19.04.2011 - Michael Zeis
Beim Alten geblieben ist zunächst nur unsere Heldin: Wieder wachen wir mit Chell in einem Raum auf. Nur befinden wir uns dieses Mal nicht in einem Glaskubus, sondern in einer Art Hotelzimmer. Die Verwirrung ist groß. Wo sind wir hier? Ist Chell am Ende des ersten Teils also doch noch entkommen? Bevor wir unsere Überlegungen zu Ende führen können, ertönt eine Computer-Stimme, die uns eine Reihe simpler Instruktionen gibt, die dem Erlernen der Grundsteuerung dienen. Dabei sorgen die teils absurden Anweisungen schon in dieser kurzen Startphase für die ersten Lacher. In Sachen Humor ist also alles wie gewohnt. Mehr davon gibt es spätestens ab dem Moment, in dem Wheatley auftaucht.
Der lustige Nanobot bewegt sich nur an Schienen entlang - oder in euren Armen. Trotz seiner beschränkten Mittel verhilft er der nach wie vor stummen Protagonistin zur Flucht. Wie sich nämlich herausstellt, befinden wir uns in Wahrheit in einem von angeblich rund 10.000 Containern, in denen Testsubjekte einquartiert wurden. Laut Wheatley ist Chell die letzte Überlebende. Als die Containerwände zerbröseln, bietet sich uns ein Bild der Zerstörung: Überall liegen Trümmerteile herum und Mutter Natur erobert sich auf eine Art und Weise Land zurück, die uns ein wenig an die Zukunftsvisionen eines Enslaved erinnern. Zahlreiche Pflanzen wachsen durch kaputte Betondecken und Wurzeln bahnen sich ihren Weg durch die einst unüberwindbaren Gebäudewände.
Doch auch vom alten Portal ist noch viel übrig geblieben, wie wir spätestens dann feststellen, als unsere alte Antagonistin GlaDOS erwacht und das Aperture-Gebäude mit all seinen Testräumen so nach und nach wieder aufbaut. Plötzlich finden wir uns in einer Situation wieder, die der aussichtslosen Lage des ersten Teils ähnelt. Nur versucht GlaDOS diesmal gar nicht erst freundlich zu tun und beleidigt uns von Beginn an mit ihrem unnachahmlich zynischen Sprachgebrauch, während sie uns von Testraum zu Testraum schickt. Wieder müssen wir uns mit der Portalkanone einen Weg zum Ziel bahnen und dabei unser Hirn anstrengen. Die geniale Grundidee stellt auch im zweiten Teil das spielerische Hauptelement dar. Doch es gibt auch jede Menge Neues - allem voran die sogenannten Gels.
Die wendungsreiche Handlung wird euch irgendwann aus der kniffligen Zwangslage befreien und ihr lernt Aperture, die Konkurrenzfirma von Half-Lifes Black Mesa, von einer anderen Seite kennen. Hinter den blitzeblanken Testraumkulissen befinden sich gigantische Außenareale mit jeder Menge verrosteter Rohre. Durch diese fließen meist drei verschiedene Gels, die ihr durch geschicktes Umleiten zu eurem Vorteil nutzt: Das blaue verändert jede Oberfläche, mit der es in Berührung kommt, zu einer Art Trampolin. Das rote/orangene dient der Beschleunigung und das weiße lässt euch Portale an Stellen platzieren, wo es zuvor noch unmöglich war.
Die Rätsel werden dadurch ganz schön knifflig. Erfahrene Portal-Spieler werden aber in der rund siebenstündigen Kampagne kaum hängen bleiben. Größere Areale tricksen einen zwar manchmal mit unnötig weit entfernten portalfähigen Wänden aus, die ihr nur entdeckt, wenn ihr die interne Zoom-Funktion benutzt (Stichwort: ″Pixelschießen″), aber ansonsten ist meist schnell klar, was ihr zu tun habt. Der Schwierigkeitsgrad ist nur unwesentlich höher als im Vorgänger. Neben den drei Gels sorgen dafür auch einige weitere Newcomer: Ihr leitet Laser per Spiegelkubus um, baut euch Lichtbrücken oder nutzt diese als Schutzwall vor Angriffen, schleudert per Katapultplattformen quer durch die Räume und lasst euch von Transportstrahlern endgültig den Kopf verdrehen. weiter...
Portal besitzt auch in der Fortsetzung den Charme eines Independent-Titels, schafft es aber gleichzeitig, mit einem erheblich größeren Umfang zu überzeugen. Kurz gesagt: Portal 2 ist noch großartiger als der ohnehin schon geniale Vorgänger.
Max und Diablo: Die Rückkehr der Videospiel-Ikonen
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Kommentare
Steuerung?
Mal eine Frage: Wie steuert sich Portal auf Konsole? Ich bin total unfähig, was Shooter anbelangt, die brauch ich auf PC, wegen dem Koop würd mich aber die PS3-Variante hier anlächeln. Irgendwelche Vergleichstipps? Habe ich mit Fingerknoten zu rechnen?
Ich rede von Mortal Kombat.
Portal Kombat
Dieser Titel passt am besten zum Bability gegen Noob Saibot.
@ Finanzberater
Wie mans sieht nä!? Ich hab jetzt auch mal den coop gezockt und ein paar Kopfnüsse waren schon drinne, gefolgt von wieder sehr sehr leichten Rätseln und dan das letzte, fand ich ja schon etwas schwerer im vergleich zu den 2 davor.
Lange Rede kurzer Sinn.
@ Gameswelt
Herzlichen Glückwunsch !
