07.10.2010 - Andreas Philipp
Das Spiel beginnt etwa 150 Jahre in der Zukunft in einer weitgehend zerstörten Welt, die von Mechs bevölkert wird, die immer noch ihre Hauptdirektive befolgen: die Menschheit versklaven und vernichten. Unser Held Monkey, aufgewachsen in den Wäldern, findet sich an Bord eines Raumschiffs wieder, auf dem Sklaven in eiförmigen Zellen gehalten werden. Eine schlechte Ausgangslage, doch bietet sich eine Chance, als eine junge Dame aus einer Zelle ausbricht und ordentlich Chaos anrichtet. Dadurch entkommt Monkey zwar seiner Zelle, allerdings schmiert der Kahn ab und stürzt auf New York zu.
In letzter Sekunde kann Monkey sich retten, hat allerdings ein neues Problem: Die liebe Dame, die sich Trip nennt, will in ihr 300 Kilometer entferntes Heimatdorf. Allerdings ist ihr klar, dass sie den Weg durch das mit Mechs verseuchte New York allein nicht schaffen kann. Also verpasst sie Monkey ein Sklavenstirnband, das ihr die Möglichkeit gibt, Monkey unter Kontrolle zu halten, und ihm einige gute Gründe, ihr zu helfen. Vor allem den, dass Monkey durch das Stirnband stirbt, wenn Trip nicht überlebt.
Das bildet den Auftakt für eine Zweckpartnerschaft zwischen zwei sehr ungleichen Charakteren, die aber im Verlauf des Spiels immer mehr zueinanderfinden. Monkey ist ein ungehobelter, muskulöser Wilder, während Trip sich als sensible und etwas ängstliche Technikerin entpuppt. Zusammen schlagen sich die beiden durch die verwüstete Stadt, um schlussendlich den Weg nach Westen anzutreten. Der allerdings ist mit reichlich Gefahren und einigen unangenehmen Überraschungen gepflastert. Mehr wollen wir auch gar nicht verraten, denn die Geschichte ist spannend und gut erzählt.
Das Spiel selbst ist ein Third-Person-Action-Adventure und besticht schon auf den ersten Blick durch seine Präsentation. Die Endzeitumgebungen, allen voran das mittlerweile von Pflanzen überwucherte New York, zeigen sich farbenfroh und ausgesprochen einfallsreich gestaltet. Einige großartige Panoramablicke laden dazu ein, sich ein wenig in der Welt umzuschauen. Die Möglichkeit wird allerdings nur begrenzt geboten, denn Enslaved ist ein linear gestaltetes Spiel, was aber nie störend auffällt.
Auf den ersten Blick fallen allerdings auch technische Schwächen auf. Leichte Verzögerungen beim Laden der Texturen, gelegentliches Tearing, einige matschige Texturen und andere Unsauberkeiten stören den schicken Anblick, den Ninja Theory mithilfe der Unreal-Technologie auf den Bildschirm zaubert. Die PS3-Version kommt dabei einen Tick schwächer daher als die Xbox-360-Variante. Man vergisst das aber genau dann, wenn man die ersten Zwischensequenzen genossen hat, bei denen die Entwickler zeigen, was sie können, und zwar sowohl in technischer als auch gestalterischer Sicht. weiter...
Spielerisch wird zwar im Grunde nur gehobenes Mittelmaß geboten, aber das in einem mehr als gefälligen Gewand aus Fantasie, Einfallsreichtum und ganz viel Herz.
Enslaved: Odyssey to the West - Preview [1]
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Kommentare
Die Seite heisst gameswelt und nicht pr0nworld also ich bitte um Diskretion.
ja das mit Penetration find ich auch erste Sahne
SCNR.
Den Titel werde ich auf jeden Fall im Auge behalten und mir vielleicht später holen. Zurzeit kommen wieder viele interessante Titel heraus.
Gleiches gilt auch für Castlevania.
Für PC??
Für PC kommt das Ding nicht, oder?Wär schon etwas was mich interressiert aber ich hab meinen PC aufgerüstet statts mir ne PS3 zu holen.....
werd ich nicht holen. ich bin nicht so der story typ, brauche mehr action
bitte löschen
Die westliche Penetration des chinesischen Klassikers "Die Reise nach Westen" wurde besser umgesetzt als ich erwartet hatte, jedoch hätte ichs lieber gehabt, wenn eine anständige Version von Dragonball realisiert worden wäre.
Ich hol's mir günstig aus UK, hat auch deutsche Sprachausgabe. Geiles Mädel was da mit uns durchs Land zieht.
Schon die Demo hat mich verzückt. Wird so bald als möglich gekauft! Lieber eine gute herzergreifende Geschichte, die z.T. halt mit grafischen Schwächen daherkommt als ein Grafikprotz ohne Inhalt!