07.10.2010 - Christian Schmitz
Erste Eindrücke lassen eher einen postnuklearen Winter befürchten. Die Geschichte hinter Quantum Theory zusammenzufassen, ist schon eine kleine Herausforderung, denn besonders anfangs ist alles zu wirr erzählt. Zu viele blasse Charaktere ohne offensichtliche Daseinsberechtigung werden aufgefahren, zu unlogisch und teilweise sogar stümperhaft wird das Ganze präsentiert - was unweigerlich zu zwei unterschiedlichen Verhaltensweisen beim Spieler führen wird: Entweder die Konsole wird zugunsten eines entspannenden Spaziergangs ausgeschaltet, um die konfusen Ereignisse zu verarbeiten, oder man lässt sich auf den unheimlich hohen Trash-Faktor ein. Man sieht über unübersehbare Mängel hinweg und kommt in den Genuss des wirklichen guten Schlussspurts der sechs- bis achtstündigen Story-Kampagne, die komplett mit englischer Sprachausgabe und deutschen Texten versehen wurde.
Als grimmiger, wortkarger Krieger Syd kämpft ihr euch in einer zerstörten Welt zu einem der mysteriösen Türme vor, die bedrohlich über den verfallenen Ruinen der menschlichen Kultur emporragen. Diese Türme sind nicht nur vollgestopft mit widerlichen Monstern und Mutanten, sondern wollen gar die restliche Menschheit ausmerzen. Und zwar durch einen unangenehmen Virus namens Diablose, der mit besonders fiesen Nebenwirkungen antritt. Nachdem seine Kameraden mehr oder weniger ehrenhaft im Kampf gefallen sind, trifft Syd auf Filena, die auf irgendeine Weise mit den Bauwerken verbunden ist.
In dreizehn Kapiteln, die besonders zu Beginn strikt linear sind, ballert sich Syd von Raum zu Raum. Dabei nutzt er das allseits bekannte Deckungssystem und kann bis zu drei Waffenarten gleichzeitig sowie allerhand Munition mit sich herumschleppen. Beides muss beim Darüberlaufen noch per Steuerkreuz aufgenommen werden und reicht vom Standardrepertoire, wie Schrotflinte oder Maschinengewehr, bis hin zu Ausgefallenem, wie Kreissägenwerfer und Partikelbeschleuniger. weiter...
Bei all den unübersehbaren Fehlern werden nur beinharte Trash-Anhänger mit mehr als nur einem theoretischen Quantum Toleranz ihre Freude finden.
Quantum Theory - TGS 2010 Trailer
Der Trailer von der japanischen Messe [0]
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Kommentare
War zu erwarten
Tja, wenn sie das schnelle Geld machen wollen sollen sie doch ein Fitness-Spiel für die Wii bringen. Aber so wird das nix. Ein Japano-Gears-Klon der ALLES schlechter macht als das Original und zudem noch eine Grafik bietet die 3 Klassen unter einem Heavenly Sword von 2007 ist wird da nicht viel reissen..
Also für mich sieht das aus wie Gears of War für PS2 - so rein grafisch!
Könnte ja mal für 5 Franken reinschauen, ansonsten kauf ich mir das Teil sicher nicht.
Ich frage mich sowieso wie heute auf dem so umkämpften Spielemarkt noch solche Gurken rauskommen können? Sollte da nicht jeder Entwickler mit grösstem Ehrgeiz das Beste machen wollen?