12.09.2008 - Gameswelt Redaktion
Der Morgen hatte eigentlich gerade erst angefangen, wir ließen den obligatorischen Kaffee sich setzen und wollten es erst einmal ruhig angehen lassen - doch da hatten wir die Rechnung ohne EA gemacht! Der Publisher löschte die Lichter und warf uns mit 'Dead Space' (X360, PS3, PC) gleich einmal ins kalte Wasser oder vielmehr ins kalte Weltall. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Isaac Clarke und kämpft sich in der Third-Person-Perspektive durch eine von Tentakel-Aliens verseuchte Raumstation. Die In-Game-Demonstration des Weltraumabenteuers überzeugte dabei trotz zeitweise etwas unbeholfen wirkender Animationen mit brutalen Schockmomenten und einer dichten Atmosphäre. Auch erwähnenswert ist das absichtlich minimalistisch gehaltene HUD - statt ständig auf eine Lebensanzeige starren zu müssen, lest ihr den Zustand des Protagonisten an seinem weltraumtauglichen Anzug ab. 'Dead Space' verspricht, das Portfolio von EA im Oktober um klaustrophobische Horror-Action zu bereichern - unser Interesse für den Titel hatte der Publisher bereits nach einer Anspiel-Session in München geweckt (wir berichteten).

Der Übergang wirkte geradezu abrupt, als man uns nach 'Dead Space' mit den Anfang Oktober erscheinenden Next-Gen-Versionen der renommierten 'FIFA'-Serie konfrontierte. EA hat nach der bereits gelungenen letztjährigen Ausgabe der Franchise noch einmal zahlreiche Detailverbesserungen vorgenommen. So wurde etwa an den Animationen, der Ballphysik und natürlich der KI der computergesteuerten Spieler gefeilt. Als Haupt-Features der diesjährigen Version kommen allerdings Online-Partien 10 gegen 10 und das innovative Adidas-Live-Season-Feature zum Einsatz, bei dem aktuelle Daten aus realen Fußballpartien regelmäßig auf die virtuellen Spieler übertragen werden. Die Wii-Version von 'FIFA 09' kommt unter dem neuen All-Play-Label in die Läden und richtet sich an Casual-Gamer. Bei dieser Ausgabe des Spiels kann zusätzlich zu normalen Fußballpartien auch der so genannte Footii-Modus gespielt werden, worin mit den beliebten Mii-Avataren in vereinfachten Matches 8 gegen 8 gezockt werden darf.
Zum Schluss der EA-Präsentation wurden zwei kleinere Titel für die Wii gezeigt, welche, wie für diese Plattform mittlerweile üblich, ebenfalls eher auf ein Publikum von Gelegenheitsspielern abzielen. In 'My Sims Kingdom' (Wii, NDS: 29.10.08) bereist ihr mit eurem knuffig anmutenden Hauptcharakter diverse Inseln und geht deren Einwohnern mithilfe eines Zauberstabes bei ganz alltäglichen Problemen zur Hand. So müsst ihr etwa verloren gegangene Gegenstände einsammeln oder mit der Wiimote Blöcke an der richtigen Stelle platzieren. Mit 'Sim City Creator' (Wii, NDS: 24.09.08) kam dann noch etwas Nostalgie ins Spiel, zumal man seine Befehle nun erstmals in der Geschichte des kultigen Städtesimulators mithilfe der Wiimote eingeben kann. Wie gehabt baut ihr euch eure eigene Metropole zusammen, überwacht deren wirtschaftliches Wachstum und aktiviert von Zeit zu Zeit mal eine Naturkatastrophe, damit ihr auch nicht unterfordert seid. Alles in allem blieb 'Dead Space' das Highlight bei EA. Von 'Rock Band 2', welches in den Staaten bereits in diesem Monat seinen Release feiert, war leider nichts zu sehen - bei ABC Software hofft man aber auf ein hiesiges Erscheinen in diesem Jahr.

Noch hatte Electronic Arts seinen Teil des Tagesprogramms nicht voll ausgeschöpft. 'Mirror's Edge' (X360, PS3, PC: 12.11.08), das kommende First-Person-Adventure von 'Battlefield'-Macher DICE, genoss an diesem Tag das Privileg einer ganz eigenen Präsentation. Einer der Entwickler des Titels reiste sogar eigens für das Event in die Schweiz und durchquerte live einen ganzen Level des unkonventionellen Abenteuers. Wie bereits bekannt, schlüpft man im Spiel in die Rolle von Faith, einer so genannten Runnerin, die sich mit allerhand akrobatischem Geschick im Stile der Trendsportart Le Parkour durch die Levels schwingt. Das Besondere daran: Ihr klettert und hüpft in der Ego-Perspektive und weicht euren Gegnern dabei bevorzugt aus, anstatt sie direkt zu konfrontieren.
Bereits auf der Games Convention konnten wir an den Titel Hand anlegen und zeigten uns begeistert von der intuitiven, aber fordernden Steuerung des Spiels. Auch bei der Präsentation in Pfäffikon offenbarte sich wieder, dass die Protagonistin von 'Mirror's Edge' keine virtuellen Erfahrungspunkte oder neue Fähigkeiten nötig hat: Je länger man spielt, desto flinker bewegt man sich aufgrund der steigenden Spielerfahrung durch die Levels. Übrigens spielt der Titel keinesfalls, wie oft fälschlicherweise angenommen, nur auf den absichtlich steril gehaltenen Dächern von Wolkenkratzern. So bekamen wir diesmal auch eine Art unterirdischen Entwässerungskomplex zu Gesicht, der sich in Sachen Design an Tokio orientiert. 'Mirror's Edge' sieht viel versprechend aus - nun kommt es ganz darauf an, ob DICE zum innovativen Szenario auch eine entsprechend spannende Geschichte liefert. weiter...
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Kommentare
Afaik war es in SZ. Und es war nur für die Presse/Händler, wie es der Name des Events schon andeutet.
War es eigentlich in Pfäffikon SZ oder ZH? Wäre beides hier bei Zürich fast um die Ecke, und ist das nur für Redakteure oder auch für Spieler zugänglich?