„Nichts Spielbares zu diesem Titel“ – so die enttäuschende Ankündigung am Dienstagabend. Immerhin wurde ein sehenswerter neuer Trailer gezeigt und Produzentin Jade Raymond erzählte in der QA-Session noch ein wenig über das Spiel. Angesiedelt ist der viel versprechende Titel im Jahre 1191 mitten während des dritten Kreuzzugs. Ihr übernehmt die Rolle des Meister-Assassinen Altair, der allerdings einen Auftrag verbockt und in den Reihen der Gilde degradiert wird. Um sich in den Rängen wieder hochzuarbeiten, muss Altair neun wichtige Personen, die allesamt eigene Interessen im Kriegsgeschehen verfolgen, ausschalten. Natürlich nimmt die Story im Verlauf aber einige unvorhergesehene Wendungen.
Nachdem ihr eure Aufträge vom Chef der Gilde erhaltet, besteht das Spiel im Wesentlichen aus vier Elementen. Am Anfang steht die Erkundung, das heißt ihr sammelt Informationen über euer potentielles Opfer und dessen Umfeld, sei es durch Einbruch oder Diebstahl oder auch die Befragung von Leuten. Als Nächstes folgt die Infiltration, mittels Schleichen, Akrobatik oder Gewalt versucht ihr, euch einen Weg zu eurem Opfer zu bahnen, wobei euch freie Wahl eurer Mittel zur Verfügung steht. Klappt dies alles, könnt ihr euer Opfer aus dem Weg räumen. Doch dann folgt die eigentliche Schwierigkeit, nämlich die Flucht – lebend den Tatort hinter sich zu lassen und etwaige Verfolger abzuhängen.
Dabei spielt die KI der unzähligen Bewohner der Spielwelt eine wichtige Rolle, denn abhängig von eurem Verhalten und dem Geschehen im Spielverlauf erzeugt ihr mehr oder weniger Aufmerksamkeit. Normale Bürger beobachten eure Taten. Macht ihr etwas Verdächtiges, hetzen sie euch auch schon mal das Militär auf den Hals, welches wiederum verschiedene Alarmstufen hat und dynamisch auf die Ereignisse reagieren soll. Zudem bilden die NPCs auch Hindernisse, beispielsweise in belebten Straßen, und reagieren nicht gerade freundlich, wenn ihr euch euren Weg mit wildem Herumgerempel bahnen müsst.
Ubisoft setzt bei 'Assassin's Creed' auf eine offene Spielwelt, die euch freie Wahl bei Reihenfolge, Wegen und Aktionen setzt, wobei die Story-Bindung aber nicht verloren gehen soll. Neben der Story erwarten euch auch reichlich Nebenmissionen und ihr habt die Möglichkeit, die Spielwelt nach eigenem Gutdünken zu erkunden. Das Wenige, was von dem Spiel bisher zu sehen war, lässt jedenfalls auf einen möglichen Toptitel mit viel Stil und Atmosphäre hoffen.
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