Diese Sprünge in die Vergangenheit stellen die eigentlichen Levels in der Einzelspielerkampagne dar. Sie fallen weitgehend geradlinig aus und erinnern an die Missionen aus den ersten drei Halo-Episoden. Dazwischen sorgen die Erkundungsabschnitte des Neulings für einen Zusammenhang, für das "große Bild" der Hintergrundgeschichte. Dieses Gewebe bietet eine bedrückende Stimmung und vermittelt mitunter fast schon das Gefühl eines Schleichspiels à la Splinter Cell. Denn die Gegner rechnen eigentlich gar nicht mit eurer Präsenz, sodass ihr oft das Überraschungsmoment auf eurer Seite habt. Meist geht es aber natürlich in typischer Shooter-Manier mehr zur Sache.
Trotz des Fehlens eines Master Chiefs fühlt sich die Action genau so an, wie ein Halo-Spiel sein muss. Die vertrauten Waffen, Gegner und Schauplätze sorgen zwar nicht gerade für Überraschungen, aber für ein wohliges Zuhause-Gefühl bei den Shooter-Fans. Und hier merkt ihr rasch, welche Klasse der Xbox-Oldie im Grunde noch immer versprüht. Sicher: Das Spieltempo wirkt im Vergleich zu aktuellen Shootern arg träge, dafür begeistern nach wie vor die hervorragende Spielbarkeit, das exzellente Balancing im Spieldesign sowie die exzellente Steuerung.
Logisch, dass hierbei schnell Erinnerungen an legendäre Halo-Momente aufkommen. Dabei ist es fast etwas überraschend, dass die Kampagne des ODST-Ausflugs in puncto Aufbau sehr gut mit den bisherigen Teilen mithalten kann. Auf esoterisch angehauchte Zwischensequenzen und öde Innenlevels wird weitgehend verzichtet, euch werden in den Erinnerungslevels selten Ruhepausen gegönnt.
Der Kampf und die Kriegsatmosphäre stehen also ganz besonders stark im Zentrum dieses Abenteuers, das handlungstechnisch zwischen dem zweiten und dritten Halo-Teil angesiedelt ist. Größtes Manko der Kampagne ist jedoch die Spielzeit: Trotz des allgemein angezogenen Schwierigkeitsgrades und des mehrmaligen Herumirrens in den Straßen New Mombasas haben versierte Spieler die Kampagne in fünf bis sechs Stunden durchgezockt. Wie für alle Halo-Spiele gilt jedoch auch hier: Je höher ihr den Schwierigkeitsgrad wählt, desto besser ist das Spielgefühl. Die legendäre KI der Gegner entfaltet sich erst auf den beiden anspruchsvolleren Schwierigkeitsgraden.
Apropos KI: Obwohl mittlerweile in die Jahre gekommen, überzeugt sie nach wie vor. Das gilt zumindest für die Feinde. Die von der CPU gesteuerten Kollegen ballern zwar fleißig mit, bis die Kanonen glühen, sie sind aber leider bei der Wegsuche immer noch unterbelichtet und überfahren euch schon mal, wenn sie zum Beispiel am Steuer eines Warthogs sitzen. Denn Fahrzeuge gibt es in ODST ebenfalls, sie spielen jedoch eine weniger gewichtige Rolle als in den bisherigen Episoden. Ob das nun ein Vor- oder Nachteil ist, ist Geschmackssache.
Erfreulich: Auch Halo 3: ODST verfügt über einen (etwas im Hauptmenü versteckten) Koop-Modus im Splitscreen, System Link oder online. Allerdings ist dieser nur noch für zwei Personen verfügbar. Ausserdem werden zu zweit ein paar Abläufe, wie etwa die Befreiung aus einer Raumkapsel zu Beginn der Mission, gestrafft. Leider kann der Koop-Modus nicht ganz mit denjenigen aus den bisherigen Halo mithalten. Die Rückblenden machen zwar Spass, die Ausflüge durch New Mombasa dagegen funktionieren weniger gut.
Für bessere Koop-Action sorgt der brandneue Feuergefechtmodus. Dieser ist weit unkomplizierter und Arcade-lastiger ist als Koop in der Kampagne. Auf den ersten Blick wirkt die Spielidee jedoch nicht gerade originell: Ihr müsst in einer Arena auf New Mombasa eintreffende Gegnerwellen vernichten. Das erledigt ihr entweder alleine, mit bis zu drei Kumpels online oder im Split-Screen. Das Spielprinzip kennt man mittlerweile aus diversen Titeln, allen voran Gears of War 2 mit seinem Horde-Modus.
