Was am PC mit Hotkeys sowie Maus und Tastatureinsatz funktioniert, wurde erfreulicherweise auf der Konsole sinnvoll umgesetzt. Hier dienen die Aktionstasten als Hotkeys, wobei bei gezogenem Trigger eine Sekundärbelegung wirksam wird. So habt ihr zumindest sechs Fertigkeiten im schnellen Zugriff. Als Ergänzung gibt es ein simpel zu bedienendes Radialmenü, das wirklich übersichtlich gestaltet ist und dessen Einsatz dank der Pausierung des Spiels nicht in Hetzerei ausartet. Bioware hat es wirklich erstaunlich gut geschafft, die komplexe Bedienung eines Rollenspiels in den Controller zu quetschen.
Neben den Kämpfen spielen vor allem Dialoge eine wichtige Rolle, bei denen euer Alter Ego leider stumm bleibt. Dafür wird der Rest mit einer insgesamt sehr guten Synchronisation dargestellt, wobei nicht immer alle Sprecher ganz glücklich gewählt sind. Die zum Teil sehr umfangreichen Gespräche sind nicht nur Makulatur oder erzählendes Mittel, sondern fordern von euch immer wieder Entscheidungen mit zum Teil gravierenden Auswirkungen.
Auch in den Dialogen und Zwischensequenzen legt Bioware ungemein viel Wert darauf, die Charaktere bis ins letzte Detail auszuarbeiten. Man hat immer wieder das Gefühl, einer Persönlichkeit gegenüberzustehen. Das sorgt auf lange Sicht für eine enorme emotionale Bindung ans Spiel, denn man beginnt mehr und mehr, einige Gestalten zu mögen oder zu hassen oder unsicher ob deren Motive zu sein.
Ebenso gibt es bei den Hauptquests und den zahlreichen, sinnvoll eingebundenen Nebenaufgaben immer wieder massive Entscheidungsmöglichkeiten mit Auswirkungen. Regelmäßig wird euch freigestellt, ob ihr einen Konflikt mit Gewalt beendet oder mit Worten und welche Seite ihr im Konflikt ergreift. So gibt es einen Streit zwischen Elfen und Werwölfen, bei dem es euch freisteht, welche Seite ihr wählt und wie gewalttätig der Konflikt endet. Mitunter bringt euch eine derartige Entscheidung im späteren Spiel Vor- oder Nachteile, wobei wir hier nicht zu viel verraten wollen und daher auf ein Beispiel verzichten.
Neben Gruppenzusammenstellung und Kampf sowie Dialogen und Entscheidungen ist noch ein weiteres Element wichtig, nämlich die Ausstattung eurer Charaktere. Im Laufe der Zeit findet ihr ganze Wagenladungen an Ausrüstung - nicht so viel wie in einem Hack'n'Slay, aber durchaus genug, um immer wieder mal das Equipment zu überarbeiten. Händler sind ebenfalls vor Ort, wo ihr das eine oder andere nützliche Teil findet oder aber Schrott zu Geld macht. Dankbarerweise habt ihr ein gemeinsames Gruppeninventar, sodass ihr nicht dauernd Gegenstände hin und her schieben müsst. Ihr findet einiges an charakter- und klassenspezifischen Gegenständen, hinzu kommen selbst erstellte Objekte, wie Tränke oder Fallen, sowie die Komponenten dafür.
Generell muss man sagen, dass die Gestaltung des Interfaces bei allen Versionen sehr gut gelöst ist. Alle Menüs sind übersichtlich und gut bedienbar. Beim Questjournal hätte man sich hier und da noch einen Tick mehr Informationen gewünscht, aber auch das geht im Großen und Ganzen in Ordnung. Alles andere ist sehr überschaubar gehalten und dank der Pausierung kommt es selbst im dichtesten Schlachtengetümmel nie zu Chaos bei der Bedienung.
