In den etwas ruhigeren Spielszenen geht es ebenfalls darum, von A nach B zu gelangen. Allerdings hab ihr hier noch mehr das Gefühl, wenig Freiheiten bei der Wahl des Weges zu haben. So könnt ihr beispielsweise nur an einer Seite eines Hauses vorbeilaufen. Zudem sind nur die Türen für euch geöffnet, die euch auf eurem Weg weiterführen. Dabei erkundet ihr Stück für Stück das Örtchen Silent Hill und die Umgebung. Mal irrt ihr mitten im Schnee an einem vereisten See entlang, dann besucht ihr die örtliche Bar oder sucht im verlassenen Fast-Food-Laden nach Hinweisen auf Cheryls Verbleib.
In Sachen Spannungsbogen lässt sich Silent Hill: Shattered Memories viel Zeit. Anfangs begegnet ihr kaum anderen Personen, ihr irrt eher umher. Auch die Räume und Umgebungsdetails sind streckenweise sehr trist - und das ist leider nicht im Horrorsinne gemeint. Zudem nimmt die Handlung erst ab der Mitte des Spiels an Fahrt auf und lässt euch immer öfter mit anderen Personen interagieren. Die Begegnungen sind oft verstörend und hinterlassen viele Fragezeichen. Erst zum Schluss hin mehren sich langsam die Aha-Erlebnisse. Das Hinspielen darauf macht aber wegen der genannten Faktoren erst ab der Mitte des Spiels vermehrt Spaß, die Spannung steigt dann kontinuierlich. Je nachdem, wie ihr euch verhalten habt, erlebt ihr schließlich eines von vier unterschiedlichen Enden.
Wie schon erwähnt ist am Anfang des Spiels noch verhältnismäßig wenig los. Was jedoch von Beginn an Laune macht, ist die Bedienung. So "greift" ihr den Knauf einer Schublade mit den Tasten A und B, um sie dann mit einer Zugbewegung des Controllers zu öffnen. Auf diese Weise durchsucht ihr diverse Orte und Möbelstücke, um zum Beispiel den Schlüssel zu einer Tür zu finden. Leider habt ihr solche Rätsel aber meist schnell gelöst. Nahezu jeder benötigte Gegenstand ist im selben Raum zu finden wie die Knobelaufgabe selbst. Immerhin gibt es ab und an Rätsel, die kreativ sind. So müsst ihr aus Figuren im Kunstraum der Schule ein Schattenspiel arrangieren, um dadurch eine Lösung zu erhalten. Solche Höhepunkte finden sich aber leider viel zu selten. Immer wieder flacht die Horroratmosphäre ab, um in den intensiveren Szenen wieder etwas anzuziehen.
Zum Spielerlebnis tragen übrigens auch Text- und Sprachnachrichten bei, die ihr über euer Handy erhaltet. Die Sprachausgabe erfolgt dabei teilweise direkt über den Wii-Controller. Hier hört ihr teils Alltagsszenen aus dem Leben der Hauptpersonen. So hört ihr, wie ein kleines Mädchen geschimpft wird, weil es nicht folgsam ist. An anderer Stelle müsst ihr einem Streit zweier Erwachsener hilflos zuhören. Das sorgt manchmal für ein voyeuristisches Gefühl, aber auch für ein intensiveres Spielerlebnis.
Zusätzlich nutzt ihr das Handy, um Anrufe zum Rätsellösen zu tätigen oder um euch per Karte zu orientieren. Die Handy-Kamera dient zudem zum Aufspüren paranormaler Aktivitäten, die ihr mit dem bloßen Auge nicht seht. Weitere Schauer werden euch über den Rücken gejagt, wenn plötzlich Schatten durch das Licht eurer Taschenlampe huschen. Ab und an kommen auch besondere Objekte in den Schein eurer Taschenlampe. Diese sind mit intensiven Erinnerungen behaftet. In diesen Fällen beginnt das Licht der Lampe zu zucken und ein Rauschen dringt aus der Wiimote. Leider sind solche Moment aber viel zu selten. weiter...
