28.04.2010 - Simon Biedermann
In den Anfängen der Serie wurde mit jedem neuen Street-Fighter-Teil alles ein bisschen größer und schneller gemacht. Es gab regelmäßig neue Charaktere und auch am Kampfsystem wurde stetig etwas verändert. Capcom ist dieser Linie bis heute treu geblieben. Denn eigentlich ist Street Fighter IV nicht viel mehr, als eine Neuauflage von Street Fighter II. Allerdings ist es genau das, was viele Fans wollten: Endlich mit den Lieblingsfiguren auf althergebrachte Weise ohne überfrachtetes Kampfsystem zocken. Das aktuelle Spiel ist vor allem deshalb so erfolgreich, weil das Kampfsystem erneut ausgewogen ist. Capcom tut gut daran, die Serie in der alten Tradition weiterzuführen. Dieses Mal erwarten euch neue Kämpfer, frische Hintergründe und noch einiges mehr.
Bei Super Street Fighter IV haben sich die Entwickler stark an den Aussagen der Fans orientiert. Capcom hat hunderte Austragungen von Profispielern analysiert und ausgewertet, um das Kampfsystem noch weiter auszubalancieren. Otto Normalspieler wird viele Dinge aber gar nicht bemerken. Bei den Anpassungen handelt es sich meist um Feinheiten bei Manövern unterschiedlichster Figuren. Hier und da wurden Animationsbilder entfernt, um zum Beispiel einen Faustschlag etwas schneller ablaufen zu lassen. So will Capcom sicherstellen, dass jeder Charakter eine ausgewogene Palette an Manövern hat. Die verbesserte Chancengleichheit kommt euch also vor allem beim ausgiebigen Zocken gegen Kumpels oder andere menschliche Mitspieler zugute.
Die größte sichtbare Neuerung sind neben den zehn frischen Kämpfern die erweiterten Ultra-Kombos. Von denen habt ihr nun je zwei zur Auswahl. Vor jeder Keilerei müsst ihr euch für eine von beiden entscheiden. Die Kombos sind unterschiedlichen Spielweisen angepasst. Manche lassen sich einfach so aktivieren, andere sind nur direkt als Konter möglich. Fortgeschrittene Spieler haben so noch bessere Chancen, bei gleichwertigen Gegnern trotzdem noch eine Ultra-Kombo anzubringen oder sie besser in ihre Taktiken zu integrieren. Wie üblich sehen auch die neuen Kombos genial aus. Mit Dutzenden Tritten und Schlägen prügelt ihr euren Kontrahenten durch die teilweise neuen Areale. Dank dynamischer Kamerafahrten verpasst ihr keinen Treffer und erfreut euch an den kreativ gestalteten Schlagfolgen.
Mit den zehn neuen Streitern führt Capcom teils neue, teils bekannte Gesichter ein. Deejay und T. Hawk dürften Fans von Super Street Fighter II sofort ein Begriff sein. Wie auch schon bei Street Fighter IV sind die Schläger tadellos in die Neuzeit versetzt worden und spielen sich - mit einigen Erweiterungen - fast genauso klasse wie damals. Aber auch die neuen Figuren wie der Knastbruder Cody oder das sexy Biest Juri laden zum ausgiebigen Zocken ein. Die Palette an Neulingen erwies sich im Test den übrigen Handkantenexperten durchaus ebenbürtig. Je nach Charakter sind aber manchmal längere Einarbeitungszeiten nötig, bis ihr alle Möglichkeiten herausgefunden habt. Glücklicherweise gibt es hierfür den bereits aus dem Vorgänger bekannten Herausforderungsmodus, bei dem euch alle interessanten Kombos und Angriffstaktiken mittels Minimissionen nahegebracht werden. weiter...
Super Street Fighter IV bietet wie schon der Vorgänger Prügelkunst in Reinkultur. Dennoch fühlt sich das Spiel eher wie ein Update an.