Wo Licht ist, ist allerdings auch Schatten. Haben wir beim Spielerischen und Erzählerischen nur recht wenig zu bemängeln, so sieht es auf der technischen Seite schon ernüchternder aus. Zwar sind die Charaktere auch visuell gut und einfallsreich ausgearbeitet, aber gerade die Gesichtsanimationen in den Dialogsequenzen wirken vergleichsweise schwach. Mass Effect war da schon einen guten Schritt weiter. Die Umgebungen sind zum Teil erschreckend detailarm und mit wenig begeisternden Texturen beklebt. Was auf dem PC noch halbwegs gut aussieht, verliert auf der Konsole noch mal stark an Reiz. Hier wird noch mehr an den Details gespart, sodass Dragon Age: Origins unterm Strich optisch einen eher durchschnittlichen Eindruck hinterlässt. Immerhin bleibt das Spiel auch auf mittelprächtigen Rechnern gut spielbar. weiter...
Eine spannende und wahrhaft epische Geschichte, fein ausgearbeitete Charaktere und ein ausgefeiltes Kampfsystem sorgen für lange Nächte.
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Kommentare
Polygon
Ich bin eher einer, der gerne Spiele wie Blue Dragon oder Champions of Norrath (kennt das noch jemand?)spielt. Aber das: WOW! Die Grafik ist stimmungsvoll, wenn auch manche Texturen lachhaft aussehen. Die Charaktere finde ich schick und die Syncro ist, bis auf ein paar Ausnahmen, nicht schlecht. Ansonsten ist es spielerisch sehr fesselnd und ich bin hin und weg. Ein Spiel, das sein Geld wert ist. Das gibt es nicht so oft, finde ich.
Decoy
Super game, und keine Ahnung warum ihr euch an der Grafik stört. Das ist die mitunter beste Grafik die ich seit langem gesehen habe. Details ohne Ende, liebevolle Umgebungen einfach Klasse. Erinnert mich von der Atmosphäre her sehr an Baldurs Gate.
Arturas
Am Anfang dachte ich hier kommt wieder so ein Spiel wie Difinity 2 oder Risen ( die mir persönlich nicht so gut gefallen haben ) aber ich wurde überrascht den es ist wirklich das beste rollenspiel der letzten jahre und für mich game of the year 2009 !
ollinger
nightma...
Bin sehr angetan von diesem Spiel. Halt typisch Bioware: recht linear, dafür aber eine mitreißende und fesselne Story. Für mich definitiv eines der besten Rollenspiele.
Gambit
Also ich habe nun auch einige Stunden Dragon Age gespielt und bin auch ziemlich angetan. Es zündet wirklich mit der Zeit immer mehr.
Mit der eigenen Hausinternen Messlatte Mass Effect kann für mich das Spiel aber nicht ganz mithalten. Allein schon der einfache Trick mit dem Dialogsystem bei ME, dass man schon während der Antwort des anderen wieder antworten konnte - machte die Dialoge extrem plastisch (Liebe Hersteller - bitte alle so machen und ich denke, dass ist nicht schwer). Gut - bei DA ist der eigene Char erst gar nicht vertont worden - Schade.
Aber dass man so gar nicht springen oder mal ins Wasser laufen oder mit der Umwelt ein wenig spielen/experimentieren kann, finde ich auch schade. Der grobe Weg ansich ist schon vorgegeben, aber das interessante ist ja hier auch, dass es ein paar sehr schöne ausgearbeitete Wege gibt.
Story, Chars und der Inhalt der Dialoge sind mal wieder wahnsinn und auch die Kämpfe gefallen mir sehr (für mich sind es Kämpfe die Spaß machen - ist für mich auch nicht selbstverständlich in jedem RS). Es kam schon ein paar mal vor, dass ich einen Kampf verlor, weil ich keine Taktik einsetzte. Dann mit etwas Raffinesse herangegangen bin und schon sah die Sache anders aus.
