19.09.2010 - Andreas Ludwig
ATIs Radeon HD 5750 und vielleicht auch der HD 5770 sollten auf jeden Fall die Knie zittern. Genau sie sind es, die eine GTS 450 auf ihrer Abschussliste führt. Wie ihre roten Kontrahentinnen will die Geforce moderne Spiele bei Auflösungen zwischen 1.280 x 1.024 und 1.680 x 1.050 flüssig darstellen, also eine Etage unter der zweifelsfrei stärkeren Schwester GTX 460. Und selbst wenn die GTS 450 weniger Leistung als eine HD 5770 ausspuckt: Erfahrungsgemäß schenken sich die direkten Gegenspieler wenig. Ein Preiskampf bricht also mit hoher Wahrscheinlichkeit zu euren Gunsten aus.
Für die Mission Mainstream legt sich die High-End-GPU GF100 zum zweiten Mal unters Messer. Nach ihrer ersten erfolgreichen Operation sprang der abgespeckte GF104-Chip für die GTX 460 vom Tisch, jetzt folgt ihm der nochmals gekürzte GF106 in die weite Welt. In erster Linie schneidet Nvidia weitere Bauteile zur Kostenreduzierung weg, wobei das Verhältnis zwischen Shader- und Textureinheiten (ALU zu TMU) genauso wie beim GF104 bleibt. Seine Transistoren reduzieren sich hingegen von 1,95 (GF104) auf 1,17 Milliarden. Außerdem radiert die Grafikschmiede wieder einen vollständigen Graphics-Processing-Cluster (GPC) weg, womit unterm Strich nur noch ein vollwertiger mit vier Streaming-Multiprozessoren (SMs) übrig bleibt.
(Zum Vergrößern auf die Tabelle klicken)
Auf den Punkt gebracht bedeutet das: Die GTS 450 wirkt fast wie eine halbierte GTX 460. Zumindest auf dem Papier. Das bestätigen auch die 192 statt 336 Shader-Einheiten (CUDA-Cores genannt) und 32 statt 56 Textureinheiten. Dafür flitzen die GPU- und Shader-Prozessoren mit 783/1.566 statt der 675/1.350 MHz einer GTX 460 über die Platine. Selbst 1.024 MB GDDR5-Speicher hausen auf der bisher kleinsten Fermi, wobei der Einschnitt von einem 256- auf ein 128-Bit-Speicherinterface deutlich ausfallen dürfte. Bei hohen Auflösungen und Anti-Aliasing macht sich dieser Unterschied definitiv bemerkbar. Wenigstens taktet der Videospeicher weiterhin mit den vollen 3.600 MHz.
Die positiven Seiten des Muskelabbaus zeigen sich beim Stromhunger. Waren es bei der GTX 460 mit 768 MB noch 150 Watt (1.024 MB: 160 Watt), sinkt die maximale Leistungsaufnahme (TDP) auf 106 Watt. Im Betrieb auf der Windows-Oberfläche, also dann, wenn der Stromsparmodus greift, schrumpft die TDP wie bei den anderen Geschwistern auf 30 Watt zusammen. Als Versorgung reicht ihr daher eine einzelne 6-Pin-Pipeline direkt zum Netzteil. weiter...
Nvidia greift endlich im Mainstream-Markt ein. Im Grunde genommen macht die Geforce GTS 450 alles richtig, muss sich aber der gleich teuren Radeon HD 5770 geschlagen geben. Einer HD 5750 kann sie hingegen das Wasser reichen.
24.09.2010
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Kratzen, beißen, an den Haaren ziehen: 2010 hatten sich AMD und Nvidia mächtig in der Wolle. 2011 stänkern...
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Kommentare
Also ich habe die GTS 450.Bin voll zufrieden damit.Kann Crysis fast in voller Auflösung spielen.
Jep, das ist auch meine Antwort...!
MSI R5770 Hawk
Die Benchmarks innerhalb eines Tests können nur schwer mit anderen Eindrücken außerhalb des Artikels verglichen werden. Wir haben in den Spielen sehr anspruchsvolle Passagen ausgewählt, um die Karten wirklich zu fordern und sie an ihre Grenzen zu bringen. Wenn du z.B. eine weniger anspruchsvolle Passage gewählt hast und sie mit unseren Benchmarks vergleichen willst (was wie gesagt schwer ist), kannst du im selben Spiel locker doppelt so viele FPS erreicht haben. Andere Faktoren (andere Treiber, Grafikeinstellungen usw.) kommen da auch noch hinzu.
MSI R5770 Hawk
Bei den Benchmarks habt ihr die Standard ausführungen getestet? Meine Hawk schneidet deutlich besser ab! Auch bei Temp. 33C Windows und 65C max. Spiele.
Ich warte jetzt mal in Ruhe die 6000er Reihe von AMD ab und dann auf die Antwort von Nvidia.
immerhin 50% teurer als eine äquivalente ATI-Karte. Ist nicht gerade überzeugend. *Halbzeitton aus dem Eishockestadion*