Hab gesehen das ein Zitat von euch auf dem Rücken der Retail ist. Heißt ja schon ne Menge
Ach, so schlecht war Portal 2 jetzt nicht, klar, es könnte länger sein und die Rätsel kniffeliger (es gab aber hin und wieder schon welche wo man dachte, wie geht das jetzt?...), aber SP ca. 8 Stunden und Coop ca. 4 Stunden, dass ist deutlich mehr als was andere Spiele bieten. Der Coop war hingegen echt genial meiner Meinung nach. Wie ich mich mnit einen Bekannten Gekugelt habe vor lachen, besonders wie wir beide in einer Endlosschleife von Portalen steckten und nicht mehr raus kamen
sry hab den smiley vergessen. war natürlich mitnem Augenzwinkern gemeint.
@Schrueb und phanta: Ihr müsst schon ein verdammt kleines Selbstwertgefühl haben wenn ihr hier im Forum prallen müsst wie unfassbar schnell ihr die Rätsel gelöst habt und das es doch viel zu easy war für euch.
Oder manch andere haben solche Probleme, da sie meinen die Meinung von jemand anderem als Prahlerei auslegen zu muessen...
Ich habe nun endlich auch den Singleplayer spielen koennen und der fuehlte sich bedeutend runder an. Hat Spass gemacht und meine Punkte 2 und 3 treffen nur auf den Coop zu. Die Raetsel waren immer noch nicht wirklich schwer, muessten sie ja auch nicht sein, wenn sie wenigstens die Advanced Test Chambers drin haetten...
Naja, hoffen wir mal dass Nachschub, in Form von DLCs, User-Maps u.ae. baldmoeglichst kommt.
Phanta hat sich wirklich schlecht ausgedrückt, aber gleich von Minderwertigkeitsgefühlen zu sprechen ist echt Schwachsinn.
Oh btw, die Rätsel sind insgesamt zu leicht. Das ist halt Fakt.
@Schrueb und phanta: Ihr müsst schon ein verdammt kleines Selbstwertgefühl haben wenn ihr hier im Forum prallen müsst wie unfassbar schnell ihr die Rätsel gelöst habt und das es doch viel zu easy war für euch.
Zum Spiel:
Portal 2 ist einfach genial und neben Crysis 2 für mich ein absolutes Highlight 2011. Kann es jedem nur empfehlen. Die paar Euros sind gut investiert.
Portal 1 Mod
So, da ich hier sehe das manche recht unzufrieden mit Portal 2 und deren Rätzel sind:
Für alle die Portal 1 besitzen, selbst dort die Herausforderungen nicht alles von einem abverlangten und noch nicht Portal: Prelude ausprobiert haben... meine Empfehlung!
Denn der Mod ist wirklich an manchen stellen schwer und dafür absolut kostenlos!
Hier der Downloadlink für die fast 800MB schwere Datei:
http://www.4players.de/4players.php/download_info/Downloads/Download/49853.html
Ich find die Wertung etwas übertrieben. Ohne Frage ein gutes Spiel. Wenn man den ersten Teil nicht gespielt hat erwartet man vom Hörensagen schon tolle Rätsel. Allerdings bewegen die sich auf dem Niveaus eines 12 Jährigen. Die sind so super leicht und wenn man wirklich mal überlegen muss stellt man fest das man selber zu komplex gedacht.
Ehrlich man muss sogar froh sein das Portal so beliebt ist ich seh es sehr bedenklich wenn aus Final Fantasy ein Action RPG wird und sagen wir aus Splinter Cell oder Metal Gear ein Shooter wird (bissl übertrieben ja).
Mir fehlen die Exoten, den geklont wird ja gnadenlos.
Wahnsinn, wie viel Anklang dieser Titel findet.
Also, Scherub ich kann dir nur bei einem Punkt zustimmen, nämlich bei de nUsermaps darauf lege ich sehr viel Hoffnung, ich meine genug "vorgeschichte" hat ja Half-Life schon, leider auch mit der MANco "Wucher"- Schnickschnack Store.
Aber wir werden sehen.
Den SP habe ich immer noch nicht gespielt. Wer hat Zeit... Dafuer haben wir den Coop durchgespielt, diverse Maps auch mehrmals, in der Hoffnung, es wuerde weiterhin Spass machen, aber irgendwie ist der Wiederspielwert doch recht gering.



Ansich war es eine schoene Erfahrung und ich hoffe der SP bietet da noch ein wenig mehr, allerdings stoeren mich 2-3 Dinge:
1. Die Raetsel sind ueberwiegend vieeel zu leicht. Es gab 2 Raetsel, wo man dann vielleicht doch mal 1-2 Minuten gebraucht hat um auf die Loesung zu kommen.
2. Es fuehlt sich teils unfertig an, ein paar Maps in denen neue Elemente neu eingefuehrt werden mit steigender Schwierigkeitskurve, dann eine Map die vielleicht mal ein klein wenig schwerer ist und dann ist schon wieder Ende, das naechste kommt. Von der Moeglichkeit fuer Usermaps fehlt auch noch jede Spur, dafuer haben wir allerdings den wichtigen Store fuer Schnickschnack drin.
3. Die Maps sind alle sehr klein, teils hatte man das Gefuehl die Ladezeiten sind laenger als das Spielen... Auch die Raetsel erstrecken sich nur selten mal ueber mehr als einen Raum.
Naja, ich hoffe mal, dass noch ein Update fuer die Moeglichkeit von Usermaps kommt und der SP ein wenig schwieriger ist.