11.11.2010 - Andreas Philipp
Fünf Jahre nach den Ereignissen aus dem ersten Spiel klappt mal wieder gar nichts in der Spielwelt Antaloor. Der wackere Held aus Two Worlds sitzt bei Bösewicht Gandohar im Knast und seine Schwester Kyra steckt weiterhin bis über beide Ohren in Problemen. Und Gandohar hat Pläne, die dem Rest der Welt sicherlich nicht besonders gut gefallen werden. Ausgerechnet die verhassten Orks sind es schließlich, die unseren Kämpfer aus dem Gefängnis befreien, und ihre Anführerin, die Prophetin Cassara, schickt ihn los, eine Schwachstelle des Magiers zu finden, um ihm das Handwerk zu legen. Auftakt für eine Reise, die euch durch zahlreiche Gebiete der Spielwelt führt und einige Abenteuer bereithält.
Zuerst steht natürlich die in Rollenspielen fast obligatorische Schönheits-OP an, bei der ihr eurem Helden das Gesicht eurer Wahl verpasst, mit den Einschränkungen: Mensch und männlich. Und schon findet ihr euch auf einer kleinen Insel wieder, auf der ihr erfahrt, was ihr eigentlich zu tun habt und vor allem auch wie. Denn die ersten Schritte und Aufgaben dienen als Tutorial, in welchem euch die etwas ungewöhnliche Bedienung des Third-Person-Rollenspiels nahegebracht wird.
Schnell wird dabei deutlich, dass Skill- und Charaktersystem zwar auf den ersten Blick simpel sind, euch aber eine ganze Menge Freiheiten gewähren. Es gibt nur vier Grundattribute - Gesundheit, Stärke (wichtig für Krieger), Willenskraft für die Herren Magier und Präzision, falls ihr eher auf Pfeil und Bogen steht. Das klingt sehr simpel, ist es aber nicht. Denn nach und nach entdeckt ihr Skill-Bücher, die euch weitere Möglichkeiten eröffnen.
Der Nahkampfbereich verfügt über besondere Attacken, die teilweise waffenabhängig sind. In der Magie gibt es mehrere Klassen wie Feuer, Eis oder Nekromantie und Erdmagie. Ihr könnt auch als Assassine mit Schleichen, heimlichen Attacken und Fallen agieren und nicht zuletzt als Bogenschütze Mehrfachschüsse, Gift- oder Feuerpfeile abschießen. Und es gibt noch die Möglichkeit, Handwerkskünste zu lernen und eure Widerstandsfähigkeiten aufzumotzen.
Das klingt alles nicht so sehr komplex, funktioniert aber ungemein gut, zumal als zweiter Faktor die Ausrüstung eine große Rolle spielt. Denn die Gegner sind oftmals nur auf bestimmte Art und Weise ohne großen Aufwand zu knacken. Wer sich nur auf eine Art der Magie konzentriert, wird schnell feststellen, dass er auf widerstandsfähige Brocken trifft. Auch bei den Nahkampfwaffen gibt es unterschiedliche Resistenzen. Manchen Gegnern fügt ihr mit Klingen nur kleine Kratzer zu, haut sie aber mit Schlagwaffen schnell aus den Schuhen. Andere wiederum sind anfällig für Magie, aber mit normalen Waffen kaum zu verletzen. Two Worlds II setzt nicht auf Hunderte von Skills, sondern vor allem auf Flexibilität, sicherlich auch aus dem Grund, dass die Konsolenversion schon wegen des Controllers nicht so viele Möglichkeiten bietet wie ein reines PC-Spiel. weiter...
Für mich ist Two Worlds II die größte Überraschung des Spielejahres 2010 und definitiv ein Anwärter auf das beste Rollenspiel des Jahres.
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Kommentare
Langzeittest-duchgefallen!!!
