09.11.2009 - Christian Schmitz
In der Rolle des ukrainischen Agenten Alexander Degtyarev schlüpft der Spieler in den Strahlenanzug, mit dem Auftrag, fünf urplötzlich verschwundene Militärhubschrauber aufzufinden. Diese, so viel sei bereits vorweggenommen, lassen sich in zwei der drei großen Gebiete finden. Des Rätsels Lösung führt euch allerdings nach Pripyat selbst.
Zugegeben, die Geschichte von S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat gewinnt keinen Innovationspreis, ist aber über alle Maßen mysteriös präsentiert, was für Motivation bis zum offenen Spielende sorgt. Dafür sind keinerlei Kenntnisse bezüglich der beiden Vorgänger notwendig, denn die Kerngeschehnisse werden im Intro zusammengefasst. Kenner ebendieser werden aber die eine oder andere Anspielung finden, sei es in Form hinterlassener Nachrichten oder bekannter Charaktere. Wer sich beispielsweise noch der ersten Mission in S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl entsinnt, wird den Charakter namens Nimble wieder treffen, der von nun an für Bestellungen jeglicher Art zur Verfügung steht.
Im Kern folgt auch der neue Ableger dem Spielprinzip der Serie. In gewohnter Ego-Shooter-Manier wollen große, von der Katastrophe gezeichnete Gebiete durchforstet werden. Dabei trefft ihr nicht nur auf Feinde und Auftraggeber, sondern auch auf allerlei gruselige Mutationen auf zwei oder vier Beinen und auf Anomalien. Diese fallen größtenteils sofort ins Auge, besonders große sind sogar in der Weltkarte verzeichnet und sollten genauer durchsucht werden - ein kräftiger Schluck aus der Wodkaflasche oder Strahlenschutz per Detektoren, wovon es wiederum mehrere Arten gibt, vorausgesetzt.
Dort finden sich oftmals wertvolle Artefakte, die eine Prise Rollenspiel hinzugeben, da sie über spezielle Eigenschaften verfügen, beispielsweise erhöhte Lebensenergie oder Resistenz gegen Schäden. Die Artefakte bringen aber auch eine ganze Menge Geld ein, was wiederum zum Handeln, Reparieren und Aufrüsten (in drei Stufen) von Waffen und Ausrüstungsgegenständen genutzt werden kann und auch sollte, da sich bei diesen während des Spielverlaufs Abnutzungserscheinungen offenbaren. Für unseren Geschmack haben es die Entwickler hier aber ein wenig übertrieben, da ständig für viel Geld repariert und nachgerüstet werden muss, egal auf welchem der vier wählbaren Schwierigkeitsgrade.
Atmosphärisch gehört auch S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat zum Allerbesten: Neben dem geschickten Einsatz von unaufdringlicher Musik gibt es keinen verlassen wirkenden Gebäudekomplex, den man nicht durchforsten will. Auch Höhlen, zerstörte Brücken, kaputte Autos und auf Grund gelaufene Schiffswracks erregen die Neugierde. Zusätzlich sorgen der fließende Tag- und Nachtwechsel, das dynamische Wettersystem sowie gefährliche Emissionen, bei deren Ankündigung umgehend ein nahe gelegener Unterschlupf aufgesucht werden sollte, für eine lebendig wirkende Spielwelt. Die Nächte sind im Übrigen noch mal eine Spur dunkler als in den Vorgängern, daher lohnt sich ein Nachtsichtgerät auf alle Fälle.
Ein Gütesiegel verdienen ohne Zweifel die Missionen. Statt wie früher auf größtenteils generierte Nebenaufgaben von der Stange zu setzen, haben sich die Entwickler richtig was einfallen lassen. Viele Nebenaufträge greifen ineinander und erzählen ihre eigenen, spannenden Geschichten. Das funktioniert sogar so gut, dass diese die Haupthandlung klar in den Schatten stellen, die erst im letzten Drittel an Fahrt gewinnt. Ein hervorragendes Beispiel haben wir bereits in der Preview-Version beschrieben, das ganze Ausmaß des Auftrages ließ sich aber erst in der Verkaufsversion erkennen. weiter...
Einige unvergessliche Momente habe ich in der Zone erlebt. Für viele Fans dürfte das hier sogar das absolute Highlight der Serie bislang darstellen.
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Gründer Grygorovych besitzt S.T.A.L.K.E.R.-Marke [5]
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15.11.2009
Die Konsolenbefehle
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Kommentare
Pripyat
Will mal gerne wissen was Gameswelt bekommen hat für diesen Testbericht?
Gameswelt hat für diesen Testbericht ein Testmuster bekommen und das wurde bewertet. MFG Der Autor dieses Testberichts.
Also ich persönlich fand den ersten teil (auf deutsch gesagt ) scheiße ! .... sorry @ all S.T.A.L.K.E.R fans
Ich schätze das STALKER-Spielprinzip ist offenbar nichts für dich
Pripyat
Ich mus sagen so sehr angetan von Pripyat bin ich ganz und garnicht! Was bitte ist den das? Ein EgoShooter? Kommt mir eher wie sammeln und Handeln vor, wenn ich nen Peace Game spielen will hau ich mir die Sims3 rein.
Voll langweilig und von den Feinden...öm Feinde? Wenn mal welche da währen... ab und an kommt mal ein Hündchen vorbei, die einzige scene wo ich mal länger wie 15 minuten beschäftigt war, wo ich die wumme in der MAP3 holen sollte, sobald man aber weis das der scharfschütze auf dem Dach steht braucht man auch nur noch 3 minuten und das wars.
