19.07.2010 - André Linken
Als die Testmuster von Transformers: Kampf um Cybertron in der Redaktion eintrafen, wanderten unsere Mundwinkel im gleichen Maß nach unten, wie sich unsere Augenbrauen hoben. Ein Lizenzspiel - und noch dazu mit den Transformers? Ganz ehrlich: Wir hegten die schlimmsten Befürchtungen, da uns in der Vergangenheit Lizenzspiele so manch negatives Erlebnis beschert hatten. Doch wir wurden erfreulicherweise eines Besseren belehrt und verbrachten einige unterhaltsame Stunden mit dem Spiel.
Bei Transformers: Kampf um Cybertron handelt es sich um ein lupenreines Action-Spiel, das ungefähr in dieselbe Kerbe schlägt wie die hierzulande indizierte Shooter-Serie von Epic Games. Im Vordergrund stehen unzählige Gefechte gegen riesige Gegnerhorden, bei denen ihr kaum Zeit zum Verschnaufen habt. Übrigens ist das Spiel nicht etwa an die Kinofilme von Regisseur Michael Bay, sondern vielmehr an die älteren Comics angelehnt - sowohl inhaltlich als auch stilistisch. So dreht sich alles um den Kampf, der auf dem Heimatplaneten der Transformers tobt, bevor es Optimus Prime & Co. auf die Erde verschlägt.
Die Handlung ist in insgesamt zehn Kapitel unterteilt, die ihr zur Hälfte aufseiten der „bösen" Decepticons und zur Hälfte mit den Autobots durchlebt. Für welchen Strang ihr euch zuerst entscheidet, liegt in eurer Hand. Allerdings empfehlen wir euch, mit der Fraktion der Decepticons zu beginnen, da euch nur so alle Hintergründe und Wendungen in chronologischer Reihenfolge serviert werden. Das kommt dem Verständnis sehr zugute. Cineastische Höhepunkte solltet ihr von der Handlung - einigen interessanten Wendungen zum Trotz - nicht erwarten. Dennoch ist es spannend genug, um die Missionen gekonnt miteinander zu verbinden und einen Effekt à la „Wie geht das nun weiter?" zu erzielen.
Das ist alles auch eher nebensächlich, denn bei Transformers: Kampf um Cybertron steht ganz klar die Action im Vordergrund. Egal ob Autobots oder Decepticons: Ihr zieht stets mit einer Dreiergruppe von Robotern in den Kampf. Davor wählt ihr aus, in welche Blechhülle ihr schlüpfen wollt. Diese Wahl ist nicht ganz unwichtig, denn immerhin bietet jeder Charakter andere Werte in Kategorien wie Panzerung oder Schnelligkeit.
Zudem verfügen die Transformers natürlich über ihre bekannte Wandlungsfähigkeit. So kann sich Starscream beispielsweise in einen Jet transformieren, während aus Optimus Prime bekanntlich ein mächtiger Lkw wird. Diese Wandlung erfolgt auf Knopfdruck und ist eindrucksvoll in Szene gesetzt. Allerdings muss man der Ehrlichkeit halber eingestehen, dass ihr die meiste Zeit über doch in der humanoiden Form unterwegs sein werdet. Zum Überbrücken größerer Strecken oder an bestimmten Missionspunkten sind die Vehikelformen ganz klar im Vorteil oder sogar fest vorgegeben. Abgesehen davon stellen sie jedoch eher ein nettes Gimmick dar.
Doch nochmals zurück zu den Charakteren. Diese dürfen bis zu zwei Waffen gleichzeitig tragen und verfügen zudem über einen Nahkampfangriff. Wenn euch danach ist, könnt ihr sogar stationäre Geschütze aus der Verankerung reißen und mit deren Hilfe - auf Kosten eurer Beweglichkeit - besonders kräftig losballern. Und das ist stellenweise auch nötig, denn in den zehn Kapiteln bekommt ihr es vornehmlich mit großen Horden von Gegnern zu tun. Kaum habt ihr eine Gruppe in die ewigen Transformers-Jagdgründe geschickt, taucht auch schon der nächste Trupp auf. Zeit zum Verschnaufen bekommt ihr nur selten. weiter...
Der Entwickler High Moon Studios liefert mit Transformers: Kampf um Cybertron keinen lieblos dahingeschluderten Lizenzschrott ab, sondern ein kurzweiliges Action-Spiel mit tollen Mehrspielermodi.
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Kommentare
Da schau her, mal eine positive Überraschung.
Vor allen Dingen ist es interessant für Fans der ersten Stunde denn Transformers: War for Cybertron erzählt nicht weniger als die Vorgeschichte der Generation One - also der Serie, mit der alles anfing bei Transformers.

Da gibt es einige Schlüsselstellen, z.B. wie Optimus zum Prime wird, das erste Aufeinandertreffen zwischen Bumblebee und Optimus, usw. - auch der direkte Übergang zur Generation One ist am Ende gegeben. Wer also eine Fortsetzung vom Spiel sehen will, soll sich Generation One ansehen, gibs u.a. hier:
http://www.amazon.de/Transformers-Complete-Generation-One-Collection/dp/B000HCO59S/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=dvd&qid=1279618529&sr=8-2
Habs damals für 144 € bekommen, war noch recht billig wenn ich mir die Preise heute ansehe
Wow bin überrascht
Bin positiv überrascht!Hab im Vorfeld erwartet das das ein Krüppelspiel wird mit einer 60er Wertung ober niedriger.Denke für alle Fans ist das bestimmt was, wenns das IRGENDWANN mal als Budget gibt gern her damit.Aber die Konkurenz an guten Spielen ist wohl zu groß, also mehere Teile erwarte ich ohne passenden Film nicht mehr
Den Test kann man stehen lassen.
Nicht das erhoffte Transformers Überspiel ( ich glaube so ein Spiel werde ich auch nicht mehr erleben ), aber auch nicht der befürchtete Rohrkrepierer. Kann man an langweiligen Abenden durchaus spielen. Das einzige was unterirdisch sind, ist die Synchro. Und ich gehöre normalerweise zu den Leuten die von diesen Synchroklugscheißern genervt ist, aber das was bei Transformers abgeliefert wird, lässt einen die Zehennägel hochrollen.
Klingt gut, sieht schick aus und scheint Spass zu machen. Ein Kandidat für die 'Zock ich bei Gelegenheit mal'-Liste