Hi Leute!Da ich dazu neige meist NACH dem durchzocken ein Comment abzugeben muß ich sagen
as Spiel ist sehr....mäßig!
ynchro der Mainchars gut(ENG, GER nicht probiert), Musik ok aber nix dolles.Leider bringt die anfangs tolle Synchro wenig bis nichts weil später einfach zuwenig gesprochen wird und wenn ist es einfach belanglos.Der Mainchar macht dadurch einfach den Einsdruck den IQ einer Kartoffel zu haben obwohl der Sprecher seine aufgabe gut macht.Aber wo kein (sinnvoller)Text zum sprechen da bringt auch der beste Sprecher nix.
tarker Anfang, schnelles nachlassen und gegen Ende ein ganz mäßiges Game.Sicher eines der besseren RPGs was man so bekommen kann aber das liegt nicht an der Stärke von TW2 sondern am derzeit schwächelnden Genre.Das Spiel ist in meinen Augen ne komplette Gurke und bekommt daher 76%!!!
Der Anfang ist wirklich nicht schlecht gemacht.Die Orks die man am Anfang trifft sind alle interressant, da hätte man viel drauß machen können.Stattdessen geht man allein auf eine Reise wo man sich öfter fragt:Was mache ich hier eigentlich??
Der Reihe nach....
Grafik:Zweckmäßig, nicht mehr.Rüstungen und Waffen wirkchen uninspiriert, große Unterschiede gibts nicht.
Das große Feature das man seine Rüstungen Färben kann entpupt sich als sehr mäßig da man nicht alles Färben kann.Das einzig sinnvolle zum färben sind Roben und Hüte, die man aber nur als Magier trägt.Kette und Leder lassen sich oft garnicht oder nur sehr wenig färben.Liegt natürlichi n der Natur der Sache, aber da war WESENTLICH mehr drin.Rein von der Performance ist das Game ok.Habe einen recht alten Rechner, das Game lief auf mittlerer Auflösung und vollen Details meist flüssig.Leider sehen die NPCs recht belanglos aus auch wenn es verschiedene Stiltypen gibt(1x z.b. Japanflair).
Sound
Balance:Zum Zeitpunkt als ich gezockt habe gab es nur 1 Patch(1.1).Obs nun anders ist weiß ich nicht aber ich finde die Balance zwischen Nahkampf und Fernkampf extrem schlecht gemacht.Habe am Anfang zur Probe alles einmal geskilled, das Game bietet mehrfach die Möglichkeit Skillpunkte wieder neu zu verteilen indem man etwas Gold zahlt und dann seine Skills verliert und alles neu verteilen kann.Nahkampf ist in meinen Augen DEUTLICH zu stark im Vergelich zum Bogen bzw. Magie.Man kann zwar lustige Dinge mit dem Kartensystem anstellen aber nicht selten kommt dem Spiel seine Mechanik und die Level-Architektur in die Quere.Magie in engen Dungeons genauso sinnlos wie Fernkampf, zuwenig Damageoutput weil der Gegner einfach zu schnell an einen ran ist.
Schlecht gebalanced sind auch die Loots, die Questbelohnungen und das Aufrüsten der Waffen.Ein Vorredner hat eine Quest angesprochen die dauert richtig lange, man muß so Gräber erforschen.Man müßte denken irgendwann nach dem gefhlt 38. Grab wartet ne tolle Belohung, ein geiler Endgegner oder sonstwas.Nein, es wartet eine eurem LV entsprechende Staniwaffe, ein viel zu schwacher Gegner und etwas Geld auf euch.Dafür habt ihr aber endlose Stunden in engen Gängen uind Labyrinthen verbracht.Da kann ich auch zum Zahnartzt gehen oder sonstwas sinnvolleres tun!!!
Fazit:Ich könnte jetzt noch das Craftingsystem oder die Loots auseinandernehmen, die immer lahmer werden Story zerpflücken oder das unglaublich grottige Ende verraten aber alles läuft auf ein kurzes Fazit hinaus
two worlds 2 ist gut, aber geht auch so - wiederum
also, das spiel ist bestimmt nicht schlecht geworden. und ich finds super, dass es technisch/spielerisch nix mehr mit dem ersten teil zu tun hat; teil 1 ist ja besonders mies gewesen. two worlds 2 werde ich vielleicht mal kaufen, wenns günstiger ist für pc. aber so als hammer, wie ich dachte, was ich bisher darüber gelesen und davon gesehen habe, hat es mich nicht besonders umgehauen. ein echt gutes game (action-rpg), aber ich warte lieber noch 'was auf dragon age 2 oder noch besser auf the witcher 2 assassins of kings, das wird mein action rpg nummer 1. weil ich the witcher 1 (enhanced edition) super finde, und nur geiles von teil 2 mitbekam, wirds blind gekauft. mein rechner braucht den 2. teil vom hexer.
