01.06.2011 - Yves Günther
Molyneux' dritter Wurf knüpft an die Geschehnissen von Fable II an, das PC-Spielern mangels einer entsprechenden Umsetzung allerdings bis heute verwehrt blieb. Ein gemeinsamer roter Faden zieht sich aber ohnehin nicht durch die beiden Geschichten, sodass ihr euch auch ohne Vorkenntnisse in der Welt zurechtfindet. Während ihr im zweiten Teil einen Jungen oder ein Mädchen von Kindheit an begleitet und zum Herrscher über Albion gemacht habt, schlüpft ihr - fünfzig Jahre später - in die edlen Kleider dessen Kindes. Ob Prinz oder Prinzessin, auf die Handlung hat die Wahl des Geschlechts keinen Einfluss.
Auf dem Thron hockt aber zu Beginn nicht ihr, sondern euer älterer Bruder Logan, der das Land mit seiner Schreckensherrschaft terrorisiert. Bibliotheken wurden geschlossen, alte Stämme vernachlässigt und Menschen durch Maschinen ersetzt. Es herrscht eine düstere Zeit der Industrialisierung, die auch an euch nicht unbemerkt vorbeigeht. Geplagt von Gewissensbissen entschließt ihr euch, etwas gegen die Gräueltaten zu unternehmen, und flüchtet aus den königlichen Gemäuern. Mit dabei: der treue Hofdiener Jasper und euer Mentor Sir Walter Beck.
Habt ihr anfangs nur einen magischen Handschuh, der Feuerkugeln verschießen und einen brennenden Kreis heraufbeschwören kann, fallen euch kurz darauf auch Nah- sowie Fernkampfwaffen in die Hände. Unterschied zur Konsolenversion: Sind dort alle drei Waffentypen mit einem extra Knopf auf dem Controller belegt, schaltet ihr sie auf dem PC mit dem Mausrad durch. Die spezielle Anpassung ist zwar löblich, allerdings bisweilen umständlich und gerade für wilde Gefechte zu langsam. Praktischerweise wird der Xbox-360-Controller aber vollumfänglich und mit der klassischen Belegung unterstützt.
Bis an die Zähne bewaffnet seid ihr aber erst nach der geglückten Flucht, die euch über ein Portal direkt in euer Hauptquartier befördert. Es ersetzt beim Druck auf den Startknopf nicht nur das dröge Menü, sondern dient in erster Linie als Schaltzentrale. Von hier aus könnt ihr einzelne Räume betreten, um in neue Gewänder zu schlüpfen, euch einen freundlichen Schnauzbart samt modischer Kopfbedeckung zu verpassen und eure Mordwerkzeuge auszuwählen.
Über eine große Karte im Mittelpunkt reist ihr durchs ganze Land und gewinnt durch Mut und Tapferkeit immer mehr Anhänger für den Sturz des Königs. Euren Fortschritt könnt ihr dabei auf der Siegesstraße verfolgen, auf der euch nicht nur immer wieder Mut zugesprochen wird, sondern ihr auch eure in den Haupt- und Nebenquests erworbenen Gildensiegel verprassen könnt.
Mit dieser Währung verbessert ihr auf der Siegesstraße Magie sowie Nah- und Fernkampf oder investiert sie in verschiedene Fähigkeiten, etwa das Vermieten von Häusern oder mehr Kommunikationsmöglichkeiten mit den Bürgern. Letzteres steht bei Fable III noch mehr im Vordergrund. Durch freundliche Gesten gewinnt ihr zum Beispiel das Herz eurer großen Liebe und schleppt sie für eine vergnügliche Nacht in eure Gemächer.
Aber Vorsicht: Wer sich nicht schützt, wird Vater und muss bei einer Trennung für Unterhaltszahlungen tief in die Tasche greifen. Schmerzhaft, aber immerhin besser als die Krankheiten, die ihr euch ebenfalls einfangen könnt. Entgegen aller Versprechen von Peter Molyneux ist Fable III zwar keine komplexe Lebenssimulation, ein derart ausgeprägtes System gibt es bis dato aber dennoch in keinem anderen Rollenspiel. weiter...
