14.07.2010 - André Linken
Was lange währt, wird endlich gut. Unter dieses Motto könnte man die Entwicklung des Strategiespiels Disciples III: Renaissance stellen. Immerhin begann dessen Produktion bereits im Jahr 2005. Damals nahm das Team von Game Factory Interactive die Arbeit an dem Projekt auf, doch nach der Ankündigung und der Veröffentlichung erster Bilder wurde es still um das Spiel. Es ging sogar das Gerücht um, die Arbeiten wären komplett eingestellt worden. Doch dann übernahm das Team von Akella die Entwicklung, mit Kalypso Media wurde ein neuer Publisher gefunden und jetzt steht das Spiel in den Regalen der Händler.
Dieser kleine Exkurs in die Vergangenheit von Disciples III: Renaissance ist nicht ganz unwichtig, zeigt er doch, wie lange und unter welch teilweise wirren Umständen das Spiel entstanden ist. Normalerweise würde man nun denken, dass dieses Hin und Her dem Endprodukt schaden würde, doch das Gegenteil ist der Fall. Ihr bekommt vielmehr ein stimmiges Gesamtpaket geboten, das für lange Zeit zum Weiterspielen motiviert - wenn man einige Macken großzügig übersieht.
Doch fangen wir ganz vorne an. Bei Disciples III: Renaissance wählt ihr eines der drei verfügbaren Völker aus (Imperium, Legion der Verdammten und Elfen) und schlagt euch durch die Missionen. Jede Fraktion bietet eine komplette Kampagne, die ihr in beliebiger Reihenfolge absolvieren könnt. Allerdings empfehlen wir euch dringend, vor allem, wenn ihr Einsteiger seid, mit der Imperiumskampagne zu beginnen. Diese bietet einen relativ leichten Einstieg ins Spielgeschehen und eine sanft ansteigende Lernkurve. Die beiden anderen Feldzüge sind deutlich knackiger und von der ersten Mission an entsprechend anspruchsvoller.
Bevor es jedoch in den Kampf geht, entscheidet ihr euch für einen Heldencharakter, den ihr aus den drei Klassen (Erzmagier, Gildenmeister und Kriegsherr) auswählt und der ähnlich wie in einem Rollenspiel in der Stufe aufsteigen kann - ausreichend Erfahrungspunkte vorausgesetzt. Interessant ist hierbei das System für den Aufbau und die Verteilung der Fertigkeiten. Der sogenannte Skill-Tree ähnelt am ehesten einem Spielbrett des Denkspiels Mahjongg und ist stark verschachtelt. Das wirkt auf den ersten Blick etwas unübersichtlich, gewährt jedoch mehr Freiraum bei der Auswahl der Fertigkeiten. Es gibt somit zahlreiche Wege, wie sich ein Heldencharakter entwickeln kann.
Allerdings ist der Held nicht alleine unterwegs, sondern er zieht mit einer Handvoll Kumpanen, die ebenfalls im Verlauf der Zeit immer stärker werden, durch das Fantasy-Reich. Einen Faktor müsst ihr dabei stets im Hinterkopf behalten: Nur wer gleichzeitig seine Stadt weiter ausbaut und dort die entsprechenden Gebäude errichtet, kann seine Kämpfer optimal verbessern und stärkere Einheiten rekrutieren. Vernachlässigt ihr diesen Part, werdet ihr schnell an eure Grenzen stoßen und in so mancher Schlacht sang- und klanglos untergehen. Zudem erhaltet ihr nur auf diese Weise Zugriff auf Zaubersprüche, die ihr auch abseits des Schlachtfeldes einsetzen könnt, um beispielsweise eure Gegner bereits im Vorfeld zu schwächen. weiter...
Wer auf Rundenstrategie der klassischen Sorte steht, sollte sich Disciples III: Renaissance unbedingt zulegen.
Disciples III: Renaissance - Patch v1.06.2
10.08.2010
Update mit Verbesserungen
Disciples III: Renaissance - Demo
08.07.2010
Strategiespiel ab sofort antesten! [7]
Disciples III: Renaissance - Video Blog: Part II
Weitere Infos direkt von den Machern
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Kommentare
hoffentlich ist das spiel abwechslungsreich und spannend auch nach ner weile. ist ja sonst immer das gleiche prinzip.
HOMM hat jetzt an die 5 Teil mit meist 1-2 Addons während Dis grad mal den 3ten hier hat und beim 2ten Teil 2 Addons.
Find sowohl King's Bounty (Urvater von HOMM) als auch Dis irgendwie besser als HOMM selber da mir bei HOMM einfach die RPG Elemente fehlen. Der Char levelt auf ist mir da nichr genug.
Hab die Demo an getestet und war sofort begeistert. So muss das sein!

Sobald ich endlich mal Armored Princess durch hab, kauf ich mir Disciples 3
Sehe ich genauso. Habs auch nur paar Stunden gespielt und dann war ich doch recht gelangweilt, da bietet Heroes doch eindeutig mehr Umfang.
Naja aber alles in allem ein doch schönes Fantasy-Runden-Strategiespie!
Also ich habs angetestet und fand es nicht sehr innovativ. War sogar eher langweilig. Ich würde hier lieber zu Heroes of Might and Magic greifen. Macht mir zumindest mehr Spaß.
Noch ne kleine Warnung:
Der Hot-Seat Modus wurde leider mit ner heißen Nadel extra für den westlichen Release gestrickt. Soll heißen: Er ist bugbelastet, die fünf vorhandenen Karten nicht vom Balancing her grauenhaft und überhaupt: Nicht so pralle
Wer sich das Spiel also extra für den MP holen will, sollte vielleicht noch etwas abwarten.