mfg
OMG, 20h Spielzeit, gefühlt wie 100h, irgendwo in Kapitel 2 und ich weiß nicht wie ich mich noch mehr fadisieren könnte. So ein uninspirierendes Spiel hatte ich schon lang nicht mehr. Quests zum Abwinken, man trifft ja auch permanent auf Leute die überhaupt keinen Bezug zur Geschichte haben oder wenigstens eine gute auf Lager hätten. Nur viel Bla und nix dahinter außer paar Monster oder Biber platt zu machen. Gähn. Alleine das Ergebnis vom Runenquest war der absolute Überhammer.
.
Wenn ich das Spiel in die Ecke hau und verstaubt, hat es wenigstens was mit dem Inhalt gemeinsam
angenehm ueberrascht
Also ich war nach einigen videos eher skeptisch. Um so angenehmer war ich ueberascht, als ich nach dem - infantil inszenierten - Ausbruch endlich frei durch die Welt ziehen konnte und tatsaechlich Entdecker-Feeling aufkam.
Die Grafik, sprich Texturen, sind in den meisten Faellen doch sehr scharf und detailreich; da habe ich in ME1/2 viel unangenehmere udn stoerende Texturen zu ertragen. Die Quests und vor allem die ganzen Nebenquests, geben der Welt doch etwas lebendiges und treiben vor allem voran. Und das gepaart mit der Ausruestungsvielfalt und deren Verbesserungen hat mich ueber die Schwaechen hinwegsehen lassen. Die Schwaechen, wie Interface, Steuerung (grausam) und wenig individualiserbarer Charakter wiegen in der Summer nicht so schwer, als das ich der ganzen Veranstaltung weniger als 80% geben wuerde!
Die zunehmende Multiplattformentwicklung von Spielen hat halt seinen Preis.
Im uebrigen war die deutsche Vertonung in diesem Spiel wirklich recht gut und weit besser als die englische. Was bis dahin imho noch kein Spiel dieses Genres geschafft hat. Zwar noch lange nicht so gut wie ein ME im englischen, aber das macht richtig Hoffnung!
Ich haette deine Quelle wohl doch lesen sollen.
Mich wundert ein wenig dass sie es nicht schaffen verschiedene Quests/Gegner/was auch immer fuer das gleiche Gebiet zu integrieren, wenn sie es schon nicht schaffen verschiedene Welten fuer SP und MP zu erstellen. Klingt nach einem ziemlich grundlegenden Designschnitzer.
Aber ist immerhin nicht der Einzige und somit ist das ganze konsistent. 
@eronix: Ich verstehe unter Herausforderung etwas anderes als vor einer elendig langsamenden kriechenden Riesenameise davon zu laufen, mich in 20m Entfernung hinzustellen und mit irgendetwas drauf zu schiessen, sei es nun mit Pfeil und Bogen oder einem Zauber. Und das ganze 1-2min lang. Wenn ich wenigstens noch etwas anderes machen muesste, z.B. verschiedene Skills zu benutzen um sie aufzuhalten/zu verlangsamen. Und Fallen habe ich noch nicht, wobei ich auch nicht vermute dass es einen grossen Unterschied machen wuerde. (Selbst die Wildschweine waren eine groessere Herausforderung, nur sind diese schneller gestorben.)
Das Problem beim Reiten ist weniger die Steuerung, sondern die Tatsache, dass man mit dem Gaul an allem Möglichen hängenbleiben kann und das Vieh aus manchen Engen nur schwer herauszumanövrieren ist. Mit einer präzisen Steuerung hat das nichts zu tun...
