10.03.2010 - Simon Biedermann
Das Konzept mag sich zunächst etwas seltsam und für Fans enttäuschend anhören, allerdings hat Silent Hill: Shattered Memories einige spannende Ansätze zu bieten. Doch zunächst ein paar Worte zur Hintergrundgeschichte. Diese geht mit euch zurück zu den Anfängen, genauer gesagt zum ersten Teil. Wie damals 1999 auf der PSone verunglückt ihr mit dem Auto mitten im Schneesturm kurz vor dem Örtchen Silent Hill. Auf dem Rücksitz hattet ihr eigentlich eure kleine Tochter Cheryl. Die ist aber verschwunden, nachdem ihr benommen aufgewacht seid. Unverzüglich macht ihr euch auf die Suche nach ihr. Dabei habt ihr nur die Taschenlampe in der Hand, die mit der Wiimote gesteuert wird. Mit dem Nunchuk kontrolliert ihr die Bewegungen des Hauptdarstellers Harry Mason.
Schnell wird aber klar, dass ihr nicht den ersten Teil erneut spielt, sondern eure Spielerlebnisse die Erinnerungen eines psychisch Kranken sind. Zwischen den eigentlichen Spielabschnitten findet ihr euch immer wieder auf der Couch eines Psychologen wieder, der euch über die verschiedensten Dinge befragt. So wird beispielsweise euer Schuldbewusstsein anhand einer Geschichte um eine Heirat abgefragt. Ihr müsst dann auflisten, welche der erwähnten Personen am wenigsten und welche am ehesten schuldig ist. Der eigentliche Clou daran: Eure Entscheidungen während der Sitzungen wirken sich direkt auf das Spielgeschehen aus. Dumm nur, dass ihr dies oft nicht bemerkt. So könnt ihr nur durch mehrmaliges Spielen sehen, dass ein zuvor ausgemaltes Bild beim Psychologen in einer späteren Spielszene die Hemdfarben eines Pärchens bestimmt.
Die bekannten Glibberhautmonster sind in den normalen Spielszenen erstaunlicherweise nicht zu finden. Dies nimmt leider viel vom Angstfaktor und dämpft die Horrorstimmung etwas. Ganz anders in den Alptraumszenen: Wenn die gesamte Umgebung vereist und alles in bläulichem Licht erscheint, wisst ihr, dass eine Traumsequenz gestartet ist. Dort müsst ihr meist schnell vom einen zum anderen Ende eines Areals gelangen.
Auf dem Weg gilt es, die jeweils richtigen Türen zu durchschreiten oder Mauern zu überklettern. Je nachdem, welchen Weg ihr wählt, begegnen euch mal mehr, mal weniger Kreaturen. Werdet ihr von ihnen attackiert, müsst ihr sie mit beherzten Wiimote-Bewegungen abwerfen. Zusätzlich findet ihr ab und an Leuchtfackeln, mit denen ihr die Monster von euch fernhalten könnt. So variiert der Gruselfaktor je nachdem, wie viele Kreaturen euch auf den Fersen sind. weiter...
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Kommentare
Ich habe ja auch gesagt, der Test [i]liest [/i]sich wie ein Verriss. Mit den 78% war ich im Übrigen einverstanden.
also ich habs mittlerweile auch durch, und ja das Ende ist schon recht gut, aber ich seh's ähnlich wie der Tester. Trotz der kurzen Spielzeit braucht das Spiel ewig bis es in Fahrt kommt, richtig spannend wirds eigentlich erst nach der Hälfte ... davor schleppt sich die Story nur so vor sich hin.
Das mit den Taschenlampen in der normalen Welt hat mich auch nie vom Hocker gerissen, das wirkte auf mich eher wie 'irgendwas müssen wir noch machen'.
2-3 knifflige Rätsel gabs durchaus ... das würd ich dem Spiel auch nicht vorwerfen. Trotzdem bleibt da soooooo viel verschenktes Potential.
Ich find 78% für das Spiel kein Verriss, sondern wirklich fair.
Und 78% sind ja auch nichts schlechtes, meiner Meinung nach rettet sich das Spiel halt wirklich nur durch die sich verändernden Figuren und Objekte, sprich durch die Anpassung an die eigene Spielweise ... mit Silent Hill im klassichen Sinne hats aber kaum was zu tun.
Hab das Spiel durch und muss schon sagen, dass es äusserst gelungen ist. Klar, in den ruhigen Momenten kann nichts schlimmes passieren, aber die Soundeffekte und die Schattenbilder, die man mit der Kamera fotografieren kann, setzen gekonnt einige Schockmomente. Auch der Schattenwurf der Taschenlampe sorgte für einige Gänsehaut. Die Alpträume sind nervig, kann sein, aber sie wecken genau die beabsichtigte Panik. Die Geschichte finde ich sehr spannend. Kann daher nicht verstehen, wie sie bei einer Spielzeit von 4-6 Stunden "erst langsam in Fahrt kommt". Harrys Person und seine Absichten werden immer konfuser und zunehmend verwirrend. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch der Schluss war sehr gelungen.
Die Telefonnummern, die man überall findet, gehören nicht zu einer detaillierten Spielwelt? Verstehe wer will. An manchen Rätseln hatte ich durchaus zu knobeln. Bei der Telefonnummer wusste ich zum Beispiel nicht gleich, um welche Zahlen es sich handelt. Zudem ist es cool, wie sich die Welt (und die Monster) durch mein Verhalten im ganzen Spiel (nicht nur auf der Psychocouch) verändert (z.B. wenn man Bilder von leicht bekleideten Frauen anschaut und den Nebencharaktern auf die Brust oder den Hintern starrt). Ich würde vielleicht nicht viel mehr Prozentpunkte vergeben, aber der Test liest sich fast wie ein Verriss, vor allem das Fazit.
versteh einfach nicht warum man hier einfache rätsel eingebaut hat? das is ja kein kinderspiel, aber naja...
Klingt ja nicht gerade sehr berauschend, zum aktuellen Preis werde ich wohl nicht zuschlagen. Leider gibt es nicht oft ein Remake in der Qualität eines Resident Evil damals (GC).
Ich hab die PSP Version ... nunja, is halt genau dasselbe nur eben ohne das 'gefuchtel'


Ich glaub auf Wii kommt das Spiel schon nochmal weitaus cooler rüber ...
Mir gefällt es nicht sooo sehr, in der normalen Welt isses relativ öde, weil es kann ja nix passieren, und die Albträume sind halt eher sehr nervig, da die Monster echt schnell sind und man da teils auch schnell die orientierung verliert - aber gut, wenn die nicht wären, wär das Spiel halt null herausforderung
Ich denk n paar Prozente darfst auf der PSP aufgrund der Steuerung nochmal abziehen - ansonsten ist es dasselbe
und was ist mit der PSP Version? Für 20 Euro aus UK ist das doch sicherlich mal wieder lohnenswert.
klingt eigentlich nicht schlecht, hmm, vielleicht sollte ich mal wieder Silent Hill besuchen.