23.03.2010 - Simon Biedermann
Gleich zu Beginn wartet für die Kenner der Serie unter euch eine Überraschung: Ihr spielt weder Michael Scofield noch eine der anderen Hauptfiguren der Serie. Stattdessen zieht ihr eure blau-weißen Gefängnisklamotten als Undercover-Cop der „Company" an. Tom Paxton gehört zum engeren Kreis von Agenten um die Vizepräsidentin und soll den gerade neu inhaftierten Michael Scofield überwachen.
So erlebt ihr die Geschichte der ersten TV-Staffel als Außenstehender: Scofield hat eine Bank überfallen, um in das Gefängnis zu kommen, in dem sein Bruder einsitzt. Wie der Name der Serie schon verrät, will Scofield seinen Bruder befreien und bringt ein Ganzkörper-Tattoo mit, das kodierte Informationen über die Architektur des Gefängnisses enthält. Ihr bleibt als Undercover-Agent ganz nah an den Geschehnissen dran.
Nachdem ihr im Knast angekommen seid, müsst ihr euch in eure Zelle begeben. Die Luxussuite wartet einen Stock höher auf euch. Doch scheinbar seid ihr zu nah an einer Zelle vorbeigegangen. Ihr werdet von hinten gewürgt und müsst euch mit beherztem Drücken der richtigen Tasten befreien. Diese Quick-Time-Events werden euch ab jetzt regelmäßig begegnen. Dabei sind teils sehr fixe Reaktionen gefragt. Somit werdet ihr manche Szenen öfter spielen, bis ihr die jeweilige Tastenabfolge auswendig gelernt habt.
Gleich nach der unerwarteten Attacke dürft ihr das erste Mal kämpfen. Die Kämpfe sind recht simpel gelöst: Schneller Schlag, starke Attacke und Blocken sichern euch das Überleben im Knast. Auch die Kampfszenen werdet ihr noch öfter absolvieren müssen - echte Abwechslung Fehlanzeige. Daher ist auch schleierhaft, warum die Entwickler noch einen Zweispielerkampfmodus eingebaut haben. Dort könnt ihr euch mit den genannten Manövern gegenseitig vermöbeln, wenn euer Kumpel mitspielt.
Eure Aufgaben richten sich hauptsächlich nach der Geschichte der Serie: Ihr bekommt den Ort für die jeweilige Mission auf der Karte markiert. So müsst ihr anfangs dem Mafiaboss Abruzzi einen Gefallen tun, um in seiner Gunst zu steigen. Zusätzlich bleibt ihr Scofield auf den Fersen, der beispielsweise auf der Krankenstation eine Zuckerkrankheit vortäuscht. Da ihr als Gefangener eigentlich nicht auf der Krankenstation sein dürft, müsst ihr dorthin gelangen, ohne entdeckt zu werden.
Wie bei vielen Abschnitten im Gefängnis müsst ihr im Rücken von Wachen vorbeischleichen, durch Lüftungsschächte kriechen oder mittels Dietrich Türen öffnen. Die Entwickler haben sich dabei zwar ebenfalls Mühe gegeben, doch zu oft ähneln sich auch diese Abschnitte. Zudem sind die Rücksetzpunkte bei einigen Passagen so weit auseinander, dass bei nur einem Fehler längere Abschnitte noch einmal komplett gespielt werden müssen. Wenn ihr beim Schleichen dann auch noch längere Zeit in Warteposition bleiben müsst, bis die Wärter endlich mal nicht hingucken, werden eure Nerven zusätzlich strapaziert. weiter...
Insgesamt bietet die Gefängnisflucht nette Ansätze, viel zu oft ärgert ihr euch jedoch über sich wiederholende Aufgaben und Frustpassagen.
Prison Break: The Conspiracy - Trailer #2
Neues Videofutter von Deep Silver [2]
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Kommentare
Wird günstig am PC irgendwann nachgeholt, damit war eh zu rechnen.