Kombiniert mit der Tatsache, dass man wegen jedem Dialog und jedem Gegner jedesmal ab- und anschließend wieder aufsteigen muss, dabei oftmals eher gegen das Pferd springt, weil die Sprung- und die Interaktionsfunktion AUF DER SELBEN TASTE liegen, ist das ein super Rezept für Frust. Auch, das man den Gaul nicht durch den Teleporter mitnehmen kann... oder ich zumindest nicht herausfinden konnte, wie das gehen soll.
IMHO alles schlecht durchdacht. Hätte man sich eigentlich auch sparen können - kämpfen kann man zu Pferde nicht, Teleporter sind zahlreich genug und selbst zu Fuß ist man schon recht zügig unterwegs... für kurze Strecken vom Teleporter zum Ziel absolut ausreichend und weit weniger frustrierend als mit dem Pferd zu kämpfen.
Also als herausfordernd sehe ich sie nicht an. Im Grunde genommen ist es stupides davor weglaufen und darauf schiessen (oder man stellt sich auf einen Felsen wo sie nicht hoch kommt). Da war sogar jede Form von 'kiten' in WoW anspruchsvoller...
Also gerade die Ameisenviecher sind zu Beginn sehr stark, also fordern sie einen heraus. Klar, weg- und anrennen ist eine Methode. Fallen, Bomben oder Magie sind andere - sofern man schon etwas davon einsetzten kann. Aber auch das ist zu Beginn möglich. Seine Waffen soweit wie es geht aufzuwerten ist eine weitere Methode.
Fakt ist, zu Beginn ist es definitiv schwerer als im weiteren Verlauf des Spiels.
btw, stellt euch beim Reiten doch nicht so an, wer sich in Gedanken ein RDR Verhalten wünscht und flucht das es nicht enthalten sei, wird eh nicht glücklich. Wie schon erwähnt, benutzt nur die W-Taste und mit der Maus und der RM lässt es sich analog sehr gut reiten. Auch wenn Sprünge zuweilen etwas unharmonisch ausschauen.
Geht ja nicht - die unzugänglichen Regionen auf der vermeintlichen Hauptinsel, die sich nun als Luftnummer entpuppt hat, werden von den schlauchartigen Multiplayer-Missionen benutzt... mit den Worten von Dirk P. Hassinger, Zuxxez' diplomatisch versiertem CEO:
Wenn man Eikronas also mit DLC nach und nach freischalten würde, müsste man ja dann nach dieser verqueren Logik die Multiplayer-Missionen irgendwo anders platzieren...
... ich wär' ja echt gern bei dem Meeting dabeigewesen, wo diese Entscheidung gefällt wurde ... was die da alles geraucht haben müssen, um das für 'nen guten Einfall zu halten ...
Das Gebiet ist doch dann perfekt dafuer geeignet mit DLCs befuellt zu werden.

Ich finde es sehr interessant wie verschieden die Ansichten zu dem Spiel sind. Die einen sehen da eine hohe Wiederspielbarkeit, eine grosse lebendige Welt, gute Quests, Story, Kampfsystem, Steuerung, etc. und die anderen... naja, eher weniger.
Sind die einen zu anspruchsvoll, die anderen zu anspruchslos oder ist es etwas ganz anderes?
Also als herausfordernd sehe ich sie nicht an. Im Grunde genommen ist es stupides davor weglaufen und darauf schiessen (oder man stellt sich auf einen Felsen wo sie nicht hoch kommt). Da war sogar jede Form von 'kiten' in WoW anspruchsvoller...
Ich bin grad ein wenig fassungslos, nachdem ich über diesen Thread im offiziellen Forum stolperte:
Eikronas largely unused
Zusammengefasst für alle, die des Englischen nicht mächtig sind: die größte Insel des Spiels, die prominent im Zentrum der Karte liegt und sogar mit diversen Icons versehen ist, ist bis auf einen klitzekleinen Teil der Landmasse überhaupt nicht begehbar! Lediglich die kleine Sumpfregion bei "Tir Geal" lässt sich erkunden - der Rest der Insel ist Sperrgebiet und lässt sich bestenfalls eingeschränkt und umständlich mit dem Boot erreichen. Aber wozu auch? Es gibt dort keine Quests, keine Dungeons, kaum Gegner, eigentlich GAR NICHTS...
