21.05.2010 - David Stöckli
Es war einmal ein Mädchen namens Sunny Blonde. Das Mädel unternahm mit seinen Eltern eine Luxuskreuzfahrt und langweilte sich schrecklich. Als sie eines Abends an der Reling ihrem Gefährten ihr Leid klagte, wurde sie über Bord gespült, woraufhin sie das Bewusstsein verlor. Irgendwann später wird die verzogene Göre, die dem Klischee einer Tussi so stark entspricht, dass sie direkt aus einer Daily Soap stammen könnte, an das Ufer einer mysteriösen Insel gespült. Auf diesem Eiland tummeln sich Piraten, ein fieser Captain, seltsame Geister, ein Voodoo-Schamane, schräge Eingeborene, eine drohende Gottheit ... und Elvis. Die Göre macht sich auf, die Insel zu erkunden, diverse Abenteuer zu bestehen und irgendwie ihre Eltern anzurufen, damit sie von der Fantasy-Insel endlich abgeholt wird.
Keine Angst, ihr habt nicht aus Versehen das Review zum PC-Spiel So Blonde aus dem Jahre 2008 angeklickt. Dass euch die Geschichte von Zurück auf die Insel derart bekannt vorkommt, hat einen anderen Grund: Steve Ince, seines Zeichens Adventure-Schreiber und Autor des legendären Baphomet's Fluch, hat sich noch mal an seinen Schreibtisch gesetzt und zwar die Eckpfeiler der Handlung für die Wii- und die DS-Version übernommen, allerdings die Masse zwischen den Eckpfeilern neu gestaltet. Das heißt: Diverse Schauplätze im Remake sind verändert oder gar neu, dasselbe gilt für die Charaktere, die Rätsel und den Verlauf der Geschichte. Somit kann das Spiel durchaus auch denjenigen Genre-Fans munden, die den Vorgänger bereits durchgezockt haben.
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Steve Ince ist ein bekannter Autor und Designer von klassischen Adventures. Seinen Einstieg ins Genre gab Ince im Jahre 1994 mit dem Adventure Beneath a Steel Sky aus dem Hause Revolution Software. Der Durchbruch gelang ihm aber, als er zusammen mit Charles Cecil den Adventure-Klassiker Baphomets Fluch (alias Broken Sword) ins Leben rief. Weitere Projekte von Steve Ince sind In Cold Blood, The Road to El Dorado und The Witcher. Im exklusiven Interview mit Gameswelt sprach Ince unter anderem über So Blonde, die Zukunft des Adventure-Genres und die Arbeiten als Schriftsteller in der Videospielbranche. |
Mit der Überarbeitung von Sunnys Inselurlaub wurden gleich noch einige Schwächen der Vorlage ausgemerzt. So sind die oft kritisierten Laufwege merklich verkürzt worden, zumal die Reihenfolge der Rätsel und der für die Lösung benötigten Gegenstände sinnvoller gestaltet wurde. Außerdem könnt ihr im späteren Spielverlauf Hotswap-Teleports nutzen, um auf der Insel rascher von einem Ort zum anderen zu gelangen.
Der generelle Schwierigkeitsgrad wurde etwas entschärft. Nach wie vor wirkt dieser jedoch etwas unausgewogen. Das merkt man gleich zu Beginn, wo euer Vorankommen zwischen den anspruchslos simplen Rätseln durch unlogische Knacknüsse torpediert wird, dass ihr euch nur noch die Haare raufen könnt. Insgesamt ist das Rätseldesign aber auf durchschnittlichem bis gutem Adventure-Niveau anzusiedeln. weiter...
Spaßiger als das Buch „Die 1000 besten Blondinenwitze“ ist Steve Inces neuestes Werk auf jeden Fall. Zum Adventure-Klassiker hat es für So Blonde jedoch erneut nicht gereicht.
11.11.2010
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Kommentare
Ich find´s net schlecht hab eimal gespielt.
Aber defenetiv es geht, wenn man sich im gegensatz das Klick & Point Spiel Runaway vergleicht.
Aber wie man so schön sagt geschmackssache.