03.09.2010 - Simon Holthausen
Das klingt nach einem furiosen Finale - und das ist es auch. Bereits der Beginn des Spiels ist ungewohnt. Normalerweise begrüßt uns die eingängige Titelmelodie, dieses Mal jedoch gibt es dramatische Orchestertöne und einen riesigen Max zu sehen, der die Stadt verwüstet. Es gibt nur einen Weg, ihn aufzuhalten: Sam muss mit einem kleinen Team in den Körper von Max eindringen und von innen die dunkle Materie beseitigen, die sich als riesiger Tumor in ihm befindet. Entwickler Telltale fährt zum Staffelfinale nochmals alle bekannten Serienstars auf, sogar die Alleskönnerin Sybill ist mit von der Partie. Sie ist zwar im dreizehnten Monat schwanger mit der lebenden Steinstatue von Abraham Lincoln, doch das hält sie nicht davon ab, Sam zu helfen.
Auf der Hälfte der fünften Episode klärt sich außerdem auf, wer hinter den ganzen Verbrechen und angeblichen Zufällen steckt - eine überraschende Enthüllung, die sich allerdings bereits zu Beginn der Episode andeutet. Bis zur Hälfte der Episode dauert es leider nur gute zwei Stunden. Das Niveau der Rätsel ist nämlich nicht gestiegen. Noch immer habt ihr höchstens drei Gegenstände im Inventar, noch immer ist des Rätsels Lösung maximal einen Bildschirm weiter, noch immer müsst ihr nicht sonderlich um die Ecke denken. Es bleibt dabei, Sam & Max ist vor allem etwas für die Lachmuskeln und nicht fürs Hirn.
Aber das so richtig: Die Dialoge sind nach wie vor das Highlight der Adventure-Reihe, auch wenn Sam in diesem Abenteuer etwas ernster wirkt. Zudem hat man manchmal das Gefühl, dass der Synchronsprecher gewechselt wurde, die Stimme klingt jedenfalls etwas anders. Das tut der Atmosphäre aber keinen Abbruch und die anderen Sprecher erledigen ihren Job tadellos. Besonders gelungen ist dieses Mal die Musikuntermalung, die, wie es sich für eine finale Episode gehört, besonders dramatisch ist und Fusion Jazz mit Orchesterklängen mischt.
Die Grafik kann da nicht mithalten. Verwaschene Texturen, von denen es nicht einmal sonderlich viele gibt und detailarme Models sind kein Augenschmaus. Trotzdem sind die Hintergründe gelungen - ein besonderes Highlight ist es, wenn wir in Form des Monster-Max durch New York stapfen.
Mit The City That Dares Not Sleep kommt die nunmehr dritte Sam & Max-Staffel zu einem würdigen Ende.
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Kommentare
sind da 75% nicht n bissle wenig? ich muss zugeben ich habe bisher nur 4-5 episoden der ersten staffel gespielt und die fand ich schon super. sam&max ist ganz klar referenz für mich
Nein, für mich sind 75% "gut". Und bei "gut"+toller Humor heißt das für mich: Ich freue mich auf die nächste Staffel.
"Ich jedenfalls freue mich schon auf eine mögliche nächste Staffel mit dem tierischen Detektivduo."

sind da 75% nicht n bissle wenig? ich muss zugeben ich habe bisher nur 4-5 episoden der ersten staffel gespielt und die fand ich schon super. sam&max ist ganz klar referenz für mich