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Allgemeine Informationen

Titel:
Bionic Commando
System:
PC PlayStation 3 Xbox 360
Entwickler:
Grin Inc.
Publisher:
Capcom
Genre:
Action
USK/PEGI:
Ab 18 Jahren / 16+
Spieler:
Offline: 1 / Online: 2-8
Release:
17.07.2009
Off. Seite:
Watchlist:
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Bionic Commando - Review

Faszination des Niedergangs

Er lässt ihn lieber in eine Stadt reinstolpern, die euch die furchtbare Fratze der Zerstörung vorhält. Autowracks liegen zwischen Schutthaufen und halb eingestürzten Gebäuden, armdicke Ampeln wurden entwurzelt wie Stiefmütterchen. Rauchwolken umwirbeln brennende Lkw und die letzten Motelschilder, die da im Angesicht des Niedergangs flackern. Manche Szenen erinnern an das letzte Alone in the Dark, wenn in den Straßen der Stadt gigantische Löcher klaffen.

Mit halb versunkener, zerbombter Architektur und riesigen, in den Himmel starrenden Häuserfassaden fängt GRIN das bedrückende Gefühl geschundener Größe hervorragend ein. Auch wenn einige Texturen nicht bis in letzte technikfeine Detail ausgeschmückt sind und die Figuren in den Zwischensequenzen hölzern und zu abgehackt, in Zeiten von Mass Effect und Gears of War einfach eine Spur zu altbacken rüberkommen, ist die Leistung als Gesamtkunstwerk verblüffend.

Architektur schlägt Texturdetail, Anmut schlägt Technik - und zwar auf ganzer Linie. Denn wenn die Schweden euch erst mal auf schräge und vertikale Flächen hetzen, wenn man mit dem Greifarm an gekrümmten und in sich verdrehten Schienen Schwung holt, wie Spiderman zum Flug ansetzt und in diese monumentale Tiefe rast, ist das ein erhabenes Gefühl. Und dann erst dieser sonnendurchflutete Park im Herzen der Stadt mit seinem dichten Laubwerk, den zerfurchten Klippen und traumhaften Wasserfällen.

Als heller Gegenpart zum Gesicht des Untergangs, das euch bis zum Ende in Erdschluchten und verlassenen Gebäuden angrinst, funktioniert die Grünanlage exzellent. Und auch später gibt es immer wieder denkwürdige Momente, wo man etwa im zigsten Stock am Fenster eines Wolkenkratzers stehen bleibt und die trügerische Ruhe in sich aufsaugt, das milde Abendrot am Horizont, wabernde Papierfetzen vor dem Gesicht.

Was nicht zuletzt dem Soundtrack geschuldet ist, der sich ruhig und entspannt wie ein Schleier übers Geschehen legt, stoische Phasen der Stille mit Streichern oder melancholischen Klavierklängen begleitet und die Gefechte kraftvoll beschmettert. Genießt diese Augenblicke, die Ruhe vor dem Sturm, die eine ähnliche Wirkung wie in Shadow of the Colossus hat, bevor der akustische Donnerschlag und der bleischwangere Tumult auf einmal lautstark losbrechen. Und man plötzlich in die Tiefe stürzt ...

... sich aber gleich wieder abfängt. Gestatten: Arm, Bioarm. Der Star im Rampenlicht, der jedes Gewehr, jede Pistole und jede Granate aussticht. Mit ihm kann man nicht nur stilvoll in die Schlacht ziehen, sondern wie in Lost Planet auch nach Häuserfassaden, Balken, Brücken oder anderen Objekten greifen. Wenn das Fadenkreuz blau leuchtend rotiert, haftet der Arm daran und ihr könnt euch zum Beispiel auf Wolkenkratzer wuchten oder an Verkehrsschildern hin und her schwingen.

Auf den ersten Blick sticht das weitläufige und freie Leveldesign schon ins Auge, allerdings gibt es eine Art natürliche Begrenzung in Form besonders radioaktiver Zonen, die mit einem Atomsymbol und blauen Wolken angekündigt werden - hier heißt es schnell verschwinden, denn lange überlebt Spencer diese Strahlung nicht. Genauso hasst Spencer das kühle Nass. Ein wirklich grenzenlos freies Gefühl wie in Prototype oder Infamous mag sich so nicht einstellen. Trotzdem sind die Abschnitte groß genug, gaukeln aber viel mehr Größe vor, als tatsächlich vorhanden ist. Die Orientierung fällt in den abgegrenzten Abschnitten nicht schwer, denn farbige Markierungen binden euch stets den zu erreichenden Punkt und nützliche Waffenfundorte auf die Nase. weiter...

