24.09.2009 - Max Falkenstern
Publisher THQ versucht, die Kaufentscheidung mit zahlreichen Boni zu erleichtern. Als Entschädigung für die dreimonatige Wartezeit bis zur Veröffentlichung der PC-Umsetzung von Red Faction: Guerrilla liegen dem Hauptprogramm sowohl die zusätzliche Solokampagne "Dämonen der Badlands" als auch das umfangreiche Mehrspielerpaket, bestehend aus acht frischen Karten und zwei Spielmodi, bei. Diese Inhalte gibt es für die Konsolen in ähnlicher Ausführung nur in Form eines kostenpflichtigen Downloads.

Zuerst widmen wir uns der Bonuskampagne "Dämonen der Badlands", die die Vorgeschichte von Red Faction: Guerrilla behandelt. Ihr kämpft in der Haut von Samanya, einer Angehörigen des Marauder-Stammes, gegen die bis an die Zähne bewaffneten Truppen der
Earth Defense Force (EDF). Da der Schwierigkeitsgrad der zusätzlichen Solomissionen im Vergleich zum Hauptprogramm angestiegen ist, greift die hübsche Maid auf eine Vielzahl neuer tödlicher Waffen und Fahrzeuge zurück. Für Langzeitmotivation sorgen die zahlreichen Auszeichnungen. Um die auf der Xbox 360 längst populären Erfolge auch auf dem PC freischalten zu können, ist ein Konto bei Games for Windows Live Pflicht. Ebenso benötigt wird die Registrierung für den Online-Modus für bis zu 16 Spieler. Erfreulich ist die Tatsache, dass Entwickler Volition an einen LAN-Modus gedacht hat.
Und die Schattenseiten? Die hat die PC-Umsetzung Red Faction: Guerrilla leider auch. Als kleinstes Manko wäre da die überaus schwammige Maussteuerung innerhalb der Menüs zu nennen. Ferner ist es sonderbar, warum man auf der Karte mit den Cursor-Tasten scrollen kann, nicht aber mit einer Mausbewegung. Ein weiteres Rätsel gibt die schlechte Performance auf. Auf dem Testsystem entwickelte sich Red Faction: Guerrilla bei einer Auflösung von 1600x1200 Pixeln mit allen Details zu einer Diashow: Es schaffte kaum mehr als 15 Bilder pro Sekunde. Die vermeintliche Grafikpracht dürfte dabei nicht als Ausrede gelten, denn oftmals prägen hässliche Texturen und plötzliche Pop-ups in unmittelbarer Umgebung das Bild. Schade auch, dass die Entwickler nicht an einen Benchmark gedacht haben, wie er beispielsweise in Batman: Arkham Asylum und Devil May Cry 4 existiert.
Alec Mason ist ein Abenteurer. Jemand, der die Gefahr nicht scheut und das Leben umarmt. Und vor allen Dingen jemand, der sein Schicksal selbst in die Hand nimmt. Deswegen zieht Alec auf den Mars in der Hoffnung, sich hier ein neues Leben aufzubauen. Denn schließlich ist der Mars ungefähr so wie Amerika damals: Ein neues Stück Land, bei dem die Möglichkeiten unbegrenzt sind und das Glück einfach darauf wartet, dass man es vom Boden aufhebt, oder? Nun ja, nicht ganz. Denn die Earth Defense Force (EDF) , die in den Vorgängern für Recht und Ordnung gesorgt und den Minenarbeitern geholfen hat, hat sich weiterentwickelt. Allerdings nicht zum Guten. Aus dem rechtschaffenen Verein sind diktatorische Unterdrücker geworden, die die Minenarbeiter ausbeuten, wo es nur geht.
Und das bekommen wir als Spieler sehr schnell zu spüren. Bei unserer ersten Aufgabe, ein paar Rohstoffe einzusammeln, geht gleich alles schief und unser virtueller Bruder springt über die Klinge. Kaltblütig ermordet durch die Hand der EDF. Als auch wir kurz darauf von den EDF angegangen und verdächtigt werden, einer der aufständischen Rebellen zu sein, eskaliert die Situation und wir schließen uns Red Faction an. Ab nun ist es euer Ziel, die EDF Schritt für Schritt zu dezimieren und aus den verschiedenen Territorien zu vertreiben. Davon gibt es insgesamt sechs Stück, die sich grafisch geringfügig unterscheiden. Das ist auch gut so, denn das gesamte Spiel in einer roten, wüstenähnlichen Landschaft zu verbringen, würde schnell langweilig werden. Zwar dürft ihr keine Flora und Fauna eines Uncharted erwarten, aber grünere Areale gibt es ebenso wie karge Eiseinöden.