Kundenverarsche hoch drei? Selten so was dreistes erlebt...
Da stellt sich mir sofort die Frage, was eigentlich im Gameswelt-Test schiefgelaufen ist? Wie weit wurde denn gespielt? Im Test steht wörtlich:
Welche Regionen sind denn da gemeint? Soweit ich nun gelesen habe, hat man nach Neu-Ashos bereits den Großteil des Spiels hinter sich gebracht und wenn die Karte nicht unvollständig ist, gibt es eigentlich NUR NOCH Tir Geal als neue Region...
Wieso findet dieser "Betrug" im Test keine Erwähung? Keine 20-30h Zeit zum Durchspielen der Haupthandlung gehabt? Bei einer so guten Bewertung hätte ich das eigentlich erwartet...
ich persönlich find es auch schwer meinen helden wirklich zu mögen.. schon allein die ganzen sprüche, das erinnert sehr an einen b-movie. ich denke "rollenspiel light" ist eine sehr passende beschreibung.
Habs nun ein paar Stunden weit gespielt und kann den Test ebenfalls beim besten Willen nicht nachvollziehen. Wie andere schon erwähnt haben, ist es nicht schlecht... aber 89%? Kann ich mir nur mit Deutschland-Bonus erklären, weil's eben ein deutscher Publisher ist, dem ein deutsches Magazin wie Gameswelt eben die ganzen Macken großzügig durchgehen lässt...
Vorweg: technisch hat es mich überzeugt. Die Grafik ist schick mit dichter Vegetation, großer Weitsicht und netten Animationen. Es gibt ein paar Popups zu viel und die eher niedrig aufgelösten Texturen halten einer genaueren Betrachtung oft nicht lange stand, aber der Gesamteindruck ist stimmig und die Performance ausgezeichnet.
Aaaaaber... inhaltlich? Die Spielwelt wirkt arg generisch: große, offene Gebiete mit locker verteilten Gegnergrüppchen, die dann fröhlich gegrindet werden dürfen... wirklich etwas interessantes zu entdecken oder bemerkenswerte Locations gibt es hingegen kaum. Es fehlt auch merklich an Orientierungspunkten - die zahllosen Hügel, Bäume und Felsen sehen letztlich fast überall gleich aus und wirken wahllos in der Landschaft verteilt. Eine große offene Welt ohne lebendigen, glaubwürdigen Inhalt... nur bevölkert von geparkten Monstern, die nur darauf warten, von mir erschlagen zu werden.
Die Dialoge laufen meist auf Autopilot - Wahlmöglichkeiten, mit denen ich den Verlauf des Abenteuers und die Zeichnung meines Charakters mitbestimmen kann, sind akute Mangelware... mehr als "Rollenspiel Light" wird da nicht geboten. Immerhin sind die Quests einigermaßen kreativ geschrieben, auch wenn es zumeist trotzdem auf die genre-üblichen, abgenutzten Bringe-, Hol- und Töte-Aufgaben hinausläuft.
Völlig unverständlich sind mir die diversen Designschnitzer: z.B. praktisch das gesamte Interface. Icons bei den Item-Beschreibungen werden nirgendwo erklärt, das Inventar ist dank der bildschirmfüllenden Items völlig unübersichtlich, in den gespeicherten Waffensets ausgewählte Items werden nicht markiert (so dass man beim Verkaufen/Zerlegen ganz schön aufpassen muss), das wegen des kleinen Inventars etwa alle 5 Minuten notwendige Zerlegen vieler Items in Folge ist unglaublich mühsam und klick-intensiv, in hektischen Kämpfen rennt man regelmäßig aus dem Sichtbereich der Kamera heraus oder die Kamera wechselt plötzlich in eine cineastischere Perspektive, weswegen man des öfteren danebenhaut, usw.
... und überhaupt ...
... das Kampfsystem? Stupides Dauerklicken in Diablo-Manier.
