15.04.2010 - Andreas Altenheimer
Die Geschichte ist wirklich fürchterlich: Das Biotechnologie-Unternehmen Horzine baut Mist, wodurch einfache Menschen zu grausigen Bestien mutieren und London überfallen. Die vor Ort stationierten Polizisten haben keine Chance, die Zivilbevölkerung zu retten. Nach kurzer Zeit ist nahezu jedes normale Leben ausgelöscht, woraufhin die britische Regierung Sondertrupps ins Krisengebiet schickt.
Mal ganz davon abgesehen, dass dieser Plot einer der ödesten und blödesten seit Langem ist: Da wird eine der größten Metropolen Europas regelrecht ausgelöscht, von Tausenden von Mutanten bevölkert und das Beste, was den Schreibern der Geschichte einfällt, ist der Einsatz von ein bis sechs Mann starken Einheiten. Logik ist bei solchen Horrorszenarien von Grund auf problematisch, doch der Killing-Floor-Ansatz ist Trash in Reinkultur.
Das wussten wohl auch die Entwickler, weshalb ihr im Spiel von der ganzen Geschichte gar nichts mitbekommt. Ihr sucht euch einfach ein Spielgebiet oder ein bereits laufendes Online-Match aus und verteidigt euch gegen mehrere Gegnerwellen. Dazwischen könnt ihr ein Waffengeschäft aufsuchen und euer Bares gegen Pistolen, Gewehre oder Explosives eintauschen.
Vom Konzept her erinnert Killing Floor an Left 4 Dead, denn hier wie dort liegt der Schwerpunkt auf dem Mehrspielermodus und dem Ausschalten unzähliger Gegner, die blind auf euch zustürmen. Im Solopart seid ihr auf euch alleine gestellt, denn es gibt keine vom Computer gesteuerten Verbündeten. Das macht dann entsprechend wenig Spaß und ist somit nur zum Üben oder zum Aufpeppen der Perks gedacht.
Es gibt sieben Perks, von denen ihr einen aktivieren dürft. Vorrangig verbessert ein Perk den Umgang mit einer Waffengattung, sodass ihr beispielsweise mehr Schaden anrichtet oder schneller nachladen könnt. Um einen Perk aufzubessern, müsst ihr den jeweiligen Waffentyp primär anwenden und/oder diverse Ziele damit erreichen. weiter...
Konzept und Design sind grundsolide, jedoch fehlen mir einfach das Drumherum und die spielerische Abwechslung.
Killing Floor - Twisted Christmas 2011 Official Trailer
Der kommende Weihnachtsinhalt im Video
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Kommentare
Dieses Game ist klasse geeignet für Lan-Partys!
Wir haben damit schon so manch Nächte mit verbracht.
Und es war immer wieder der Hammer.
Singelplayer macht dagegen weniger spaß aber dafür ist es ja
auch nicht gemacht worden.
Ich hatte viel Spaß mit dem Spiel, 10 bis 20 Euro gehen meiner Ansicht nach vollkommen ok für das was man geboten bekommt.
Ich bin damit überhaupt nicht warm geworden.
Mal noch ein paar Kommentare:
- Es ist rein auf MP und theoretisch Teamwork ausgelegt, wobei wie Nek schon angemerkt hat, man das eher selten findet.
- Man kann andere und sich selbst heilen, wobei die Effektivitaet der Heilung auf einen selbst nur die Haelfte oder so betraegt als wenn man jemand anderen heilen wuerde.
- Man kann uebrigens unendlich geschlossen halten, man muss einfach nur weiter schweissen und mit dem entsprechenden Perk hat man damit auch wenig Probleme.
- Zwischen den Wellen hat man ca. 1 min Zeit um sich zu einem Haendler zu begeben, bei dem man sich mit neuen Waffen und vor allem Munition eindecken kann. Die Haendlerin selbst wirkt irgendwie unnatuerlich und es sollte noch erwaehnt werden, dass man sich schon zum Ende der Welle in die Richtung begeben sollte, sonst reicht die Zeit evtl. nicht aus sie zu erreichen.
- Man erhaelt Geld abhaengig von der Anzahl der Kills, heilen und schweissen scheinen nur geringfuegig einberechnet zu werden, was irgendwie ... doof ist. Allerdings kann man Geld durch die Gegend schmeissen, so dass andere es aufheben koennen.
- Eine wichtige Besonderheit ist noch, dass man beim Zielen kein Crosshair hat, allerdings mittels rechter Maustaste in einen leicht gezoomten Modus uebergehen kann, wo dann ueber Kimme und Korn oder was auch immer man an der Waffe hat bedeutend besser gezielt werden kann. Um ehrlich zu sein favorisiere ich dieses System ueber dem von L4D.
- Und zu guter letzt sollte noch erwaehnt werden, dass das Katana als Nahkampfwaffe ziemlich overpowered ist. Die grossen Viecher kann man damit haeufig leichter toeten, was daran liegt, dass man sie in ihren Animationen unterbricht und sie so nicht dazu kommen Schaden zu machen. (Koennte allerdings auch schon gefixt sein, habe es vor ca. einem Jahr gespielt.)
Passiert, aber da können ja die Entwickler nix zu
Die Community kann man getrost noch als Minuspunkt anführen. Soviele nervende Trottel hatte ich schon lange nicht mehr..