Statt einzelne aneinander gereihte Levels zu absolvieren, dürft ihr die Welt relativ frei bereisen. Nun, nicht ganz frei. Ihr spielt euch sozusagen von Territorium zu Territorium. In diesen könnt ihr aber tun und lassen, was ihr wollt. Damit das Reisen nicht so lange dauert, dürft ihr euch jedes beliebige Fahrzeug schnappen. Vom kleinen Dünen-Buggy über ein gepanzertes Fahrzeug mit montiertem Geschütz bis hin zum dicken Schutttransporter ist alles dabei.
Die EDF vertreibt ihr, indem ihr bestimmte Hauptmissionen erfüllt. Außerdem senkt ihr die Kontrolle der Gegner, wenn ihr bestimmte Gebäude zerstört oder Nebenaufgaben erfüllt. Das wiederum verschafft euch Respekt und steigert die Moral unter den Kolonisten. Zum einen ist das hilfreich, da euch diese dann durchaus mal unter die Arme greifen und Seite an Seite mit euch kämpfen. Zum anderen erhaltet ihr am Ende einer Mission mehr Barschrott, die Währung des Spiels. Doch Vorsicht: Segnet Protagonist Alec Mason das Zeitliche, verliert ihr einen Teil eurer hart umkämpften Moralpunkte. weiter...
Krachbumm! Der Funke springt auch auf der PC-Umsetzung über, wenn auch mit Einschränkungen. Wen die dünne Handlung, die sich ständig wiederholenden Missionen sowie zahlreiche Grafikprobleme nicht stören, der findet mit Red Faction: Guerrilla sein persönliches Paradies: ein Sandkastenspiel für Menschen mit dem Hang zum zerstörerischen Chaos.
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Kommentare
conques...
Schade dass es keine demo gibt dann könnte man das perfekt testen.
Scherub
Ich spiele es auch unter Vista 64, konnte allerdings nur Performance-Einbussen bei groesseren Explosionen feststellen. Auch kann ich nicht ueber aufpoppende Objekte klagen.
Dieses aendert aber nichts daran, dass dieses Spiel mal abgesehen von der Moeglichkeit zur Zerstoerung ziemlich oede ist. Langweilige und vor allem auf Dauer recht eintoenige Missionen. Etwas eigenartiges Balancing und wie oben schon jemand erwaehnte, unendlich viele und nervende - aber teils auch idiotische - Gegner.
Auch ist die Maus tatsaechlich im Menue ein klein wenig traege, aber noch im Rahmen. Viel nerviger finde ich, wenn sie man sich mal wieder im Zoom befindet und die Taste fuenf Mal druecken - oder die Waffe wechseln - muss, um wieder in die normale Sicht zu kommen. Oder die Tatsache dass ich den Sound in Windows von 5.1 auf Stereo stellen muss...
Persoenliches Fazit: Man haette bedeutend mehr draus machen koennen und es ist hier beim Test noch besser weg gekommen als erwartet.
Auf meinem Rechner ist die Performance unter aller Sau, dabei ich habe ich auch noch die Registry aufgeräumt, die Festplatte defragmentiert und aktuelle Grafiktreiber installiert. Ja, das Spiel läuft bei mir stets unter 20 FPS. Die Auflösung niedriger schalten löst das Problem ist. Das könnte möglicherweise ein Bug sein, der mit Patches behoben werden könnt. Ich muss allerdings die Testversion werten.
Die schwammige Maussteuerung in den Menüs kann man doch nur schwer leugnen...
Hässliche Texturen und plötzliche Pop-ups in unmittelbarer Umgebung? NICHT EINMAL habe in dem Spiel Pop-ups gesehen, Texturen sind wohl kaum überwältigend, beschränken sich aber im Grunde auf das Gelände - Boden und Felsen (denn sonst existiert in der Spielwelt eigentlich nichts mehr, Vegetation oder Wasserkörper gibt’s hier eigentlich nicht) und diese sehen als Ganzes relativ gut aus, besser als in den meisten Spielen heutzutage).