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Kommentare
@Vredesbyrd: Da gebe ich Dir durchaus recht. Aber auch bei diesen Beat'em-ups sind grundlegende Combos eigentlich auch immer dieselben geblieben. Bei SSF IV hätten es schon hier und da etwas mehr sein können.
ich bin eher ein Tekken und Virtua Fighter Fan. Was mir da an den neuen Teilen immer gefiel, war das schnelle Gameplay, mit vielen vielen Moves und der Combo Vielfältigkeit. Ja, die Vielfältigkeit, neue Moves zu entdecken, das machte neue Teile immer Reizvoll...aber das alles vermisse ich einfach bei SF IV...es kommt mir vor, als würde ich SF 1 mit neuer Grafik spielen.
Naja, dann scheinen Prügelspiele ja allgemein nicht so dein Ding zu sein. Zumindest werden die meisten Prügelspielfans Street Fighter sehr gut finden. Ist ja gewissermaßen die Mutter aller Beat'em-ups. Eine so exakte Steuerung und so eine ausgewogene Kämpferriege findet man nur in wenigen Spielen. Und das sind nur zwei der vielen Vorzüge von Street Fighter.Daher finde ich Deine Argumentation unverständlich.
Nostalgie hin und her, FF IV bekam von euch auch so eine hohe Wertung und hat mir überhaupt nicht gefallen. Das Spiel war nur etwas für diejenigen, die damals große SF Fans waren/sind, dass der Spielspaß für Leute, die damals kein SF bis zum abwinken gezockt haben nur sehr gering ausfallen konnte, wurde verschwiegen. Genau so wirds auch jetzt sein fürchte ich. Ich lasse die Hände davon.
Finde 90% absolut gerechtfertigt. Mein Kumpel hat den Vorgänger für die Xbox 360 und es gab in den letzten Wochen kein anderes Spiel, das uns so sehr begeistert hätte. Schon der war wirklich ein perfekter Beat'em'Up!
Wie gesagt, wenn man die Einzelwertungen in Prozent umrechnet und daraus den Mittelwert nimmt kommt man auf 77%. Wäre ja auch eine "gute" Wertung, aber halt keine "fast perfekt"-Wertung ala 90 Prozent. Deswegen meine Diskrepanz bzw. Verwirrung.
Möcht jetzt aber auch nicht weiter drauf herumreiten. Sandokhan hat mich ja bereits aufgeklärt, dass die Gesamwertung nicht aus den Einzelwertungen herühren muss.
Nun ja ein Spiel mit mittelmäßiger Grafik und Sound kann ja trotzdem viel Spielspaß bieten. Wobei hier sogar alles bis auf den Singleplayer mit Gut oder Sehr gut (Gerade beim Gameplay wichtig) bewertet ist, ich sehe da deine Diskrepanz nichtmal?
Nö das hab ich ja nie behauptet, grundlos natürlich nicht. Ich hab die neuen SF Teile auch nicht, insofern kann ich nicht wirklich mitreden.
Allerdings spiele ich mit dem Gedanken mir einen der ebiden zu holen, deswegen lese ich den Test und poste hier.
Und in diesem Zuge ist mir halt aufgefallen, dass alle einzelnen Kategorien "mittleprächtig" bis "gut" bewertet wurden und im Endeffekt eine 90% Spitzenwertung rausgschaut hat.
Hat mich halt etwas verwundert ;-)
@demoness: Unsere Gesamtwertung ergibt sich nicht aus dem Durchschnitt der Einzelbereiche. Diese werden einzeln beleuchtet und der Spielspaß dann extra bewertet. Daher ist der Durchschnitt auch ein anderer Wert, als der insgesamte Spielspaß.

Und wenn ein Spiel die 90% verdient hat, bekommt es die auch. Wir hatten in letzter Zeit auch einige - scheinbare - Toptitel aus guten Gründen niedrig bewertet (z.B. auch Silent Hunter). Aber wie gesagt: Es müssen ja auch Gründe da sein. Oder möchtest Du, dass wir jetzt plötzlich wahllos niedrig werten?
hab sfiv leider nur für pc und hab mir das jetzt für ps3 für umgerechnet 29€ in uk bestellt
denke da kann man wirklich nichts falsch machen.
Vielleicht bin ich jetzt etwas pingelig (vielleicht war mir auch nur fad in der arbeit), aber wenn ich den Durchschnitt aller Einzelwertungen hernehme komm ich auf 77%
Wie kann dann in der Gesamtwertung 90% dastehen?