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Kommentare
Ich habe ja auch gesagt, der Test [i]liest [/i]sich wie ein Verriss. Mit den 78% war ich im Übrigen einverstanden.
also ich habs mittlerweile auch durch, und ja das Ende ist schon recht gut, aber ich seh's ähnlich wie der Tester. Trotz der kurzen Spielzeit braucht das Spiel ewig bis es in Fahrt kommt, richtig spannend wirds eigentlich erst nach der Hälfte ... davor schleppt sich die Story nur so vor sich hin.
Das mit den Taschenlampen in der normalen Welt hat mich auch nie vom Hocker gerissen, das wirkte auf mich eher wie 'irgendwas müssen wir noch machen'.
2-3 knifflige Rätsel gabs durchaus ... das würd ich dem Spiel auch nicht vorwerfen. Trotzdem bleibt da soooooo viel verschenktes Potential.
Ich find 78% für das Spiel kein Verriss, sondern wirklich fair.
Und 78% sind ja auch nichts schlechtes, meiner Meinung nach rettet sich das Spiel halt wirklich nur durch die sich verändernden Figuren und Objekte, sprich durch die Anpassung an die eigene Spielweise ... mit Silent Hill im klassichen Sinne hats aber kaum was zu tun.
Hab das Spiel durch und muss schon sagen, dass es äusserst gelungen ist. Klar, in den ruhigen Momenten kann nichts schlimmes passieren, aber die Soundeffekte und die Schattenbilder, die man mit der Kamera fotografieren kann, setzen gekonnt einige Schockmomente. Auch der Schattenwurf der Taschenlampe sorgte für einige Gänsehaut. Die Alpträume sind nervig, kann sein, aber sie wecken genau die beabsichtigte Panik. Die Geschichte finde ich sehr spannend. Kann daher nicht verstehen, wie sie bei einer Spielzeit von 4-6 Stunden "erst langsam in Fahrt kommt". Harrys Person und seine Absichten werden immer konfuser und zunehmend verwirrend. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch der Schluss war sehr gelungen.
Die Telefonnummern, die man überall findet, gehören nicht zu einer detaillierten Spielwelt? Verstehe wer will. An manchen Rätseln hatte ich durchaus zu knobeln. Bei der Telefonnummer wusste ich zum Beispiel nicht gleich, um welche Zahlen es sich handelt. Zudem ist es cool, wie sich die Welt (und die Monster) durch mein Verhalten im ganzen Spiel (nicht nur auf der Psychocouch) verändert (z.B. wenn man Bilder von leicht bekleideten Frauen anschaut und den Nebencharaktern auf die Brust oder den Hintern starrt). Ich würde vielleicht nicht viel mehr Prozentpunkte vergeben, aber der Test liest sich fast wie ein Verriss, vor allem das Fazit.
versteh einfach nicht warum man hier einfache rätsel eingebaut hat? das is ja kein kinderspiel, aber naja...
Klingt ja nicht gerade sehr berauschend, zum aktuellen Preis werde ich wohl nicht zuschlagen. Leider gibt es nicht oft ein Remake in der Qualität eines Resident Evil damals (GC).
Ich hab die PSP Version ... nunja, is halt genau dasselbe nur eben ohne das 'gefuchtel'


Ich glaub auf Wii kommt das Spiel schon nochmal weitaus cooler rüber ...
Mir gefällt es nicht sooo sehr, in der normalen Welt isses relativ öde, weil es kann ja nix passieren, und die Albträume sind halt eher sehr nervig, da die Monster echt schnell sind und man da teils auch schnell die orientierung verliert - aber gut, wenn die nicht wären, wär das Spiel halt null herausforderung
Ich denk n paar Prozente darfst auf der PSP aufgrund der Steuerung nochmal abziehen - ansonsten ist es dasselbe
und was ist mit der PSP Version? Für 20 Euro aus UK ist das doch sicherlich mal wieder lohnenswert.
klingt eigentlich nicht schlecht, hmm, vielleicht sollte ich mal wieder Silent Hill besuchen.