21.07.2009 - Andreas Altenheimer
Violette Summer sieht nicht nur gut aus, sie ist obendrein eine ausgebildete Spionin, die während des Zweiten Weltkriegs für die britische Armee arbeitet und sich mitten ins Nazi-verseuchte Zentrum wagt. Entsprechend steuert ihr die Frau durch zwölf Levels sowie zahlreiche Missionen der Marke "Besorge X", "Töte Y", "Triff Z".
Die Geschichte hat kaum Besonderheiten zu bieten, einzig der Ansatz ist von der Idee her interessant. Denn Violette wurde bei einem Auftrag schwer verletzt und liegt komatös in einem Krankenhaus, von wo aus sie einige ihrer absolvierten Aufträge in Form von Rückblenden wieder erlebt. Durch diesen kleinen Trick konnten die Entwickler der Assassine eine besondere Fähigkeit andichten, dank der sie unter dem Einsatz von Morphium-Spritzen für einige Sekunden unverwundbar ist und einen Feind frontal mit dem Messer erstechen kann.
Weil diese Spritzen in Violettes Traumwelt rar gesät sind, müsst ihr die meiste Zeit über konventionelle Schleichtechniken einsetzen. Direkte Frau-gegen-Mann-Kämpfe überlebt ihr selten, auch weil ihr oft nicht die passende Waffe im Halfter stecken habt oder euch die Munition fehlt. Velvet Assassin verlangt dafür viel Geduld und heimliches Morden: Ihr müsst alle paar Meter stoppen, um die Routen eurer Gegner abzuchecken. Immerhin ist Violette kaum auszumachen, sobald sie in einer dunklen, schattigen Ecke kniet. Sollte sie jedoch entdeckt werden, dann folgt schnell der tödliche Kugelhagel.
Wie es sich für eine lautlose Attentäterin gehört, hat unsere Schönheit einige Tricks auf Lager. Diese gehen weit über die übliche Methode à la "Schleich dich von hinten heran und erdolche dein Opfer" hinaus. So könnt ihr eure Feinde ablenken, wahlweise durch Pfeifen, das Abschalten eines trällernden Radios oder das Manipulieren von Stromkästen. Ihr dürft einen Gegner schnöde mit der schallgedämpften Waffe erschießen oder ihn in die Nähe einer Öllache locken, um diese wiederum per Schuss zu entzünden. So lassen sich, nebenbei bemerkt, gleich mehrere Soldaten erledigen, sofern euer Timing stimmt. weiter...
Am Ende bleibt kein großer Hype-Blockbuster, jedoch ein brauchbares Action-Spiel für geduldige Naturen.
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Kommentare
Und in den UK wird bald PEGI offizielle Alterswertungen vergeben - und PEGI vergab, wie die USK, eine 18er-Wertung.
warrior...
Typisch: Im Cinematic Trailer sieht man die Altersfreigabe 15. Ich weiß jetzt nicht, auf welches Land das genau zutrifft, aber wir haben ja wieder mal eine 18er-Wertung gekriegt. -.-
game$de...
DeusExM...
Auf dass es in der Tonne verschwindet und recycelt werde (damit vielleicht nachher was Brauchbares dabei herauskommt).
Acacyn
Ich finde das Spiel klasse, klar Hitman und Splinter Cell bieten deutlich mehr Möglichkeiten, aber wie hier bereits gesagt wurde ist die Athmosphäre einfach bedrückend fantastisch und es ist endlich mal ein ganz anderes Zweiter Weltkrieg Spiel als wir sonst gewohnt sind.
Jupp das Speichersystem ist für die Tonne aber sonst gibt das Spiel wirklich gute Unterhaltung.
Templer
Irgendwie hat es mir an Abwechslung gefehlt, die KI reagiert manchmal sehr dumm und die Speicherpunkte sind nicht immer fair gesetzt worden.
Alles in allem: Noch ein Schleichspiel, was aber durch seine Atmosphäre punkten kann.
Außerdem gibts sogar einen Nude-Patch zu dem Spiel.
Siro2006
Mir aber hat das Spiel großen Spaß gemacht. Die Athmosphäre ist einfach unglaublich. Auch wenn die Speichermechanik teils echt derbe nervt, ich kam nicht davon los.
xRAZORx
Klingt wie Hitman mit weiblicher Hauptfigur.