Was ist aus der neuen "Bewertungshärte" ala "wir wollen auch mal Wertungen unter 80% verteilen" geworden?
Außer Spesen nix gewesen (obwohl ein paar Spiele - z.B. FF13 *hust* - hats ja ganz schön hart dadurch erwischt)? ;-)
Meine Sicht weitet sich und ich geh dahin.
@Naitsirk: Grundsätzlich sind wir ja eigentlich derselben Meinung.

"Von Anfang an" ist doch eigentlich eine klare Sache. Weil bei vielen Prügelspielen erst diverse Kämpfer freigespielt werden müssen. Außerdem ist uns die exakte Zahl wichtig, damit ihr ganz genau wisst, wie viele Charaktere im Spiel enthalten sind. Daher diese Formulierung.
Und für "10 neue Charaktere" muss man dann eben auch genauer nachlesen. Veteranen wissen sowieso Bescheid und für alle anderen sind die Charaktere so oder so neu, weil sie die Vorgänger ja nicht kennen.
Klar ist: SSFIV und Prügelspiele allgemein bieten nur Langzeitspaß, wenn man auch gegen menschliche Gegner zocken kann - egal ob online oder offline.
Ich hoffe, das schafft jetzt Klarheit.
+ alle 35 Kämpfer von Anfang an verfügbar
aber bei Singleplayer:
Alleine habt ihr vom aktuellen Street Fighter leider nicht allzu viel. Alle Kämpfer sind bereits freigespielt und auch sonst gibt es für Solospieler nicht allzu viel zu entdecken.
Klingt für mich nach einen ziemlich negativen Urteil obwohl in der Pro/contra Liste es noch als eindeutig positiv gesehn wird.
Alle 35 freigeschaltet? 35 sind alle Kämpfer. Wären da nicht wenigsten einige freigeschaltet wärs ein ziemliches Problem.
Ziemlich komisches Urteil hier.
Deswegen haben wir ja auch extra noch einen Text zu Solo- und Mehrspieler, damit wir euch bei beiden Aspekten des jeweiligen Spiels Vor- und Nachteile mitteilen können.
Sollte es dann nicht in etwas heißen wie:
+ mehr als 30 Kämpfer verfügbar oder
+ große Auswahl an Kämpfer ?
Das "von Anfang an" ist einfach verwirrend, denn das Gegenteil bzw. Contra dazu wär ja nicht alle 35 Kämpfer von Anfang an verfügbar.
+ 10 neue Charactere
Da kommts dann eher auf die Sichtweise an wie lang der Spieler die Street Fighter Reihe kennt. Im Gegensatz zum Vorgänger sinds vielleicht 10 neue, als ganzes wieder nur 2 wirklich neue.
Bei SSFIV hätte man eigentlich auch den SP weglassen können. SFIV wars noch ok für die freispielbaren Kämpfer. SSFIV ist eigentlich ein nahezu Online only Spiel wie es der Vorgänger auch war.
+ alle 35 Kämpfer von Anfang an verfügbar
aber bei Singleplayer:
Alleine habt ihr vom aktuellen Street Fighter leider nicht allzu viel. Alle Kämpfer sind bereits freigespielt und auch sonst gibt es für Solospieler nicht allzu viel zu entdecken.
Klingt für mich nach einen ziemlich negativen Urteil obwohl in der Pro/contra Liste es noch als eindeutig positiv gesehn wird.
Alle 35 freigeschaltet? 35 sind alle Kämpfer. Wären da nicht wenigsten einige freigeschaltet wärs ein ziemliches Problem.
Ziemlich komisches Urteil hier.
Zur Erklärung: Positiv ist, dass es 35 Kämpfer gibt und somit eine große Auswahl vorhanden ist. Negativ - für Solozocker - ist aber, dass ihr keine Kämpfer mehr freispielen müsst. Wenn man nur alleine vor der Konsole hockt, gibt es halt im Verhältnis zum Vorgänger nicht mehr ganz so viel zutun.
Deswegen haben wir ja auch extra noch einen Text zu Solo- und Mehrspieler, damit wir euch bei beiden Aspekten des jeweiligen Spiels Vor- und Nachteile mitteilen können.