03.09.2009 - Juergen Siegordner
Wir schreiben das Jahr 1940. Hitlers Angriffskrieg überrascht Europa vollkommen, obwohl es genügend Vorzeichen gab. Polen, die Benelux-Länder, Norwegen und Frankreich haben dem sogenannten Blitzkrieg nichts entgegenzusetzen und werden regelrecht überrollt. Mit Großbritannien hat man es nicht ganz so einfach, schließlich bietet die Insel natürlichen Schutz. Zum ersten Mal in der Geschichte müssen sich die Militärs also ganz auf die Luftwaffe verlassen, die das Königreich sturmreif bomben soll.
Genau in dieses Szenario versetzt euch die erste Kampagne von IL-2 Sturmovik: Birds of Prey. Als blutjunger Pilot der Royal Air Force werdet ihr in einigen Trainingsmissionen von den alten Hasen in die Kunst des Fliegens und des Luftkampfes eingeweiht. Vorgelesene Tagebucheinträge, Zwischensequenzen und Originalaufnahmen mit geschichtlichen Erläuterungen sorgen dabei vom ersten Moment an dafür, dass ihr euch schnell mit eurem Spielcharakter identifiziert und gleichzeitig eine zusammenhängende Hintergrundgeschichte erlebt. Womit auch ein großer Kritikpunkt an bisherigen IL-2-Titeln aus der Welt geschafft wäre, denn die Tage der namenlosen Helden sind nun vorbei.
Während der Lehrstunden entscheidet sich auch, welchen Schwierigkeitsgrad ihr später anwählen dürft. Der Arcade-Modus mit seinem vereinfachten Flugmodell, Zielfokuskamera und Vorhaltezielhilfe ist dabei wohl für die meisten Spieler geeignet. Er steht zur Verfügung, sobald ihr die Pflichtübungen absolviert habt. Danach steht noch eine Auswahl von optionalen Trainingseinheiten wie „Schwarmführer" oder „Bombenabwurf" auf dem Programm. Wenn ihr die nächste Lehrstunde angeht, schaltet ihr den realistischen Modus frei. Hier müsst ihr bereits auf viele Feinheiten achten, die das Fliegen zur Kunst werden lassen. Die Krönung ist schließlich der Simulatormodus, bei dem euch so gut wie keine Hilfen und auch keine Außenansicht mehr zur Verfügung stehen. Schon alleine ihn freizuschalten, ist eine Höchstleistung, die uns viele Anläufe kostete.
Nachdem die Lehrstunden abgeschlossen sind, geht es ans Eingemachte. Es gilt, den britischen Luftraum zu überwachen, Flugplätze und Radaranlagen zu beschützen und natürlich die feindlichen Bomberstaffeln abzufangen. Wenn ihr das Königreich erfolgreich verteidigt habt, schaltet ihr das erste russische Szenario frei, welches sich hauptsächlich mit den Kämpfen rund um Stalingrad befasst. Weitere Schauplätze der Kampagne sind die Invasion von Sizilien, der Kessel von Korsun (Russland), die Ardennen-Offensive und der finale Kampf um Berlin.
Bei den insgesamt 20 Missionen der sechs Kampagnen hat man löblicherweise darauf geachtet, stets Neues zu bieten und Wiederholungen zu vermeiden. Da ihr immer wieder für andere Nationen fliegt, ist die Anzahl der spielbaren Flugzeuge erfreulich groß. Insgesamt dürft ihr an die 40 Maschinen steuern, darunter auch Bomber und Kampfflugzeuge. Während in der Kampagne nur Flugzeuge der Alliierten zum Einsatz kommen, stehen euch für die Einzeleinsätze, das Training und den Mehrspielermodus auch die der Achsenmächte zur Verfügung. weiter...
Egal, ob Action-Junkie oder Simulations-Freak: IL-2 Sturmovik schafft es, viele Wünsche zu erfüllen, und dürfte somit ein entsprechend breites Publikum begeistern.
23.11.2009
PS3-Patch im Anflug [6]
09.10.2009
Erster DLC verfügbar
01.10.2009
Auch als digitaler Download für PSPgo
IL-2 Sturmovik: Birds of Prey - Launch Trailer
Ab geht's in die Lüfte
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Kommentare
Sieht echt gut aus!!
Macht bestimmt auch Spass einige Städte zu Bombardieren
Hmmmmm, amazon listet das bislang nur als UK-Import.
Ich habe trotzdem zugegriffen, und freue mich drauf.
Hachja, Storm of War.. WENN es denn mal kommt. Grummel.

Ich meinte in meinem letzten Beitrag übrigens natürlich X-Plane, nicht X-Flight.
Höh?

