Schiebe-Puzzles sind nicht gerade aufregend, HandMade Game ist es aber ganz gut gelungen, das Konzept mit neuen, überwiegend funktionierenden Features anzureichern.
Singleplayer
Die Story rund um den Fluchtversuch von Mr. X wirkt aufgesetzt, das fliegende kichernde Buch sogar albern. Es bleiben allein die Rätsel und die Zusatzaufgaben, die euch bei der Stange halten.
Umfang
Neben den über 60 Hauptlevels gibt es eine Menge freizuschalten und zu perfektionieren, zumal es für die über 100 Levels unterschiedliche Lösungswege gibt. Überdies schlummert ein passabler Editor inklusive Sharing-Option auf dem Modul.
Grafik
Opulente Grafik darf man bei solch einem Spiel ohnehin nicht erwarten. Das Problem von Rooms ist jedoch, dass die fitzelige und insgesamt dunkle Grafik mit pixelgroßen Objekten zugekleistert wurde. Die Karte leidet ebenfalls an fehlender Übersichtlichkeit.
Sound
Wie gerne würde ich schreiben, dass die Musikuntermalung unauffällig vor sich hindudelt – leider zehrt sie vielmehr an euren Nerven. Die wenigen Sound-Effekte sind auch nicht besser.
Fazit
In anderen Spielen wünsche ich so manches Schiebe-Puzzle am liebsten in die Spielehölle, Rooms: The Main Building holt jedoch aus der öden Grundidee eine Menge heraus. Die vielen Zutaten verwässern zwar ein wenig die eigentliche Aufgabe, sorgen aber für genügend Abwechslung. Rätselfreunde kommen definitiv auf ihre Kosten. Für eine höhere Wertung bräuchte es aber noch eine Menge: zum Beispiel eine Präsentation, die für Durchblick statt für tränende Augen sorgt. Wie kommt man bloß auf die Idee, bei solch einer fitzeligen Pixelgrafik auch noch oftmals einen Großteil der Bildschirmfläche nicht zu nutzen? Wer Schiebe-Puzzles mag, wagt einen Blick, alle anderen wählen bessere Genre-Vertreter, an denen es auf Nintendos Handheld bekanntlich nicht gerade mangelt.
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