Eine kleine Hilfestellung liefert der Konzentrationsmodus. Der funktioniert ähnlich wie die aus anderen Spielen bekannte Bullet-Time und verlangsamt für ein paar Sekunden das Geschehen, damit wir genau ins Schwarze treffen. Visieren wir zum Beispiel ein bewegliches Ziel an oder geht die Kugel durch einen Kopf, friert das Geschehen ein und das Geschoss wird in einer kleinen Filmsequenz in Zeitlupe bis ins Ziel verfolgt. Ein schöner Effekt, aber schon nach kurzer Zeit halten die Filmchen den Spielverlauf nur unnötig auf.
Im Dschungel pirschen wir uns mal zu zweit, mal alleine an ein feindliches Lager heran. Bekommen wir gerade keine Unterstützung von unserem KI-Spotter, der ansonsten brav Ziele ansagt, müssen wir bei jedem zweiten Schritt die Umgebung mit dem Zielfernrohr genau absuchen. Allerdings kann man dabei ein noch so guter Wimmelbild-Kaiser sein, sobald wir uns einer feindlichen Basis nähern, fangen Soldaten, die wir noch gar nicht sehen konnten, schon zum Ballern an. Und hat euch einmal ein Wachposten im Visier, ist auch gleich das ganze Lager auf den Beinen. Da hilft meist nur der Missionsneustart.
Haben wir es aber einmal bis zu einer schönen Schussposition oberhalb einer Basis geschafft, lässt sich mit wunderbarem Weitblick ein Gegner nach dem anderen ausknipsen. In diesen Momenten ist Sniper: Ghost Warrior ein wirklich gelungenes Spiel. Allerdings funktioniert das Ausschalten der Bösewichte gerade deswegen so gut, weil die Kerle nicht besonders intelligent sind. Auch gibt es leider jede Menge nervige Situationen, in denen man einfach irgendwo hängen bleibt und dann herumrütteln muss, um den Scharfschützen wieder aus dem Dickicht zu befreien. Das macht gerade dann besonders wenig Spaß, wenn wir uns unentdeckt durch ein feindliches Lager schleichen müssen.
Um von diesen Mängeln abzulenken, gibt es jede Menge Abwechslung im Spiel. So bestehen unsere Aufträge nicht nur aus dem Abschießen verschiedener Bösewichte, hier und da gehören auch Dokumente gesichert, ein Ziel für einen Luftschlag soll markiert werden oder wir geben den anstürmenden Kameraden Feuerschutz. Apropos Kameraden: In einigen Abschnitten schlüpfen wir in die Uniform von CIA-Field-Agent Michael Rodriguez, der mit Sturmgewehr und ein paar Kollegen im Nahkampf für etwas mehr Lärm sorgt. Zwar ist das eine nette Abwechslung zum stillen Scharfschützendasein, spielt sich aber wie jeder andere x-beliebige Shooter.
Und auch der Mehrspielermodus ist in Zeiten von Online-Massenschlachten ziemlich schwach. Lediglich sechs Karten und drei Modi liefert City Interactive fürs Spielen gegeneinander und nur maximal zwölf Online-Krieger dürfen daran teilnehmen. weiter...
Für ein gutes Spiel fehlt Sniper: Ghost Warrior eigentlich nicht viel, aber die vielen kleinen Fehler bringen unnötigen Frust ins Spielgeschehen.
Sniper: Ghost Warrior - Review [18]
Aus den Plänen ist nichts geworden: In Sniper: Ghost Warrior für die PS3 stecken mehr Spielfehler als Käfer...
17.06.2010
Holt euch die Anspielversion [16]
Sniper: Ghost Warrior - PS3 Clear the Village Trailer
Auszüge aus einer Mission
10.01.2012
Erfolge / Achievements
03.05.2011
Trophäen
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Kommentare
Naja, manchmal geht es schon. Aber einmal war ich z.B. in einem Gebäude, in dem die Wand nicht mehr ganz war, in der also so kleine Spalte waren, wo man ideal durchschießen konnte. Ich hab mich da natürlich schön dahinter gelegt und wollte welche auf den Boden (!) die anfangs nicht zu mir blickten (!) der reihe nach abknallen. Alarm oder so hatte ich nicht ausgelöst, von daher konnten sie doch eig gar nichts von mir wissen. Was passieert? Bevor ich überhaupt einen Schuss abgab, eröffneten alle 3 das Feuer auf mich. Da fragt man sich doch woher die wussten, dass ich da oben in dem Haus hinter eine kleinen Öffnung liege.
Habe die Demo angespielt und kann ehrlich gesagt nicht sagen, dass die Gegner unrealistisch hellhörig waren - ich würde es eher als besonders aufmerksam bezeichnen. Gerade im leichten Modus halte ich es auch für unerfahrene Spieler sehr gut geeignet, gerade weil man solch erweiterte Faktoren nicht mit einbeziehen muss.
Also mit der Grafik bin ich eigentlich zufrieden. Auch gut finde ich, dass man Wind einkalkulieren muss (halt nur bei hohem Schwierigkeitsgrad). Diese unsichtbaren Barierren haben mich aber auch schon öfters genervt. Zudem sind die Gegner wohl wirklich sehr hellhörig. Die wussten oft sofort wo ich war, obwohl die noch sehr weit entfernt waren und ich mich auch gut getarnt hatte, so dachte ich zumindest.
Irgendwie hab ich das schon von Anfang an geahnt. Wahren die Spiele früher Grafisch und Spielerisch Mist, hat sich immerhin Grafisch in den letzten Jahren ordentlich was getan. Jetzt müssen sie für Ihre Spiele noch ein paar Extra Monate Geduld und Arbeit aufbringen und dann "könnte" es vieleicht auch mal eine Wertung jeseits der 70er Grenze geben.
Hm, also da ich mir den test gründlich durchgelesen habe werde ich mir das Spiel nicht kaufen!
Mit etwas mehr Entwicklungszeit wäre sicher mehr drinne gewesen...
Da spiel ich lieber BC2 und jage dort meine Gegner mit dem Scharfschützengewehr muahahahahahaha
Für nen 5er würd ich's nehmen, alles andere ist aufgrund der KI und Gameplay-Schwächen zu viel.
So zwischendurch macht das schon Spass. Aber die Gegner sieht man teilweise einfach ncht und schon holzen die auf einen ein und hier und da sind einfach nur unnötige, unsichtbare Mauern. Die 63% sind genau richtig.