26.10.2009 - Viola Tensil
Um Kingdom Hearts 358/2 Days im Detail vorstellen zu können, lohnt es sich, euch zunächst einen kleinen Einblick in die Chronologie der Rollenspielserie zu geben:
Zugegeben, Final-Fantasy-Helden und Disney-Figuren wie Micky Maus oder Goofy in einem Spiel - das klingt nach einer ziemlich merkwürdigen Mischung. Aber vielleicht hat genau dieser Umstand für den bemerkenswerten Erfolg des ersten Kingdom Hearts für PS2 gesorgt, den Square Enix einige Jahre später mit einem zweiten Teil (ebenfalls für PlayStation 2) fortsetzte. Dazwischen erschien Kingdom Hearts: Chain of Memories für den Game Boy Advance, das zwar in den USA und in Japan sogar als PS2-Remake erschien, in Deutschland jedoch nicht veröffentlicht wurde.
Die Geschichte von Chain of Memories füllt dabei die Lücke zwischen den beiden Hauptspielen - was nun Kingdom Hearts 358/2 Days (gesprochen: „three-five-eight days over two") ebenfalls tut: Die Handlungen beider Handheld-Titel findet in etwa parallel statt. Während im GBA-Spiel allerdings weiterhin der bisherige Hauptcharakter Sora gesteuert wird, erfährt man im aktuellen DS-Spiel mehr über den in Kingdom Hearts II neu vorgestellten Roxas. Und der wiederum ist ja auch eine Art Alter Ego von Sora.
Wer nun nur noch Bahnhof versteht, der wird an Kingdom Hearts 358/2 Days wenig Freude haben: Das Spiel richtet sich eindeutig ausschließlich an Fans der Serie. Denn wer nicht genau über die verzwickten Handlungsstränge informiert ist, in denen es Paralleldimensionen gibt und irgendwie nicht ganz klar ist, wer auf der guten und wer auf der bösen Seite steht, wer das nicht weiß, dem werden die Dialoge und Charaktere in Kingdom Hearts 358/2 Days ein Rätsel sein.
Insofern macht Square Enix recht wenig, um neue Fans zu gewinnen.
„Alte Hasen" hingegen erfahren in diesem DS-Spiel mehr über Roxas' Zeit bei der mysteriösen Organisation XIII, die ihn auf unzählige Missionen schickt, um mit seinem Schlüsselschwert die sogenannten Herzlosen zu bekämpfen.
Und damit kommen wir auch schon zu einer Neuerung: Während man in den bisherigen Spielen weitgehend linear zwischen den verschiedenen Welten hin- und hergereist ist, unterteilt sich dieses Spiel nun in Haupt- und Nebenmissionen. Der Umfang ist dabei beträchtlich: Allein mit den handlungsrelevanten Aufgaben ist man gute 25 Stunden beschäftigt, nimmt man noch sämtliche Nebenquests hinzu, kommt man eher auf 40 Stunden Spielzeit.
Dafür dauert es aber auch ganz schön lang, bevor ihr überhaupt richtig loslegen dürft, denn für das Tutorial braucht ihr bereits mindestens eine Stunde - und nach weiteren 90 Minuten seid ihr immer noch in der stets gleichen Umgebung von Twilight Town. Erst dann beginnt ihr, andere Welten zu bereisen, wobei es sich ausschließlich um bereits aus den Vorgängern bekannte Orte wie Agrabah aus Disneys Aladdin, das Schloss aus Die Schöne und das Biest oder den Garten aus Alice im Wunderland handelt. weiter...
Lob an Square Enix für Umfang, Grafik und Erzähltiefe, aber nächstes Mal bitte endlich die Kamera fixen und ein paar neue Levels programmieren.
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Kommentare
Naitsirk
Im dem Falle ist Schreiben nicht schwer sondern Lesen. Ich muss grad nachdenken wie "schnell" man lesen müsste um die "2" Seiten zu lesen.
Faztileser sind für mich ähnlich den Wertungstypen, die meinen weil da eine ein bis zweistellige Zahl steht, müssen diese einen 3 Seiten(im diesen Falle 2 Seiten) schönen Detailbericht nicht durchlesen.
KypD
oder aber das Schreiben ist schwer
dann sollte man bei Pro sich korrekt ausdrücken und nicht allgemein, nicht jeder liest sich einen Artikel ganz durch sondern will lieber das Fazit und wenn dann dort nur die halbe Wahrheit steht ist das schon doof oder? Immerhin verlassen sich nicht gerade weniger auf solche "Tests" und wenn die dann Pro lesen und da steht 40 Stunden (klar das ist so oder so immer nur ne Schätzung aber dennoch) aber genauso gut sind es dann doch nur 25 Stunden ..dann ist das doch ein krasser Unterschied
Egal wie gesagt kaufen das Spiel lohnt sich. Auch wenn es nicht jedermanns Geschmack sein dürfte.
p.s. jo ich bin einer der oft nur das Fazit liest und dann erst den Rest, vor allem bei Sachen die ich noch gar nicht kenne schau ich erstmal ob es sich überhaupt lohnt viel Zeit in den Artikel zu investieren oder nicht.
Naitsirk
Du solltest mal auch den ganzen Test lesen, denn auf der ersten Seite steht das die Spieldauer etwa 25 Stunden beträgt, jedoch mit den ganzen Nebenquest locker die 40 Stunden zu füllen sind.
Da ist wohl eher lesen statt rechen schwer, nich?
KypD
nanu rechnen ist schwer?
Zitat : erst ab der fünften Spielstunde nimmt der Titel richtig Fahrt auf, dann ist aber auch erst knapp ein Fünftel geschafft.

Somit also 5x5=25
aber bei Pro: über 40 Stunden Spieldauer
wohin sind denn da im Fazit mindestens 15 Spielstunden hin verschwunden?
Na seis drum.
Auf jeden fall lohnt sich der Titel