02.03.2011 - Dennis Dünkel
Das Leben als tyrannischer Herrscher ist nicht leicht, das musste auch Großväterchen Balor sehr schnell feststellen. Als ihm seine Entmachtung durch den eigenen Enkel prophezeit wird, lässt er nicht nur seine schwangere Tochter, sondern gleich noch seinen Sohn hinrichten. Dumm nur, wenn man ausgerechnet die elfische Schwiegertochter samt Nachwuchs entkommen lässt. Dieser schwört nun natürlich Rache und die Prophezeiung nimmt ihren Anfang.
Doch bevor wir als rachsüchtiger Enkel Areus dem bösen Opa die Meinung geigen können, müssen wir erst noch als Gladiator, Abenteurer und Söldner Muskelschmalz und Kampferfahrung sammeln. Unterstützung erhalten wir dabei sowohl vom muskelbepackten Hünen Dagda als auch von der agilen Frauenquote Selene, die beide offensichtlich mehr als nur eine Leiche im Keller haben.
Während wir einen der Recken aktiv steuern, werden die beiden anderen von der KI übernommen. Diese stellt sich glücklicherweise als durchaus fähig heraus. Die meiste Zeit des Spiels verbringen wir in schlauchartigen Dungeons, die mit der obligatorischen Übermacht an Feinden gefüllt sind. Mit reinem Button-Mashing feiert ihr zu Beginn zwar noch erste Erfolge, aber schon bald verlangen die Feinde ein gewisses Maß an Taktik: Ausweichrollen, Abwehrmanöver und natürlich den effektiven Einsatz der Kampffähigkeiten. Von diesen stehen den Charakteren nämlich gut zwei Dutzend zur Verfügung, vorausgesetzt, ihr habt die dazugehörige Klasse im Verlauf der Haupthandlung freigeschaltet und die entsprechende Fähigkeit gegen Barzahlung erworben. Dann erst könnt ihr sie frei auf die verfügbaren Aktionsknöpfe verteilen und so die Fähigkeiten eurem eigenen Kampfstil oder der Situation anpassen.
Wem das noch nicht reicht, der darf zudem die Umgebung aktiv in den Kampf mit einbeziehen: Sträucher und Bäume können per Feuerzauber angezündet werden, Wasser gefriert bei Eiskontakt und Säulen begraben beim Einsturz hilflose Gegner unter sich. Außerhalb des Kampfes wird dagegen nicht so viel Interaktivität geboten: ab und an mal ein anspruchsloses Schalterrätsel oder ein Geheimgang, der bereits unübersehbar auf der Minimap verzeichnet ist - mehr braucht ihr nicht zu erwarten. weiter...
Trinity: Souls of Zill O'll macht als Action-Rollenspiel grundsätzlich nichts falsch, lässt aber Abwechslung vermissen.
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