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Kommentare

  • nur enttäuschend

  • also es ist okay aber so richtig springt der funke nicht bei mir über ,wie bei prototype ,wo ich sofort dachte : woow , das ist genial!
    ich bereue es ein bisschen , mein geld dafür ausgegeben zu haben.
    zurückgeben kann man ja nicht^^

  • Nein, es ist keineswegs eine schlampige Portierung. Die angesprochenen Punkte wären einfach nur machbar gewesen. Wenn wir von schlampiger Portierung sprechen meinen wir doch meistens miese Texturen und fehlende Effekte (z.B. Resident Evil 4) oder schwammige Steuerung (z.B. eine Großzahl von Multiplattform-Shootern). Das ist bei Bionic Commando klar nicht der Fall denn die Grafik ist sehr gut - auch ohne Einstellungsmöglichkeiten - und die Steuerung ebenfalls, auch wenn es störend ist, dass die Tasten der Xbox360-Fassung eingeblendet werden.

    Qualitativ steht diese Version den Konsolenversionen in nichts nach, deswegen auch die gleich gute Wertung und sogar ein Award.

  • Hört sich nach einer schlampigen Portierung.
    Da hätte man mehr draus machen können.

  • Wegen dem Tutorial ich finds nur schade, denn so macht es GRIN den neulingen einfach nur unnötig schwerer.
    An der MS/KB Kombo selbst hab ich eigentlich nichts auszusetzen zumindest hatte ich bis jetzt nicht das Gefühl ein Pad einstöppseln zu müssen. ;)

    Zumindest kann man vorsichtig davon ausgehen das vlt. noch ein Patch folgen wird der den D3D10 Pfad hinzufügt, da NVidia scheinbar beim letzten Treiber Update ein dx10 Profil für BC hinzugefügt hat, wer weiss, ein wenig AA mit dem DoF könnt meine Karte noch packen.

    Aber leider ist BC ja scheinbar ein Ladenhüter, was nen zweiten Teil doch auf ziemlich wackeligen beinen stehen lässt....Schade.
    )Edit: Ja, die PC Version kann noch was reissen, muss aber nicht.)


  • Eh, aber doch etwas hat mich dann doch extrem genervt, wenn man das Tutorial spielt, ohne ein Pad angeschlossen zu haben, und man bekommt die ganze Zeit die X360 pad layout buttons serviert, das ist einfach dämlich und faul.

    Jup, da fühl ich mit dir. Die ersten Sekunden man geht paar Schritte und es kommt auch der erste Gegner und für besser Zielen steht (RT) und ich seh runter zu der Tasta und denk mir:" Na da ist doch was falsch." :D

  • Ist schon so, das es nicht die Welt ist das man praktisch nix einstellen kann, (ich mein es sieht meistens sehr nett aus).

    Aber von GRIN hätte man schon ein wenig mehr erwarten dürfen(GRAW1/2 PC Only), achja und dass der D3D10 renderpfad plötzlich wie vom erdboden verschwunden ist, ist auch ein wenig seltsam.

    Aber jup spass machts schon.

    Eh, aber doch etwas hat mich dann doch extrem genervt, wenn man das Tutorial spielt, ohne ein Pad angeschlossen zu haben, und man bekommt die ganze Zeit die X360 pad layout buttons serviert, das ist einfach dämlich und faul.

  • Hm müsste unter Einstellungen(oder Optionen) und dann Video (oder Grafik) ist selten was anders. :D

  • wo kann man denn die auflösung einstellen. ich finde die einstellung nämlich nicht :D

  • Ähm leute Grafik ist nicht alles. Das Spiel sieht so teils auch sehr gut aus und im Zweifelfall: Ich meine das man bei ATI, AA und AF auch im CCC menü nachlegen kann auch wenn das Spiel es nicht haben sollte.

    Gab es bei dem Spiel nicht noch ein Problem wegen dem Symbole sammeln?

  • Zitat
    Für PC-Spieler gibt es außer der Auflösung keine Möglichkeit, an der Grafik herumzuspielen.

    Nanu? Das ist natürlich alles andere als schön. Texturauflösung, AF, AA sind Sachen, die in jedes Optionsmenü gehören. Wir RAZOR schon sagte, wir haben 2009.

  • WTF?
    Nur die Auflösung lässt sich verändern? Vielleicht sollte man Grin Inc. mal mitteilen dass wir inzwischen 2009 haben..

Star Wars: The Old Republic

Der Redakteur meint...

Christian Schmitz Portrait

Auch dieses Bionic Commando ist eine richtig knackige Herausforderung geworden. Ganz im Sinne des Originals.

Christian Schmitz

Informationen

Systeminfos:

PC

  • Dual-Core-Prozessor
  • 1,5 GB RAM
  • Grafikkarte mit 512 MB VRAM (Shader 3.0)
  • DirectX 9 kompatible Soundkarte
  • Windows XP/Vista
  • 8 GB Festplattenspeicher

Features:

PC

  • Fortsetzung des NES-Klassikers
  • bionischer Arm für die Fortbewegung und für den Kampf
  • diverse Waffen und Nahkampfangriffe
  • Mehrspielermodus für bis zu 8 Spieler
  • freischaltbare Extras
  • 3 Schwierigkeitsgrade

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