27.05.2010 - Simon Holthausen
Alles beginnt zunächst in einem Projektorraum: Sam und Max finden ein altes Abspielgerät und einige Filmrollen. Schnell stellt sich heraus, dass dies ein Film über Sams und Max' Vorfahren in vier Teilen ist. Um herauszufinden, wie Sameth und Maximus gestorben sind, müsst ihr also den Film „nachspielen". Der beginnt mit der Ausschreibung eines Abenteuertrips - es erhält derjenige den Zuschlag, der sich Zugang zu einem nachgebauten Grab verschafft. Ganz ohne Gegenspieler kommen Sameth und Maximus natürlich nicht aus, auch ein knausriger Spielzeughersteller ist scharf auf das Abenteuer, schließlich sollt ihr am Ende die „Devil's Toybox" erbeuten.
Schon hier zeigt sich: Der Humor in The Tomb of Sammun-Mak ist gewohnt absurd und gut geblieben. Im Laufe des Abenteuers begegnen wir zum Beispiel einigen Ghetto-Elfen, die sich in geschliffener Gossensprache unterhalten und vor niemandem Respekt haben. Generell sind es die Dialoge, die Sam & Max auch dieses Mal wieder zu einem Rätseltrip mit Lachgarantie machen. Vertont wurden die Figuren wie immer hervorragend durch die guten englischen Sprecher.
Rätseltechnisch hat sich nicht viel getan. Wie man es mittlerweile von Telltale gewöhnt ist, sind die zu lösenden Aufgaben nie sehr schwer - was man dem Entwickler gewissermaßen sogar hoch anrechnen muss, so absurd wie sich die Geschichte präsentiert. Ein paar schöne Einfälle gibt es obendrauf, so werden Max' übersinnliche Fähigkeiten dieses Mal auf die Spitze getrieben: Ihr könnt nicht mehr nur in die Zukunft blicken oder den Ort wechseln, sondern per Knopfdruck zwischen den vier Filmrollen hin- und herspringen und so auf mehreren Zeitebenen gleichzeitig rätseln. Das ist auch bitter nötig, denn ohne Wissen aus der Zukunft lassen sich einige Aufgaben nicht lösen. So wollen beispielsweise die Ghetto-Elfen nur dann einen benötigten Gegenstand herausrücken, wenn ihr ihnen eine gute Idee für ein Spielzeug liefert. Die Lösung verraten die Ghetto-Elfen selbst zwei Filmrollen später.
Ansonsten bleibt alles beim Alten. Die Grafik-Engine wurde für Staffel drei etwas aufgebohrt und stellt mittlerweile die Charaktere weniger kantig dar. Mit anderen Adventure-Grafikkrachern kann das Spiel trotzdem nicht im Mindesten mithalten. Etwas vermisst haben wir die Arcade-Einlagen, die vor allem in Staffel eins noch sehr zur Einzigartigkeit der Reihe beitrugen - vielleicht wollte Telltale das Adventure für die PS3 und das iPad etwas zurechtbügeln. Zusätzlich ist die Steuerung wegen der Nutzung der Tastatur für das Bewegen zwischen den Hintergründen etwas umständlich ausgefallen. Und schlussendlich schleicht sich langsam, aber sicher Gewöhnung ein, irgendwann kennt man das Duo eben. Trotzdem bietet auch The Tomb of Sammun-Mak wieder kurzweilige, wenn auch für Adventure-Hasen zu einfache Rätselkost. weiter...
Wer sich auf den skurrilen Humor und die verrückte Geschichte einlässt, erlebt knappe fünf Stunden voller Rätselspaß.
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Kommentare
Davon wird es wohl kein Ende geben xD