... die Questmarker hätte man sich fast sparen können - auf der Minimap sind sie unbrauchbar, da unbeschriftet und nicht auseinanderzuhalten und auf der großen Karte muss man erst mal die blauen Pins und roten Kreuze mühsam den entsprechenden Quests zuordnen können. Wenn man sich wenigstens auf Hinweise in Dialogen verlassen könnte, aber entweder gibts diese erst gar nicht oder die Richtungsangaben stimmen nicht oder sind so wage, dass man ohne Questmarker überhaupt nicht zurecht kommt.
... wer auch immer auf die Idee gekommen ist, die Sprung- und Interaktionsfunktion auf dieselbe Taste zu legen, gehört an die Wand gestellt ... ich weiß gar nicht, wie oft ich in den wenigen Stunden über Kisten rübergesprungen bin, die ich eigentlich öffnen wollte
... das Balancing ist nicht nachvollziehbar - wie Scherub schon sagte: Nashörner sind selbst mit niedrigem Level keine ernsthafte Gefahr, aber Ameisen bringen dich mit ein bis zwei Schlägen um und stecken Unmengen an Schaden ein...
... die Steuerung der Pferde gleicht einem Verbrechen an der Menschheit. Gut, der erste Teil war ungepatcht noch schlimmer... aber das ist nicht unbedingt ein Kompliment. Red Dead Redemption oder Assassins Creed zeigen, wie es richtig geht - bei Two Worlds 2 bleibe ich hingegen ständig irgendwo hängen oder habe Probleme, in die richtige Richtung zu lenken.
Die Liste ließe sich beinahe beliebig fortsetzen - an allen Ecken und Enden gibts es größere und kleinere Ungereimtheiten, die einfach kein schlüssiges Gesamtbild abgeben. Es mangelt massiv an der Art Feinschliff, die Bioware-RPGs nahezu perfektioniert haben - ob man sie nun mag oder nicht... an derartigen Kinderkrankheiten haben Dragon Age oder Mass Effect nie gelitten.
Zur Story- und Questqualität halte ich mich jetzt lieber etwas zurück, da ich eben nur ein paar Stunden spielen konnte - vom Hocker gehauen hat es mich in dieser Hinsicht zwar noch nicht, aber das mag ja durchaus alles noch besser werden.
Was mir schlussendlich fehlt ist der RPG-Teil. Man hat zwar eine große Auswahl an Ausrüstungsgegenständen und Talenten und hat diesbezüglich viele Individualisierungsmöglichkeiten, aber das gibts auch in einem Diablo... und Diablo betrachte ich nicht als legitimes Rollenspiel, sondern als einfachen Dungeon Crawler. Bei Two Worlds 2 habe ich vielmehr das Gefühl, ein Fantasy-Action-Spiel zu zocken, als dass ich mich tatsächlich wie in einem Rollenspiel aufgehoben fühle - weder kann ich der Persönlichkeit meines Protagonisten noch der eigentlichen Handlung meinen eigenen Stempel aufdrücken... und das ist eigentlich, was mir an RPGs am wichtigsten ist.
Schade eben nur, dass dem Kunden vorher nicht erläutert wurde das die größte Insel im Spiel für MP und SP genutzt wird. Nach einem Blick auf die beiliegende Karte, hat man nämlich den Eindruck bekommen, die ganze Insel sei im SP frei erkundbar. Tatsächlich sind es nur wenige Bereiche.
Ansonsten ist es bisher (17h Spielzeit/ 1. Insel) ein richtig gutes OW-RPG, von denen es nicht viele gibt. Die Grafik ist nicht nur stimmig sie schaut einfach nur klasse aus. Kein Vergleich zu Risen und Arcania. Quests, bisher sehr abwechlungsreich, von Nebenquests bis hin zur Hauptquest. Manchmal mehrschichtig und sogar zusammenhängend. Dialoge und Vertonung derer sind top. Viele bekannte Stimmen die nicht klingen als hätten sie Satzbausteine eingesprochen. Crafting und Magiesystem sind eine echte Bereicherung für das Genre. Wobei mir letzteres auch schon im ersten Teil gefallen hat. Die Charaktergestaltung lässt einem viel Raum für Entfaltung. Das Kampfsystem ist okay. Aktives blocken ja - aber nur mit der Waffe. Wobei ich AB immer mit einem Schild in Verbindung gebracht habe, nungut. Kämpfe sind aber leider nur zu Beginn eine Herausforderung, Stichwort: Riesenameisen. Aber es endet zum Glück nicht mehr in so einem Gefuchtel wie im ersten Teil.
