Aktionen auf, doch der positive Eindruck überwog."
Was sind denn die "moralisch fragwürdigen Aktionen"?
Ich bin der selben Meinung
Ich denke das der 5.CoD Teil mit der beste Spieleteil der Folge sein wird aber leider werde ich mir das Spiel nicht kaufen da ich es blöd finde wieder im 2. Weltkrieg zu spiele auch wenn man Co-op spielen kann.
ich fand alle cod teile waren geil und cod 5 wird der hammer ich habe die beta schon gespielt und ich kann nur sagen ich kanns kaum erwarten bis ich es endlich habe cod 5 rockt
super artikel. sauber geschrieben

werde mir heute mal world at war kaufen obwohl ich nicht sonderlich davon überzeugt bin. die teile die treyarch gemacht hat haben mir allesamt nicht wirklich gefallen (cod 3 , cod 1 UO). COD 4 hingegen hat die reihe in meinen augen wieder neu belebt. war hellauf begeistert und habe erstmals ein spiel so richtig online gespielt (viel länger als ich beispielsweise BF2 gezockt habe).
ich freue mich das teil 6 wieder von infinity ward gemacht wird. die jungs und mädls dort haben sicher wieder tolle ideen und zaubern uns einen brillanten shotter auf die bildschirme
hi 2 all...
...klar, call of duty ist eine feine ego-shooter serie; aber ich habe schon ziemlich lang keine lust mehr auf 2. weltkriegsszenario; hatte damals bei erscheinen von call of duty 1 auf pc das game gekauft, auch online hatte ich lange spass damit, aber teil 2 wollte ich nicht kaufen (wegen ww2), teil 3 hätte ich auch nicht gekauft, wäre es auf pc erschienen, aber teil 4 modern warfare habe ich auch gekauft, und ist bisher mein lieblings call of duty, sogar mein lieblings fiktives-world-war-shooter spiel; ich hoffe infinity ward wird "teil 6" selbst erledigen, und uns wieder in neuen (gegenwärtigen) zeiten kämpfen lassen; wird aber wohl so sein....denk ich ma'....
....wie gesagt, treyarch hat gute arbeit geleistet, jedoch will ich infinity ward als entwickler sehen; die habens echt drauf, die jungs und mädchen können ihren job gut....
....mfg.....resless....