Ich hätte wohl Test-Screenshots schießen sollen. Kann dir diese auf Wunsch gerne nachreichen. Diese plötzlichen Pop-Ups gibt es bei mir tatsächtlich. Diese resultieren wohl aus der schlechten Performance auf meinem Rechner. Wenn ich Gebäude betreten, spawnen plötzlich sämtliche Objekte der Inneneinrichtung, die vorher nicht da waren. Sieht ziemlich doof aus. Wie gesagt: Ich habe das Spiel unter Windows Vista 64bit getestet - du unter XP. :/
morra1313
frustwarnung
dieses frustbeule, hat nicht nur grafik aussetzer,nein,es wachsen gegner aus dem boden,sie fallen vom himmel,vor allem sind es unentlich viele!!!es gibt keine medikits,hast auch keine zeit dich selbst zuheilen!alles in allem kann ich nur warnen sich dieses machwerk(zweifelhafte)zukaufen!!!wartet lieber bis es 9,99 kostet!das wird schnell der fall sein!!"den mehr ist es nicht wert!!!!ich habs in den mülleimer geschmiesen!!schade um die 45euros,man lehrnt dazu.ich werde beim spiele kauf die firma THQ meiden!
porky_v...
Also, ausgerechnet die Kritikpunkte an dem technischen Aspekt kann ich nicht so ganz teilen. Ich spiele in einer Auflösung von 1680x1050 auf der höchsten Detailstufe und das Spiel läuft absolut flüssig (C2D E8400, 2 GB RAM, Radeon HD 4870 512 VRAM). Die plötzlichen und schweren FPS-Einbrüche bei den größten Explosionen und in heftigen Feuergefechten gehen nicht auf eine schlechte Performance des Spiels, sondern vielmehr auf Bugs im Spiel zurück und lassen sich in den meisten Fällen leicht beheben, indem man die Priorität des Programms im Task Manager auf "niedrig" stellt (am besten das Spiel über eine selbst erstellte .bat-Datei mit folgendem Inhalt "start /low rfg.exe" starten).
Schwämmige Maussteuerung??? Wo, wann?? Schwämmige Maststeuerung gibt’s in Resident Evil 5, hier funktioniert sie ordnungsgemäß wie in jedem richtigen PC-Spiel.
Hässliche Texturen und plötzliche Pop-ups in unmittelbarer Umgebung? NICHT EINMAL habe in dem Spiel Pop-ups gesehen, Texturen sind wohl kaum überwältigend, beschränken sich aber im Grunde auf das Gelände - Boden und Felsen (denn sonst existiert in der Spielwelt eigentlich nichts mehr, Vegetation oder Wasserkörper gibt’s hier eigentlich nicht) und diese sehen als Ganzes relativ gut aus, besser als in den meisten Spielen heutzutage).
Extra Grafikoptionen wie Ambient Occlusion und Godrays sind leider DirectX10-exklusiv, daher kann ich ihren Einfluss auf die Performance nicht beurteilen (bin WinXP-Benutzer)
Was die Eintönigkeit des Spiels angeht, da muss ich dem Redakteur leider zustimmen. Die Spielwelt ist leer und öde, Missionen monoton, der Spaß an der ungehinderten Zerstörung von Gebäude verschwindet nach ca. 2-3 Spielstunden, sonst bietet das Spiel im Grunde nichts. Wer Spaß an etwas chaotischen aber sonst storymäßig unterentwickelten Sandbox-Titeln wie Mecernaries 2 oder Prototype hatte, der wird mit RFG auf seine Kosten kommen. Für alle andere wird das Spiel zu einer Geld- und Zeitverschwendung.
xRAZORx
Imo sind die grafischen Unterschiede nicht "geringfügig".
Als ich die Demo auf der PS3 gespielt hab musste ich immer runter schauen ob es nicht Red Faction 2 auf der PS2 war. Das Aliasing und Tearing waren imo unerträglich. Ich warte auf jeden Fall bis es günstig zu haben ist.