Das Reiten wurde leicht aber effektiv verbessert im Vergleich zum Vorgänger - gut so. Steuerung mit einer Taste (W) und der Maus geht leicht und unkompliziert von der Hand.
Die Dungeons, die haben mich mit am meisten Beeindruckt. Fast keiner sieht so aus wie der andere, klar das Teile auch in anderen Höhlen wiederverwendet werden aber die vielfalt gerade im Aussehen ist spitze. In Punkto Atmosphäre und Details hat TW2 die besten Dungeons seit langem! Nicht wie bei TESIV wo jeder aussieht wie der andere - gääähn.
Die restliche Soundkulisse ist okay. NPC beleben die Städte und Dörfer, leider fehlt bei allen Händlern die Gesichtsanimation während sie mir ihren Warenbestand entgegen brüllen. Ist verschmerzbar, hätte aber die Atmo noch bereichert. Allerdings hätte ich mir auf den Strassen oder in der Pampa ein paar fahrende Händler gewünscht oder Steuerkutschen oder Transporte von Gefangenden. Einfach nur um alles noch belebter aussehen zu lassen.
Tja, und die gelegentlichen Aussetzer der Gegner K.I., die schon erwähnt wurden, können vorkommen - mich stören sie nicht. Und überhaupt ist die Vielfalt an Gegnern recht beachtlich. Von Tieren über Hybriden bis zu anderen Menschen/ Geistern etc. ist alles vertreten. Sicherlich gäbe es noch ein paar Kleinigkeiten die man verbessern könnte, die aber für den Spielfluss an sich eher unerheblich sind.
Ein Patch wurde ja bereits angekündigt - mal schauen. Ansonsten ein richtig tolles RPG mit Fantasy Setting. Das beste seit gut 3 Jahren...und was zu dem Zeit erschien, können sich vielleicht einige denken.
Ich kann mich dem Test eigentlich nur anschließen. Ich spiele es seit dem Release am 09.11 und finde es hammergeil. Das Storytelling ist klasse, die Side Quests sind Sahnestücke. Mir sind in keinem anderen Rollenspiel Sidequests mit solcher Tiefe begegnet... und es gibt massig davon. Das Crafting und das Magiesystem sind wirkliche Innovationen, das Spiel macht insgesamt einen riesen Spaß. Stimmt, einige Gegner verhalten sich etwas dämlich, aber damit kann ich vorerst leben. Reality Pump wird das wohl in den nächsten Tagen nachpatchen. Weiter so Gameswelt und danke für den Test.
Hi Leute,
ich spiele jetzt seit ein paar Tagen dran und muss mich anschließen. Die Wertung ist nicht nachvollziehbar wie ich finde. Es ist nicht schlecht, aber es ist teilweise schon echt... arm. Die Story is flacher als die herbstlichen Pfützen draußen, Freiheit ja, Dialogfreiheit nein usw. Mich stört enorm die Steuerung, die ersten Stunden dachte ich in gucke Cloverfield so schwappt und schwuppert die Kamera. Ein Hochseefischer Game? Vor laute Blureffekt wir einem auch komisch...naaaja. Und die Vertonung ist gut, aber nur weil man sich an miese deutsche Synchros gewöhnt hat... ständig Wilson von Dr. House zu hören nervt auch auf die Dauer.
Die KI ist strunzedämlich und die fehlende Orientierung sowohl auf der Karte, als auch bei Gegenständen, Symbolen usw. sind m.E. eine blatante Frechheit.
Aber komischerweise liegt mein Fable III seither inner Ecke.
Nach diesem Test bin ich leider auch enttäuscht vom Spiel selbst.
Komisch aber wahr - ich sehne mich irgendwie nach Risen... (nicht steinigen)
Trotzdem. DANKE FÜR VIELES GAMESWELT und ANDREAS
Ps: Eben wurde das Game gepatched. Mal sehen, wie sich's jetzt spielt. Was da gemacht wurde gibt google auch nicht her :/
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