Warum steht da 30.9.09 ?
Gibts doch seit heute zum kaufen...
Ist gekauft, ist ne hübsche überbrückung bis der wirkliche Nachfolger für PC erscheint, irgendwann nächstes Jahr...
Und ja es ist nicht so HC wie BS oder Falcon, aber nunja es hat ne sehr gute balance.
Ööhm, also, sicher ist IL2 in die illustre Runde der realistischen Flugsims einzuordnen. Aber die Krönung des Realismus, auch in Hinblick auf das Flugmodell, ist es sicher nicht und nie gewesen. Das geht bei DER Masse an liegbaren Mustern auch überhaupt nicht.


Versteh mich nicht falsch, es ist schon sehr realistisch und ich LIEBE dieses Spiel, aber bei sovielen Fliegern kann man nicht jede Maschine so akkurat in all ihren Zicken und Stärken modellieren wie in einer Sim, die sich auf wenige Muster beschränkt.
Der Vergleich mit den genannte Spielen erübrigt sich sowieso, da diese keine Simulationen, sondern Shoot-em-ups mit Aviationshintergrund sind. Auch wenn die lieben Journalisten dieser Welt im Einleitungstext von jedem Arcadeflieger den schönen Satz "Simulationsfans aufgepasst!" schreiben.
Ein detaillierteres Flugmodell haben zum Beispiel X-Flight, Black Shark, Falcon4.0, Rise of Flight.
Was IL2 allerdings in Sachen Schadensmodell hinbekommen hat, war zu der Zeit revolutionär. Ich spiel's auch immernoch gerne, und die 109 oder die namensgebene IL2 sind ja wirklich gut modelliert und machen immernoch Spaß.
Der PS3 Titel wird bei Amazon.co.uk schon für den 4. September festgelegt.
Ich bin Fan der PC- Serie und hatte ansonsten schon mal das Vergnügen in einem echten Helikoptersimulator zu sitzen und durfte den Helikopter 60 mal erfolgreich starten. Ich habe also Ahnung, wenn ich behaupte ein Flufspiel sei realistisch oder nicht. (Den Microsoft Flugsimulator habe ich immer gemieden, mich interessiert echtes Fliegen ohne technische Hilfsmittel. Außerdem ist es kein Kunststück so einen Jumbo zu fliegen (im Simulator, nicht im wahren Leben).
Alles bisher dagewesene außer Il-2 ist mit keinem echten Flugverhalten zu vergleichen (Heroes over Europe, Blazing Angels... alles Arcade Titel. IL-2 auf dem PC war schon verdammt realistisch (spiele es sogar noch), leider ist die Grafik veraltet. Ansonsten kann ich nur sagen, dass es kein Spiel gibt, dass ich so lange gespielt habe wie Il- 2.
Ich habe die PS3 Demo gestern angespielt und freue mich über ein gar noch realistischeres Flugverhalten. Zwar hatte Wind und Wetter auch bei der PC Version einen Einfluss auf die Flieger, dennoch hatte man keine Mühe die Kiste gerade zu halten. In der PS3 Version ist es schon ein Kunststück bei starkem Wind überhaupt einigermaßen auf Kurs zu bleiben -und dass fühlt sich super an! Ich habe alle drei Steuerungstypen ausprobiert und der Arcade Modus geht erfreulich gut von der Hand. Meine bedenken waren aber, dass man im Simulationsmodus nicht in der Lage sein wird die Missionsziele zu erreichen (mangels unendlich Munition, Sprit, Zielmarkierung etc). Das ist nicht so! Ich habe das erste Level im Simulationsmodus gespielt und nur 5 Bomber abgeschossen ehe mein Flugzeug fast manövrierunfähig geschossen wurde. Ich habe die Mühle dann Notgelandet (was schwieriger als in der PC Version ist) und die Mission erfolgreich beendet. Unter Effizienz stand in der Bewertung die Höchstnote.
Simulationsfans brauchen also keine Angst zu haben, dass man im Arcade Modus alle Maschinen vom Himmel holen kann. DIe Bewertung geschieht fair.
Schön ist für Einsteiger auch die Möglichkeit, die Leben auf unbegrenzt zu stellen, so kann man sich an die Steuerung gewöhnen.
Schade ist, dass in der Demo mein Saitek flight Stick nicht funktioniert, mit dem Pad ist der Simulatuionsmodus nahezu unspielbar.
Besonders hervorheben will ich das Flugverhalten, und das absolut realistische Schadensmodell. Es bleibt abzuwarten, ob man auch in der Lage sein wird die Waffenkonvergenz zu verstellen, denn die Standardeinstellung macht das Spiel unnötig schwierig.
Die PS3-Demo hat mich schon überrascht und diese Wertung umso mehr. Werd ich mir wohl holen denn dieses Genre ist auf Konsolen (leider) rar gesät.