Mehrspieler-Fans müssen ganz stark sein: Der fantastische Mehrspielerduellmodus, den man in den Halo-Spielen kennen und lieben gelernt hat, fehlt ebenfalls! Was mit dem Feuergefecht auf den ersten Blick nach einer Enttäuschung aussieht, entpuppt sich bald als Suchtmittel erster Güte. Dank der KI, der hervorragend zusammenspielenden Feindeinheiten und des langsam, aber stetig wachsenden Schwierigkeitsgrades könnt ihr bald nicht mehr so schnell die Finger vom Feuergefechtmodus lassen - das berühmte Noch-eine-Runde-Gefühl setzt rasch ein. weiter...
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Kommentare
NPC
ODST ist auch nicht als neues Spiel gedacht gewesen. Ursprünglich sollte es ein Download Add-on werden (Halo3: Recon). Dann wurde es umfangreicher und man entschied sich daraus eine Standalone-Expansion zu machen.
Es ist ja auch mit dem Neupreis von ca. 40€ wesentlich billiger als andere neue XBOX360 Spiele.
Ich denke diesen Preis ist es auch wert. Gerade wenn man vllt. noch kein original Halo3 hat kriegt man einen sehr umfangreichen Multiplayerpart.
Ich hatte zwar Halo3 aber noch keines der kostenpflichtigen Mappacks von denen ja jedes einzelne schon 10€ kostet.
Ich denke gerade wenn man sich die Neurungen bei anderen Shootern anguckt (z.B. Call of Duty) wird hier mehr neues in einem Add-on geboten als woanders bei nem neuen Vollpreis-Titel!
Weisser...
also ich hab mir das spiel ausgeliehen und muss sagen ich bin enttäuscht. die kampagne ist recht kurz geraten, die einzigste neuerungen scheinen neue missionen und eine handvoll neue waffen zu sein. dieses spiel ist in meinen augen nicht mehr wert als en 10er, maximal en 20er. IMMERHIN kann man sich damit trösten, dass fast jedes spiel mittlerweile kürzer wird, anspruchsloser, schlechter, und um das ganze noch abzurunden, teurer. die entwickler geben sich einfach keine mühe mehr, sie verlassen sich eher darauf, dass die werbung für den guten umsatz sorgt und anscheinend funktioniert das ja perfekt.
MadBad03
Beurteilung
Auch sehr schön ist die Film Noir Atmo, wenn man zu leicht saxophonartigen Klängen durch die nett ausgeleuchteten nächtlichen Straßen zieht.
und du hast auch recht, die Handlung kommt dadurch besser rüber
aber trotzdem ist der größte Nachteil das die kAMPAGNE
zu kurz ist,ansonsten geiles Spiel
is halt Halo
We are ODST
Ach ja meine Wertung:90%
Top
NPC
Mir persönlich gefällt die Kampangne von ODST besser als die originale Kampangne. Besonders, weil sie etwas düsterer und ernster gehalten ist.
Auch sehr schön ist die Film Noir Atmo, wenn man zu leicht saxophonartigen Klängen durch die nett ausgeleuchteten nächtlichen Straßen zieht.
Raven50000
Einmal Helljumper sein...

ich glaub ich brauch doch ne xbox
Spoon[TNT]
Top
Also ich finde es einfach nur genial.
Bis auf die dt. Sprachausgabe.... da waren sie net so motiviert :-D
Mafioso
Mafioso
nick_goat
och schade, ich hab gehofft, dass du auf meine wette einsteigst

dann muss ich eben auch Glück beim Gewinnspiel hoffe
Hey Leute, danke für den Hinweis!
. Der Koop ist ganz ordentlich, mir hat der Koop in Halo 1-3 aber besser gefallen, New Mombasa verträgt sich nicht sooo super mit Koop - das Gefühl der Einsamkeit stimmt logischerweise nicht mehr, ausserdem macht das 'Anschleichen' weniger Sinn.
tatsächlich ist der Modus in der finalen Version vorhanden, es gibt also einen koop-Modus in der Kampagne. Wir haben diesen Modus in der Red gerade eine gute Stunde im Splitscreen gezockt (und es geht noch weiter
Das Review wurde entsprechend aktualisert.
Finanzb...
*facepalm* die Kampange von Halo 3: ODST kann man online im Coop-spielen, per Lan, Xbox Live zu viert und per Splittscreen zu zweit und Online. Dafür gibt es einen EIGENEN Menüpunkt DIREKT unter Solo Spiel Starten im Hauptmenü läuft genau so ab wie bei Halo 3 und dem Firefight Modus bei ODST!!
cyberme...
"kein Koop in der Kampagne "
Der Singleplayer Coop ist für mich entscheident gewesen ob ich mir das Spiel kaufe oder nicht - schade =/
öh, da muss ich nochmals nachschauen, also mir ist es nicht gelungen, die Kampagne online zu starten und davon stand in der Anleitung ebenfalls nix (hab extra nochmals nachgeblättert).
Der Redakteur meint...
David Stöckli
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