05.05.2010 - Juergen Siegordner
Beginnen wir mit dem Wichtigsten, vor allem für Fans des ursprünglichen Mount & Blade: Was kann Mount & Blade: Warband, das der Vorgänger nicht konnte? Nun, die Liste ist beachtlich lang, picken wir uns mal einige wenige Beispiele heraus: So hat die Romantik in die mittelalterliche Welt Einzug gehalten. Das Heiratssystem erlaubt es euch, eine Frau oder einen Mann zu wählen. Die Karte ist grafisch überarbeitet und vergrößert, im entstandenen Freiraum ist die zusätzliche Fraktion des Sultanats Sarranid untergebracht. Nicht zu vergessen der neue Mehrspielermodus für bis zu 64 Spieler. Und wer die absolute Herrschaft anstrebt, wird in der Einzelspielerkampagne jetzt einfach selbst König.
Verwirrt? Ihr fragt euch: „Was zur Hölle ist Mount & Blade: Warband?" Keine Sorge, nachdem nun alle Freunde des gepflegten Mittelalterabenteuers vorab mit den wichtigsten Informationen versorgt sind, schalten wir wieder einen Gang zurück. Warband ist eine eigenständige Erweiterung des Rollenspiels Mount & Blade, ihr benötigt das ursprüngliche Spiel also nicht. Alle Ereignisse finden in der offenen Spielwelt des mittelalterlichen Calradia statt, es gibt aber wohlgemerkt keine Fantasy-Elemente im Spiel. Sozusagen eine blanke Mittelaltersimulation, bei der ihr wie in Rollenspielen üblich mit der Charaktererstellung beginnt.
Während ihr euren Helden erschafft, fällt eine erste Besonderheit auf: Warband presst euch nicht in vorgegebene Laufbahnen mit festen Bezeichnungen, wie Dieb, Kämpfer oder dergleichen. Vielmehr dürft ihr die Fertigkeitspunkte vollkommen frei vergeben und den Charakter so ganz nach eurem Belieben gestalten. Sobald ihr fertig seid, beginnt eure Reise ins Abenteuer auf einer Weltkarte, die ihr stufenlos von einer Satellitenansicht bis zur Nahaufnahme eurer Truppen verstellen könnt. Sobald eine Begegnung mit Feinden stattfindet, wechselt die Ansicht für die Dauer der Schlacht zum Schulterblick. Wer möchte, darf von hier aus auch noch eine Ich-Perspektive aktivieren.
Die Vielschichtigkeit, die das Spielkonzept von Mount & Blade: Warband bietet, ist schlichtweg umwerfend. Grundsätzlich seid ihr frei zu tun und zu lassen, was ihr wollt. Das Spiel gibt euch zwar auch mögliche Richtungen vor, ob ihr diesen folgt, bleibt aber euch überlassen. So könnt ihr danach streben, ein möglichst großes eigenes Heer aufzustellen, indem ihr Söldner in Schenken und Rekruten in Dörfern anwerbt. Oder ihr schlagt den Weg des Händlers ein. Wer möchte, kann sich als Vasall eines Königs verdingen oder im krassen Gegensatz dazu als Räuberhauptmann durch die Lande ziehen. Zusätzlich treibt ihr eure Charakterstufe durch das Erledigen von mehr oder weniger abwechslungsreichen Quests nach oben, wie wir es von fast allen Rollenspielen kennen.
Obwohl Warband im Vergleich zum Vorgänger grafisch massiv überarbeitet wurde, ist es immer noch keine besonders hübsche Burgmaid. Das Spiel bietet zwar auch glanzvolle Örtlichkeiten und Situationen, zum Beispiel während der riesigen Schlachten, insgesamt nagt der Zahn der Zeit aber sichtlich an der grafischen Präsentation. Als kleiner Ausgleich macht die Technik dafür keine Probleme und läuft auch auf schwachen Systemen einwandfrei. Die Hintergrundmusik hat uns sehr gut gefallen und trägt viel dazu bei, dass ihr euch mitten ins Mittelalter versetzt fühlt. Die restliche Geräuschkulisse überzeugt ebenfalls, lediglich dass alle Bewohner Calradiens stumm sind, trübt das Bild etwas.
Zum Schluss wollen wir noch auf den Mehrspielermodus eingehen. Hier dürft ihr im lokalen Netzwerk und bei Internet-Spielen mit bis zu 64 Mitstreitern antreten, um euch in abwechslungsreichen Spielmodi zu messen. Neben bekannten Spieltypen, wie „Erobere die Flagge" und Deathmatch-Varianten, gibt es mit „Belagerung" und „Kämpfen und vernichten" auch komplexere Spielarten für fortgeschrittene Ritter. Dort treten zwar hier und da noch Balanceprobleme auf, doch diese sind zum Glück nicht so gravierend, dass man sie nicht mit einem Patch beheben könnte. weiter...
