19.10.2011 - Andreas Ludwig
Unsere drei Konfigurationen verstehen sich als Komplettpaket für einen Selbstbau-PC. Abgesehen von Maus, Tastatur sowie Bildschirm, bei denen es auf eure individuellen Vorlieben ankommt, hüpfen unsere Rechner mit allen lebensnotwendigen Organen in eure Einkaufstüte, sei es die Grafikkarte, die wichtigste harte Ware, der Prozessor oder Festplatten, ein Mainboard und ein passendes Netzteil. Frischfutter gibt es derweil kaum, schon seit Monaten bewegen sich weder die Preise noch die Neuheiten kaum bis gar nicht.
Euer alter PC muss bei der Neuanschaffung nicht komplett auf den Müll wandern. Einige Komponenten könnt ihr bedenkenlos weiter nutzen und damit Geld sparen, vor allem Festplatten mit mindestens 7.200 Umdrehungen pro Minute, optische Laufwerke (DVD-Brenner etc.), teilweise Netzteile und das Betriebssystem sympathisieren oft mit dem frischen Spielerechner - euer Netzteil sollte für unseren günstigsten Spiele-PC mindestens 550 Watt und zwei 6-Pin-Anschlüsse für die Grafikkarte bereithalten. Ältere Grafikkarten, Prozessoren und meistens auch in die Jahre gekommener Arbeitsspeicher müssen dagegen in der Regel im Seniorenheim abgegeben werden.
Für unsere PCs empfehlen wir euch primär Windows 7 oder als zweite Wahl Windows Vista. Windows XP darf beim 500-Euro-PC zur Not als Alternative auf eurer Festplatte schlummern, dann könnt ihr aber keine schicken DirectX-10- oder DirectX-11-Effekte abrufen, zu denen die Konfiguration durchaus in der Lage wäre. Vor allem folgende Spiele unterstützen derzeit DirectX 11, weitere echte Blockbuster werden im Laufe des Herbstes und Winters 2011 dazukommen, unter anderem Battlefield 3:
World of WarCraft: Cataclysm:
Höhere Framerate dank Compute Shader
Alien vs. Predator:
Tessellation, schöne Schatten, höhere Framerate dank Compute Shader
Battlefield: Bad Company 2:
gefilterte Schatten
Civilization 5:
Tessellation, Multithreading, höhere Framerate und schönere Texturen dank Compute Shader (insgesamt sehr viele DX-11-Features)
Colin McRae Dirt 2:
Tessellation und genutzte Compute Shader
F1 2010:
Effektvolle Bewegungsschärfe durch Compute Shader, weichere Shatten
Metro 2033:
Tessellation, effektvolle Tiefenunschärfe dank Compute Shader
Weitere Spiele mit Tessellation:
Stalker: Call of Pripyat, Lost Planet 2, HAWX 2 uvm.
Civilization 5: Voll mit DirectX-11-Effekten
Große Vorsicht gilt weiterhin bei Discounter-PCs von der Stange, sie entpuppen sich regelmäßig als lahme Krücken, bei denen zwar viel Festplatten- und Arbeitsspeicher im Gehäuse schlummern - das kostet schließlich auch wenig -, dafür dann aber mit Grafikkarten und Prozessoren aus der Vorgeneration aufwarten, die ihre besten Tagen schon hinter sich haben. Wollt ihr also nicht selbst Hand anlegen, solltet ihr genau auf die Hardware schauen, die eben nicht mit gigantischen Schriftgrößen beworben wird oder, meistens besser, lieber gleiche auf kleinere PC-Hersteller zurückgreifen.
Prozessor: AMD Phenom II X4 955 Black Edition, 3,2 GHz, C3-Stepping (!) (Boxed) (97 Euro)
Prozessor-Kühler: Boxed-Kühler (0 Euro)
Arbeitsspeicher: 4 GB Corsair XMS3 DDR3-1600-Speicher (CMX4GX3M2A1600C9) (25 Euro)
Grafikkarte: Sapphire Radeon HD 6870 (140 Euro)
Mainboard: MSI 870-G45 (7599-070R) Sockel AM3 (57 Euro)
Festplatte: Western Digital Caviar Blue 1.000 GB (WD10EALX) (52 Euro)
DVD-Laufwerk: Sony Optiarc AD-7261S (30663290) (20 Euro)
Netzteil: OCZ Fatal1ty 550W (OCZ550FTY) (53 Euro)
Gehäuse: Cooler Master Elite 330 (RC-330K-KWN1) (38 Euro)
Vorgeschlagenes Betriebssystem: Windows 7 Home Premium (64 Bit) (77 Euro)
Gegenüber unserem letzten 500-Euro-PC arbeitet nun der flinke vierkernige AMD-Prozessor 955 Black Edition mit 3,2 GHz Basistakt in der Kiste. Die Grafikkarte belassen wir unverändert bei der AMD Radeon HD 6870 mit 1.024 MB GDDR5-Videospeicher. Sie bleibt weiterhin die beste Preis-Leistungsmaschine und erlaubt hohe Grafikdetails bei aktuellen Spielen mit Auflösungen wie 1.680 x 1.050 Pixel, mit kleineren Einbußen bei einigen leistungshungrigen Spielen sind durchaus 1.920 x 1.080 Bildpunkte drin - in dem Fall müsst ihr euch in der Regel bei der Kantenglättung zurückhalten. weiter...
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Kommentare
Meiner Meinung nach ist die Radeon 6970 der GTX 570 vorzuziehen. Oder meint ihr die 6950? Denn die 6970 ist der GTX570 leistungstechnisch überlegen. Aber auch bei der 6950 würde ich eher zur Radeon greifen. Sie ist zwar etwas langsamer (wahrscheinlich eh kaum spürbar), dafür aber auch wesentlich kühler und leiser als die GTX570
keine SSD Festplatte fürs Betriebssystem und einige wichtige Systemprogramme?
Also eure Zusammenstellung ist verdammt teuer und dann auch noch ATI? Eine Grafikkarte mit der es nichts als probleme gibt?
Für meinen PC würde ich nie mehr als 400 ausgeben (soviel hat mein aktueller gekostet)
DX11 ist zur Zeit wirklich unnötig, es wird wenn überhaupt immer nur nachträglich sporadisch in Konsolenports integriert, das lohnt erst wenn die Spiele dann von Grund auf für DX11 programmiert werden.

Am besten ist es, wenn man einen komplett neuen, aktuellen PC kauft wenn gerade die neuen Konsolen-Gen rausgekommen ist. Wenn man sich jetzt einen neuen PC für BF3 kauft ist der wieder veraltet wenn in 1-2 Jahren die neuen Konsolen kommen und man muss schon wieder viel Geld reinstecken. Ein Teufelskreis...
Hö?
Also geht sogar noch billiger(als eure Billiglösung meine ich, Konsolenports sei dank), dann natürlich evtl. ohne DX11 aber das was das bringt, naja, sieht man im Spiel meist nicht selbst finde ich(und die Zahl der spiele kann man an einer Hand abzählen).
)
Hab beim Gehäuse zu maulen:Go for Lian Li!Wenn man schon 1500 Takken für einen PC raushaut sollte man am Gehäuse nicht sparen und Lian Li ist definitv der Ferrari unter den Gehäusen(muß ja nicht gleich das 400 Euro Modell sein