17.02.2011 - Christian Mester
Ein aufklärender Rückblick für all diejenigen, die mit der Erwähnung des 14 Jahre alten Aufbauspiel des längst geschlossenen Studios Bullfrog Productions nichts anzufangen wissen: Dungeon Keeper und Dungeon Keeper 2 fielen gegen Ende der Neunziger generell sehr positiv auf, da sie das Spielprinzip typischer Rollenspiele gelungen auf den Kopf stellten. Anstatt mit einer Gruppe von Helden in eine düstere Unterwelt zu ziehen, um das Böse zu bezwingen, spielte man selbst die Bösen.
Als sogenannter Dungeon-Keeper dekorierte man finstere Dungeons, züchtete monströse Kreaturen heran und bekämpfte einfallende Helden, die das jeweilige Reich zu erobern drohten. Dungeons von Realmforge Studios ist nun kein offizieller dritter Teil der Reihe, die voraussichtlich auch nicht mehr fortgesetzt wird, imitiert die beiden "Vorgänger" jedoch grafisch und spielerisch. Der Wiedererkennungswert ist derart verblüffend, dass man wahrlich von einer Neuauflage mit nur kleinen Veränderungen sprechen kann.
Nach einer kurzen Einleitung, in der ihr erfahrt, dass ihr als Dungeon Keeper urplötzlich eurer Mächte beraubt wurdet und euch diese nun wieder erarbeiten müsst, taucht ihr in die dreidimensionale Spielwelt ein. Eure Dungeons, zu Deutsch etwa Gemäuer, Kerker oder Verliese, sind unterirdische Tunnel und Räume, auf die ihr von oben herabblickt. Ziel in jedem der 17 Levels ist es nun, gut dekorierte Dungeons zu errichten, damit euer Ansehen kontinuierlich steigt und ihr von euren Vorgesetzten in den nächsten Abschnitt gelassen werdet. Neues Kerkerzubehör lässt sich mit grüner Seelenenergie kaufen, die ihr menschlichen Helden aussaugt. Damit diese aber überhaupt in eure Reichweite kommen, gilt es zunächst, eure Unterwelt auszubauen und sie für mutige Abenteurer attraktiv zu machen.
Ihr legt Goldschätze, Fundstücke und Monsterbrutstätten an, damit Krieger das Interesse entwickeln, in eurem Dungeon Erfahrungen zu sammeln. Haben sie das getan und wollen gerade gemächlich zur Oberfläche zurückkehren, ist eure Stunde gekommen. Ihr schlagt die überraschten Krieger im Kampf bewusstlos und lasst sie von euren Helfern ins Verlies bringen, wo ihnen fortan Seelenenergie abgesaugt wird.
Dauerhaft knifflig wird dies, da Helden später aus mehreren Zugängen zugleich auftauchen und sie euch bei steigender Stufe irgendwann sogar gefährlich werden. Abwechslung gibt es dabei regelmäßig durch kleine Nebenmissionen, in denen ihr Dinge finden müsst, Bossgegner besiegt oder feindliche Dungeons erobert. Hin und wieder melden sich auch Vorgesetzte bei euch, die Schutzgelder verlangen und euch bei Nichtbeachtung mit mächtigen Kreaturen angreifen. weiter...
21.12.2011
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27.01.2011
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08.01.2011
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Kommentare
Freute mich zuerst, nach 10 Minuten Demo ist mir schon geschimmert dass das von Dungeon Keeper weit entfernt ist.
Schade, dungeon keeper war echt ein geniales Spiel. Im Vergleich zu vielen anderen hat mir auch der zweite Teil super gefallen.
Das Spiel hat leider nicht wirklich viel mit Dungeon Keeper zu tun. Ausser, dass es grafisch ein direkter Klon sein könnte.
Aber die Demo hat mich, nach der schlechten Presse, doch angenehm überrascht. Positiv finde ich auch, dass Kalypso scheinbar aus den Fehlern von Mad T.V. und dergleichen gelernt hat und eifrig Support im Forum leistet.
Sobald der Fix des Problems mit ASUS Soundkarten behoben ist (Bekannt und man hat versprochen sich darum zu kümmern), werde ich es mir wohl kaufen.
Zur Demo nochmal: Der erste Level in der Demo hat mich auch sehr enttäuscht. Aber bereits im zweiten darf man relativ frei bauen, und da macht das Spiel dann auch wirklich Spaß! Ich denke vor allem die "Sandkasten" Level (Die man abseits der Kampagne spielen kann) dürften einiges an Spielspaß bieten!
In den anderen Tests ist das Spiel nicht so gut davongekommen, mit Wertungen teils um die 50%. Aber gut, Tests sind subjektiv und das Spiel hat mir nach der Demo überhaupt nicht zugesagt.
Ich hab die Demo gezockt - und es ist wieder mal eine Tower-Defence-Variation mit dem Aussehen eines Dungeon keepers - vom Kepper-Feeling selbst fehlt jedwede Spur. Nach einer halben Stunde Spielzeit stellte sich bei mir Ernüchterung ein und meine Freude über einen Keeperclon wahr verflogen. Da hab ich mir gleich mal den Original Keeper Teil 2 installiert und lasse ein paar Helden von einer Eisernen Jungfrau quälen. ;-) Und mit den Schaltern für die erweiterten Grafikfeatures sieht der Kepper sogar heute noch ganz ansehnlich aus.
Von Dungeon Keeper kann man bei dem game nur bedingt reden.
Eher ein Dungeon Tycoon ... alles in allem nen game das seeeeehr viel potenzial verschenkt hat.