Wow, das war knapp! Auch wenn es um Haaresbreite nicht für den begehrten Award gereicht hat, so habe ich Warband auf jeden Fall bereits zu meinen persönlichen Spielefavoriten des Jahres 2010 hinzugefügt.
16.04.2010
Ab heute erhältlich
19.02.2010
Kommt im April [0]
Mount & Blade: Warband - Patch v1.100 -> v1.134
14.12.2010
Weiteres Update verfügbar
Mount & Blade: Warband - Patch v1.100 -> v1.132
11.10.2010
Mehrere Bugfixes im nächsten Patch
Mount & Blade: Warband - Patch v1.100 -> v1.131
02.09.2010
Update-Serie geht weiter
Mount & Blade: Warband - Free DLC Trailer
Kostenloser Nachschub im Anflug
Mount & Blade: Warband - Cheats
11.05.2010
Cheats
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Kommentare
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Ich denke, dass gönn ich mir nun auch mal
Super Beitrag! Warband ist ein echt gutes Spiel, welches mich an das damalige Pirates auf dem Amiga erinnert. Man ist sein eigener Herr, kann sich in Dienste eines Reichs stellen, und das machen, was man gerne möchte. Natürlich gibt es einige Dinge die im Spiel an sich nicht so gut ist, wie "wenigen" Quests die sich dadurch rasch wiederholen, jedoch abhilfe wird hier durch eine Vielzahl an Mods (kommend für Warband) kompensiert.
Ein tolles Spiel!
Danke fuer die Erklaerung, Thure.
Naja, mittelfristig ist es ganz reizvoll, langfristig aber doch immer nur das Gleiche aufgrund schwacher Questen, Kriegsbeziehungen etc... Alles wiederholt sich nur.
Aber trotzdem nettes Spiel.
Die allererste "richtige" preview zu Warband
!
Sonst gab es immer 50-60% , was ich total ungerechtfertigt finde (wie auch beim Vorgänger).
@Scherub
Das dürfte vom Spielsystem her kaum möglich sein. Du musst es dir so vorstellen das du dich mit deiner "Armee" auf einer Karte fortbewegst. Und die Zeit läuft eben immer nur weiter wenn du dich selbst bewegst. Wenn du dann in den Kampf ziehst wird wechselt es in eben diesen Kampfmodus. Die sind am Anfang recht kurz da die Armeen nur so um die 50-10 Mann haben, aber später wenn 5+ Anführer mit ihrer Armee gegeneinander prallen oder Burgen stürmen kann es schonmal an die 20 Min dauern.
Der Coop wäre somit schwer zu realisieren, entweder ein Spieler wäre dazu verdammt die ganze Zeit zuzuschauen während der andere über die Landkarte zieht um dann nur in Kämpfen mitspielen zu können oder das Geschehen müsste jedesmal pausiert werden wenn einer von beiden mit seiner Armee in den Kampf zieht.
Würde die Zeit ständig weiterlaufen würde nach einer 20 Min Schlacht wären alle eigene Dörfer längst geplündert worden bevor die Schalcht auch nur zuende wäre.
Stelle mir das deshalb schwer vor es gut zu realisieren.
Zumindenst vorerst nicht, abgesehen vom einnehmen von Burgen das fällt wohl unter den Spieltyp: Belagerung.
Aber sonst bietet es momentan halt eher die 08/15 Mehrspielerkost also Deathmatch, Team Deathmatch, "Belagerung" usw.
Also kein gemeinsames 'Questen', einnehmen von Burgen, Koenig oder Tyrann werden?
Einen direkten Coop gibt es nicht, also zumindenst keinen bei dem du mit einem Kollegen zusammen auf der Weltkarte usw rumziehen kannst. Du kannst jedoch im Mehrspieler gegen Bots spielen auch gab es eine Mod in der die Spieler gegen diverse Wellen standhalten mussten. Bestimmt kommt da auch noch mehr sobald die Modder aktiv werden.
hatte den vorgänger mal angezockt aber nicht wirklich lange...dabei wars eingentlich ziemlich cool
mal schauen, ob ich bei zeiten den teil hier auch mal ausprobieren werd. das konzept gefällt mir jedenfalls.
Gibt es auch so etwas wie einen 'Coop'?
Ich war schon Fan des Vorgängers, was mit einigen guten Mods wirklich sehr viel Spaß machte. Aber Warband setzt wirklich einfach noch einen oben drauf! Mods? Braucht man nicht mehr. Warband hat all das, was es im Vorgänger nur durch Mods gab (Heiratssystem, bessere Quests, eigene Fraktion) wesentlich besser implementiert, als es je eine Mod hätte schaffen können.
Ich bin wirklich wohlauf begeistert von Taleworlds!