Ich bin für mich in einen Zwiespalt geraten, was den eigenen Char angeht (also von mir selbst überrascht). Will ich, dass man einen Char komplett selbst nach meinen Geschmack definieren, aber somit im Spiel nur abstrakt behandelt werden kann. Oder möchte ich vielleicht lieber doch ein Sheppard, der komplett vertont und mit eingebaut werden kann (und hier konnte man das Aussehen sogar verändern - auch wenn der Default schon verdammt cool war: für mich perfekt gelöst). Tja - gute Frage.
Ischozar
Irgendwie hast du wohl die Defintion von RPG nich so ganz mit bekommen. Dein guter Punkt, das blutige und so...könnte man meinetwegen raus lassen. Das Spiel hat eine geniale Story und fesselt total. Auf solche Sachen wie Grafik etc. muss man da nicht achten. Bioware hat meiner Meinung nach seit langem mal wieder ein Spiel erschaffen das man noch in einigen Jahren spielen wird, auch wenns schon wieder veraltet ist. Top Rollenspiel, Top Story, Top Stimmen (jedenfalls auf Englisch) und Top Spielspaß. Zwei Daumen hoch!
Harekri...
ich hab mir jez die pc version gekauft,
und war richtig enttäuscht....
1.Die Grafik is ja ma teilweise mega grottig und wirkt wie aufgemalt, so ala Guild Wars....
dazu weder springen, noch klettern, mann kann nichma durch kleine pfützen laufen oder nen hügel runterrutschen...
2. Die figuren bewegen sich wie 2 meter große Kleiderschränke sogar die Weiblichen chars Oo
3. Der Held ist ma gar nicht vertont in den unterhaltungen mit npcs, da fand ich das bei Mass Effect schöner...
4 Das Taktik menü is übelst verwirrend und bietet nicht immer genau funktionweisen der einzelnen Möglichkeiten.
5.ergo ergibt sich daraus,das die gefährten nur doof draufhauen und meist als erstes ins graß beißen...
6. Sogar auf dem leichtesten Spielrang, finde ich das spiel doch etwas zu heftig, nach knapp 4 stunden stand ich im turm vor nem fetten Troll, der mich 2 ma klatscht un ich tot umfalle.....
7.Bei nem lvl up, sollten 2-3 mehr punkte verteilbar sein, sonst kommt man gar nich ausm knick.
8. und zu guterletzt, ein mehr oder weniger positiver Punkt, Schön Blutig, coole finishing moves, aber warum werden die leichen weggebeamt?!
hoffentlich wird mass effect 2 besser....hab mir mehr von dem spiel erwartet
Meister82
Da gibt es nichts zu meckern ein Top Rollenspiel.
John Snip
Yep
Joah MassEffect 2 wird den ersten Teil bestimmt übertumpfen. Aber Dragon Age Origins ist ja ein Fantasy RPG Mix, ME2 dagegen ist ja SiFi.
Mir kann es egal sein. Spiele beide Genre Klassen :-)
Evonics
RE: Einfach nur Episch Genial
...und der nächsten Jahre
Geht sich nicht aus. Mass Effect 2 kommt auch noch.
warrior...
Wie sieht es eigentlich mit einer Demo für das Spiel aus?
Naitsirk
Einfach nur Episch Genial
...und der nächsten Jahre
Geht sich nicht aus. Mass Effect 2 kommt auch noch.
John Snip
Einfach nur Episch Genial
ja Dragon Age hat seine kleine Macken, aber während des spielens merkt man davon einfach nichts.

Habe am Wochenende bereits 18 Stunden in der Welt von Ferelden verbracht und es macht einfach nur Spass. Die Unterhaltungen sind echt super. Die Figuren wirken zwar einwenig hölzern aber das macht die Mimik und die sehr gute deutsche Syncro wieder wett. Ich sage nur "Der Einsiedler". Und die Story kann auch überzeugen!
Wer Baldurs Gate und CO gespielt hat und mochte, der kommt um Dragon Age nicht herum.
Für mich das Rollenspiel des Jahres und der nächsten Jahre