Will mal gerne wissen was Gameswelt bekommen hat für diesen Testbericht?
zum thema waffen gibt es die modern mod 1.0 alpha die auch weiter entwickelt wird und die smrter cop.letztere beinhaltet auch levelchanger.stalkerfilefront ist euer freund.
Also ich bin echt überrascht worden von diesem Spiel.
Gehört hab ich davon erst vor 1 Monat, un dachte mir bei nehm preis von 28.99 bei meinem onlinehändler.."Noch son Clear sky müll"
naja für 30 eus hab ichs mir dan doch gekauft, und sag nur hammer! die atmo is einfach klasse, man hat echt viel zu tun, und GSC hat endlich ma die KI überarbeitet und die gegner treffen jez nicht mehr in völliger dunkerlheit mit jedem schuss! jez macht der schalli auch ma sinn.
Was mich allerdings noch weiterhin frustet, sind die echt überteuerten reperaturpreise für die ausrüstung, Exoskelett 0% = 26000 rubel 1/3 des kaufpreises! ein paar kleine grafikbugs gibts auch noch sind aber nich weiter schlimm, das wechseln kostet 1000 rubel was voll übertrieben scheint, ich glaub ich hab schon 10000 innen sand gesetzt nur weil ich was im anderen lager vergessen hatte.
Ganz Schlimm sind aber die Wurffähigkeiten unseres Majors, der schmeist die granaten wie ne pussy, die die fliegen grad ma paar meter weit, un prallen unrealistisch an irgendwelchen kanten wieder ab.... also im lauf durch ne tür werfen kannste vergessen, zumal man die granate nich festhalten kann... sehr nervig sag ich nur!
ein paar neue waffen hätten dem spiel auch gut getan, wie zb Uzis, paar mehr Pistolen, moderne waffen die in die zone geschmuggelt werden können NTW-20 oder V-94, OICW ect, Thermosichtgerät, Mehr Handgranatenmodelle, blend, Brand, oder säuregranaten
mir würd jez bestimmt noch mehr einfallen, aber ich lass das jez ma.
Trotzalledem kann ich jedem das spiele empfehlen der das erst Stalker gespielt, un von Clear Sky die schnauze voll hat.
mfg
[spoiler]Es gibt eine vorher verschlossene Hütte, in der sich alles aufklärt. Wenn ich mich recht entsinne an den Dockkränen im ersten Gebiet
Achso ja, das hab ich gemacht. Ich dachte nur, es gäbe da noch irgendwas zu erforschen in dem Keller (war nicht so gesund, da direkt nach der Gasattacke reinzulatschen
S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat
Ich bin erstaunt über den Test. Dass die Ukrainer die S.T.A.L.K.E.R. Reihe so glanzvoll fortsetzt habe ich nicht gedacht. Klar natürlich dass die Grafik bisschen veraltet ist aber dafür ist die Story gut. Und überhaupt dass das Spiel es auf 84% auf PCs rauskommt ist eine neue Rekordschlag für Ukraine.
Mal eine Detailfrage an den Autor, falls er sich hier rumtreibt: Was ist denn am Ende der Bloodsuckerquest so unvorhersehbar? Hab ich da was verpasst?
!!!Achtung Spoiler!!!
Bei mir... [spoiler] sind nach dem Aufdrehen des Ventils lediglich 2 Bloodsucker angekommen, danach bin ich zum Schiff zurück, hab mit dem Barmann gesprochen und die Quest war gegessen. [/spoiler]
Hab ich da noch was verpasst? Dann müsste ich ja wieder 1000 Rubel berappen, um mich ins Startgebiet einzufliegen, und ich bin so ein Sparhans in Stalker-Spielen.
Ja, danach ist die Quest noch nicht erledigt.
[spoiler]Es gibt eine vorher verschlossene Hütte, in der sich alles aufklärt. Wenn ich mich recht entsinne an den Dockkränen im ersten Gebiet
Schöner Test, stimme zu!

Mal eine Detailfrage an den Autor, falls er sich hier rumtreibt: Was ist denn am Ende der Bloodsuckerquest so unvorhersehbar? Hab ich da was verpasst?
!!!Achtung Spoiler!!!
Bei mir... [spoiler] sind nach dem Aufdrehen des Ventils lediglich 2 Bloodsucker angekommen, danach bin ich zum Schiff zurück, hab mit dem Barmann gesprochen und die Quest war gegessen. [/spoiler]
Hab ich da noch was verpasst? Dann müsste ich ja wieder 1000 Rubel berappen, um mich ins Startgebiet einzufliegen, und ich bin so ein Sparhans in Stalker-Spielen.
call of pripyat
@ demoness
vergleichsbilder findest du viele, z.b. auf der pcgames seite; aber du solltest nicht wirklich grosse grafische unterschiede erwarten, denn unter win7 und dx11 gibt es vielleicht bißschen bessere licht/schatteneffekte und die neugekommenen tessellation effekte (etwas rundere polygone), viel mehr aber nicht.
hoffentlich läufts diesmal besser mit ati gra-ka's, denn stalker und clear sky waren heftig verbuged.
mfg
Vergleichsbilder DX11 vs. DX10 wären interessant gewesen.
Es ist immerhin das erste DX11 welches auch grafische Unterschiede zu DX10 bietet (Battleforge verbesserte ja nur die Performance).