Trotz aller Makel und Macken erzählt Fable III auch auf dem PC eine gewohnt epische Geschichte, die euch mit ihren Haupt- und Nebenquests, den vielen Beschäftigungsmöglichkeiten und dem großen Endziel im Blick für viele Stunden in die Welt von Albion ziehen wird.
Wir zeigen euch was im Mai erscheint [1]
06.10.2011
Erfolge / Achievements
26.08.2011
Erfolge / Achievements zum DLC "Traitor´s Keep"
21.05.2011
Die Wahl zwischen Gut und Böse
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Kommentare
überrascht
ich hab die Fablereihe, erst jetzt mit dem 3.Teil begonnen und muss sagen, zwar nicht perfekt, aber echt spielenswert .......also ne Gute 80%+
@ Scherub
klar, dass gaming hatte damals so gut wie kein standing in der gesellschaft. auch wurde ich als gamer schon fast schief angeschaut, nach dem motto "leicht infantil dein hobby" was gerade für einen soldaten und offiziersanwärter nicht immer leicht war.
trotzdem bin ich der meinung popolous ist überbewertet worden. ok, es war ein neues spielprinizip.
aber das game ansich war nicht gerade motivierend und hat mich sehr enttäuscht.
mag aber auch alles eine geschmackssache sein.
Naja, Popolous war afair das erste seiner Art, von daher war das natuerlich neu fuer viele und der damalige Hype ist irgendwo nachvollziehbar, insbesondere wenn man bedenkt, dass vor 20 Jahren das Gaming noch eine ganz andere Bedeutung hatte als heutzutage.
@ PIP-Boy
ich hatte damals popoulus von meiner partnerin geschenkt bekommen.
ehrlich gesagt empfand ich es sehr dröge und habe den hype nicht verstanden. es war damals fast so, das es als "chick" galt popoulus zu mögen, denn sonst hatte man keine ahnung von inovativen gaming...zumindest glaubten das einige eierköpfe die wahrscheinlich auch heute noch zur selben uni gehen wie damals.
die waren sicher auch zu genial ihr studium in der regelstudienzeit zu absolvieren...ist ja nicht inovativ;-)
Ich wuerde sagen, die meisten Bullfrog-Produktionen (z.B. Populous, Syndicate, Dungeon Keeper, ...) waren gut fuer die damalige Zeit. Aber vielleicht sind das auch nur die rosa-roten Erinnerungen die man manchmal so hat. Ist immerhin schon 'ne Weile her und auch war damals noch recht jung.
Populous scheint der einzige Titel zu sein, bei dem es Molyneux geschafft hat mit seinen kreativen und eigentlich auch recht innovativen Ideen auch ein spielerisch absolut überzeugendes Werk zu schaffen, zumindest wenn man sich die Lobeshymnen von überall her anhört (auch nicht gespielt, da ich damals ein 2-jähriger kleiner Hosenscheisser war, vll. hol ichs ja mal nach...)
So scheinen alle Spiele bei denen er mitgewirkt hat besserer Durchschnitt mit kindlichem und/oder comicartigen Design zu sein - schade!
dem kann ich mich nur anschließen...
Nach dem durchspielen muss ich zugeben, dass Fable durchaus einen gewissen Charme besitzt. So gibt es durchaus ein paar gut gemachte Quests, z.B. 'The Game' fand ich sehr nett. Die Optik ist ganz huebsch (Wenn man sie manuell erstmal angepasst hat, dieser Blur ist...
)

Allerdings hat es auch sehr viele Schattenseiten.
Die Charakterinteraktion ist... stupide, wiederholend, langweilig und erfuellt ausser mehr Siegel zu bekommen keinen wirklichen Zweck. 'Witzig' ist auch, wenn man von 10 Leuten eine Aufgabe bekommt wie 'Bringe das zu der Person', man geht dahin und dann stehen 10 Person auf genau einem Punkt. Zudem ist die Haelfte der Bevoelkerung entweder lesbisch oder schwul, was dann schon ein wenig unrealistisch wirkt.
