12.11.2010 - Michael Zeis
Der Spielstart gleicht einem Sprung ins kalte Wasser. Ohne ausführliches Tutorial steht ihr plötzlich mitten in einer der legendärsten Konfrontationen aller Zeiten: Die Chicago Bulls im NBA-Finale gegen die Los Angeles Lakers - Michael Jordans erster Finalauftritt gegen Magic Johnsons letzten. In der Realität ging diese Serie mit 4:1 an die Bulls, doch das garantiert euch in NBA 2K11 noch lange nicht den Sieg. Der hängt nach wie vor von euren spielerischen Fähigkeiten ab und davon, wie gut ihr die Steuerung verinnerlicht.
Egal, ob ihr in den genialen Modi ″Jordan-Herausforderung″ oder ″Erstellung einer Legende″ weiter in Jordans Fußstapfen tretet, eine der integrierten Klassikermannschaften wählt oder lieber mit aktuelleren Teams auf den Basketball-Court lauft: Zuerst müsst ihr euch in die neue Wii-Bedienung einarbeiten, sonst seht ihr in den Matchs kein Land. Das gestaltet sich anfangs frustrierend schwierig. Vor allem, wenn man nicht den Classic Controller verwendet. Gleichzeitig bestimmte Knöpfe zu drücken, den Analog-Stick des Nunchuks zu benutzen und auch noch die Wiimote möglichst präzise in die gewünschte Richtung zu schwingen, ist alles andere als einfach.
Doch wie so oft macht auch hier fleißiges Üben auf dem virtuellen Trainingsplatz den Meister - trotz kleiner Wiimote-Ungenauigkeiten. Erste Erfolge stellen sich ein, sobald ihr im Match nicht mehr überlegen müsst, wie ihr bestimmte Aktionen bewerkstelligt, sondern nur noch, was ihr gerade tun wollt. Und dieses ″Was″ entpuppt sich als extrem breit gefächert: Die NBA-2K-Serie liefert euch von Jahr zu Jahr mehr Kontrolle über eure Mannschaft und gilt nicht umsonst als tief greifende Simulation. Auch in diesem Jahr kam wieder etwas Neues hinzu, nämlich das IsoMotion-Dribbling. Crossover, Double-Cross, Spin, Hesitation oder sogar Hesitation-Cross sind nur einige der vielen Moves, die ihr mithilfe des Z-Knopfs und des Control-Sticks auslösen könnt, um der Verteidigung den Schweiß auf die Stirn zu treiben.
Euer Spieler führt die vielfältigen Bewegungen mit sauberen Animationen aus. Ebenso gelungen ist die allgemeine Präsentation. Dank einer aufputschenden Geräuschkulisse mit pfeifenden und johlenden Fans und guten (englischsprachigen) Kommentatoren wird eine realistische Spielatmosphäre aufgebaut. Grafisch wäre jedoch mehr möglich gewesen, als die Entwickler aus der Wii herausgekitzelt haben. NBA 2K11 ist bei Weitem kein hässliches Basketball-Entlein, aber zum Schwan bedarf es insbesondere in Sachen Detailgrad weitaus mehr.
Wieder mit dabei ist die Möglichkeit, einen eigenen NBA-Rookie bis zu All-Star-Ehren zu lenken. Diesmal jedoch wird auch das Drumherum gezeigt, denn Basketball-Profis spielen nicht einfach nur Basketball. Sie stellen sich Pressekonferenzen, handeln Verträge aus und vieles mehr. Auch das regelmäßige Training steht natürlich auf der umfangreichen Zu-erledigen-Liste. Hier könnt ihr mal richtig in den Alltag eines NBA-Spielers hineinschnuppern.
Wenn ihr genug von den virtuellen Gestalten habt, messt ihr euch abseits der üblichen Offline-Modi auch online mit menschlichen Mitspielern. Das funktioniert nahezu ohne Lag und motiviert zusätzlich dank der integrierten Online-Liga. Wen das alles überfordert, der kann auch einfach in ″NBA Blacktop″ auf die Straße gehen und frei drauflostricksen, was das Zeug hält. weiter...
NBA 2K11 ist nicht ohne Mängel, aber als ernst zu nehmende Basketball-Simulation auf der Wii praktisch konkurrenzlos.
16.02.2011
Erster Patch für europäische Version
Basketball-Action in 3-D [0]
28.07.2011
PS2- und PSP-Cheats
11.07.2011
Spezialdunk-Cheats
19.05.2011
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Kommentare
Definitiv. Eine gleichwertige Alternative ist auf der Wii praktisch nicht existent.
Aber wie gesagt: Man muss sich in die Steuerung erstmal einarbeiten, sonst frustet's nur. Simulation eben. 
Nicht schlecht, ein Highlight für Wii.