02.07.2009 - Juergen Siegordner
Als wir eingangs von einer langen Tradition sprachen, meinten wir auch die des gnadenlosen Misshandelns von Controller-Knöpfen. Fans der Dynasty-Warriors-Serie werden somit schon nach dem ersten Satz merken, dass sich am grundlegenden Spielprinzip nichts geändert hat. Ihr tretet im chinesischen Mittelalter zu verschiedensten Aufträgen an und vermöbelt dort Hunderte von Kriegern durch das simple Dauerbearbeiten von ein bis zwei Buttons auf dem Controller. Das reicht aus, damit sich euer Superheld wie ein Mähdrescher durch die Massen der Feinde kämpft.
Im Empire-Modus spielt sich die Kampagne ab. Hier findet ihr bei DW6: Empires ein Spielbrett, auf dem ein rundenbasierter Kampf um die Länder tobt. Außerdem dürft ihr nun wählen, ob ihr die Rolle eines Herrschers oder die eines Offiziers übernehmt. Als Landesoberhaupt bestimmt ihr über Politik und Heerscharen, wobei euch verschiedene Karten helfen, die ihr während des Spiels erhaltet. Sie auszuspielen, kostet Ressourcen, dafür geben sie eurem Reich Sonderfähigkeiten und Boni, wie zum Beispiel einen höheren Angriffswert des Heeres.
Als Offizier steht ihr im Dienst eines Fürsten und bekommt Aufträge von diesem zugeteilt. Wenn keine Missionen zu erledigen sind, könnt ihr euch als Söldner anbieten. Diese Aufträge stehen euch auch zur Verfügung, wenn ihr als freier Offizier antretet oder den Dienst bei eurem bisherigen Herrn quittiert habt. Was ebenfalls eine neue Fähigkeit ist. Ihr könnt euch sogar gegen den ehemaligen Herrscher auflehnen und versuchen, das Ruder bei der Führung des Landes selbst zu übernehmen. Am meisten Kampagnen-Feeling kommt auf, wenn ihr einen vorgefertigten Charakter wählt. Dann werdet ihr durch eine Art Geschichte geführt und stets gut mit Aufträgen versorgt.
Damit während des endlosen Bearbeitens eures Angriffs-Buttons etwas Abwechslung aufkommt. Könnt ihr immer dann, wenn sich die Anzeige aufgeladen hat, eine Musou-Attacke starten, die nicht abzublocken ist und einen weiten Wirkungskreis hat. Zusätzlich gibt es nun Levels, in denen ihr eure eigene Basis halten und die des Gegners erobern müsst. Eine Nachschublinie, die aufrechterhalten werden muss, sorgt für eine zusätzliche taktische Komponente. Ein richtiger Schritt, um das Spiel interessanter und für mehr Zocker zugänglich zu machen.
Bereits im vierten Teil der Dynasty-Warriors-Serie gab es einen Editor-Modus, mit dem ihr einen Helden selbst entwerfen konntet. Nachdem er zwischendurch schon fast in Vergessenheit geraten war, kommt auch er nun wieder zurück. Dort stehen fast unzählige Möglichkeiten zur Verfügung, euer Aussehen anzupassen. Hinzu kommen so ziemlich alle Waffen, die es je in einem Dynasty-Warriors-Spiel gab - für euch hier frei auswählbar. Die ganze Angelegenheit ist zwar keine Mega-Bereicherung für das Spiel, trotzdem ist es befriedigend, die eigene Kriegerin oder den Krieger im Hauptspiel zu sehen und dort Stufe für Stufe hochzupäppeln.
Eine Enzyklopädie fasst das gesamte Wissen über den Geschichtszeitraum zusammen, während dessen Empires spielt. Alle großen Schlachten, Ereignisse, Herrscher, Offiziere und sonstigen Beteiligten sind aufgelistet. Eine nette Dreingabe, doch wir hätten uns stellenweise eine etwas fantasievollere Präsentation und mehr Intensität beim Erleben der Geschichte gewünscht. Einerseits wird viel Bindung an den Charakter durch Aufstieg, Aufwertung der persönlichen Waffe und andere Features geschaffen. Andererseits verschenkt man dies wieder, indem man die Geschichte eures Helden nicht wirklich spannend erzählt. weiter...
Nach einigen ziemlich hoffnungslosen Vertretern der Serie, die Fans kosteten, könnte DW6: Empires eher dafür sorgen, dass wieder einmal ein paar mehr Anhänger dazugewonnen werden.
Du bist nicht eingeloggt
Noch keinen Account?
Hier kostenlos registrieren!
Passwort vergessen?
Kommentare
Devil-King
DW3 und DW6 Empires
Habe DW3, DW4, DW5 und DW6 Empires.
Am meisten hatte mir der dritte Teil Spaß gemacht
Aber, auch den neuen Teil DW6 Empires finde ich gut. Ich denke DW6 Empires ist abwechslungsreicher als DW6.
robih
alleine halt zum in die tonne klopfen
aber im multiplayer echt sau spaßig
Hagibae...
Das Spielprinzip ist ziemlich eintönig und stupide. Trotzdem muss ich zugeben, dass es einen gewissen Reiz hat. Für ein paar Tage war ich an den fünfer Teil gefesselt. Mal ausborgen und ein, zwei Tage zocken is auf jeden Fall drinnen.
Bladestorm hat mir persönlich mehr Spaß gemacht. Das europäische Mittelalter liegt mir mehr als Japan, wo ich mir die ganzen Namen nichtmal merken kann.
nuttzo
Es überrascht mich schon sehr, wieviele Fans DW hier hat.
Naitsirk
Ich hab mit dem ersten DW nicht mal ahnen können das die jetzt mittlerweile fast schon das 10te Spiel draußen haben.
Ich hab mit meinen Freunden bisher jeden Teil von Teil 2 bis 5. Wir haben jetzt nur noch auf diese Version gewartet statt den normalen 6er zu kaufen.
Wir finden es Hammer trotz den schlechten Bewertungen.
Und alleine das zeigt mal wieder das Spieler einfach nicht auf Reviews achten sollten.
MightyM...
Also ich hab selbst Dynasty Warriors 5 für die PS2 und mir hat es immer ganz gut gefallen.
Ich kann aber auch ganz gut verstehen das es nach einer Zeit vollkommen langweilig wird, vorallem wenn man alleine spielt.
Silvere
Du sagst es.
Am glücklichsten bin ich irgendwie, dass ich wieder mit Zhang Hes Krallen herumrennen darf
Nek
Ich liebe die Romance of the Three Kingdoms Saga, und daher auch die Dynasty Warriors. Wobei mir die Strategiespiele mehr zusagen.
ochsamberg
Ich kenn das zwar nicht, aber ich hab den 4. Teil gespielt und fand den eigentlich ziemlich spaßig. Dieses Japanflair ging mir zwar irgendwann auf die Nerven, den Rest fand ich recht gut gelungen.
xRAZORx
Solche Spiele reizen mich überhaupt nicht.