Das gesamte Interface ist imho eine einzige grosse Katastrophe. Das Sanctuary ist ein umstaendliches Menue fuer alles, inkl. dem Inventar. Einzig vorteilhaft ist, dass man das Inventar ansich fast komplett ignorieren kann, von 3-4 Missionen mal abgesehen.
Das Input-System auf dem PC ist ... ich dachte das waere waere fuer PC angepasst worden? Aber die meisten Inputs sind so weit auf dem Keyboard verstreut dass man sich fragt ob die verantwortliche Person schon mal ein Spiel auf dem PC gespielt geschweige denn Fable mal auf dem PC (ohne Gamepad) getestet hat. Dazu kommt das mehrere Sekunden gedrueckt halten von vielen Aktionen, was aber nicht mal konsistent umgesetzt wurde, ebenso wie die stoerrische Kamera, welche die ganze Zeit gegen die Bewegung der Maus kaempft.
Das Kampfsystem ist oede/langweilig und unspektakulaer, einzig die fehlende Gesundheitsanzeige bringt Spannung rein, weil man so immer raten muss, ob man noch einen Treffer ab kann oder man nun vielleicht doch besser einen Heiltrank trinken sollte.
Die Charaktere sind imho groesstenteils schwach gezeichnet und die ernste Hauptstory will irgendwie nicht so recht zu dem ansonsten sehr 'unernsten' Spiel passen. Allein wenn ich mir ansehe, dass ich nach der ersten ziemlich heftigen Entscheidung (wtf...) draussen erstmal mit den Leuten tanzen kann, als ob nichts gewesen waere. Ansonsten halten sich die Entscheidungen allerdings in Grenzen, wenn man von den letzten 2h des Spiels mal absieht, wo eine nach der anderen kommt. Allerdings ist die Wahl zwischen Option A und Option B fast immer die gleiche und von daher wird es auch recht schnell langweilig.
Eine Entscheidung die ich gern getroffen haette waere den Berater am Ende des Spieles auszutauschen, aber diese Moeglichkeit wurde mir nicht gegeben.
Auch frage ich mich, ob ueberhaupt die Moeglichkeit bestand, ein Versprechen nicht zu geben, hmm...
Und zu allerletzt frage ich mich wer oder was eigentlich die Zielgruppe des Spiels ist. Kinder? Wohl eher nicht, wenn ich mich an diverse Szenen erinnere. Erwachsene? Wahrscheinlich, nur spricht ein in vielerlei Hinsicht so albernes Spiel wirklich so viele Leute an?
Mein Gefuehl ist, dass das Spiel vieles zu sein versucht und am Ende nichts richtig ist.
Also ich würde dir auch ehr witcher 2 ans herz legen...
hab auch beide spiele durch und muss sagen beide sind gut aber wie schon gesagt witcher 2 hat merh tiefgang und geht ehr die ernste schiene und is komplexer. aber du solltest vorher auch dir den 1 teil anschauen den der is auch super.
mfg
Kommt drauf an, möchtest du ein RPG mit Humor und eher Comicmäißg -> Fable 3
Möchtest du ein RPG mit etwas mehr tiefgang und bist du notgeil (
Ich persönlich würde eher auf Risen 2 warten, Piraten reizen mich mehr.
Ich rate dir zu Witcher 2
falls du den ersten noch nicht gespielt hast, würde ich dir empfehlen den zuerst zu spielen
Was meint ihr den hier in den COmments, dies durch haben. Lohnt es sich Zeit und Geld in F3 zu investiren oder woll ich mich lieber mit Witcher 2 befassen. Bin grundsätzlich eher weniger der Rollenspieler aber so eins, zwei im Jahr zock ich schon.
Für die Hauptstory habe ich so 8 Stunden benötigt, mit NQ zusammen so 18 Stunden.
also ich hab ca 20h gebraucht und so ziemlich alle Quests gemacht
Ich habe Fable III (+Halo Reach) bei meiner Xbox 360 Slim dabei die ich zum Geburtstag bekommen habe. Bin schon gespannt ob sich die Eindrücke des Tests bestätigen, seit Fable 1 hat mich die Reihe eher halt gelassen.