Waffen? Ja, denn auf dem Weg durch die Levels krauchen euch etliche Gegner über den Weg, die sich à la Super Mario Bros. 2 aufnehmen und als Geschoss benutzen lassen. Genau genommen hat der Schmusekater bis auf die Windkugeln zum Fixieren und Aufnehmen von Feinden keine weiteren Werkzeuge parat. Fast die komplette Spielmechanik fußt auf dem Nutzen der gegnerischen Kreaturen, wenn man sie zum Beispiel nach vorne wirft, um andere Stinker verpuffen zu lassen oder Hindernisse aus dem Weg zu räumen.
Obwohl es im Grunde eigentlich nur nach links oder rechts geht, entsteht zuweilen die Illusion einer mehrdimensionalen Welt, da man Gegner auch nach vorn beziehungsweise hinten, also in die räumliche Tiefe werfen kann, um Seifenblasen mit nützlichen Objekten platzen zu lassen.
Und davon gibt's eine ganze Menge: Münzen erhöhen den Vorrat an Extraleben, Herzen füllen die angekratzte Lebensenergie wieder auf, Schlüssel öffnen versperrte Türen, Traumkristalle verschaffen dem Kätzchen beim Erreichen der 100er-Marke ein weiteres Leben und so weiter. Mal stolpert man direkt drüber, mal muss man Alternativwege einschlagen, um alles einzusacken. Denn neben der Funktion als Geschoss ermöglichen es euch aufgenommene Feinde zudem, einen Doppelhüpfer auszuführen, der euch auf höher gelegene Ebenen transportiert. Hält man die die Sprungtaste einen Moment gedrückt, lässt Klonoa die wallenden Schlappohren zappeln und schwebt für wenige Sekunden über klaffende Abgründe.

Nur um wenig später auf hin und her schwingenden Plattformen oder hervorstehenden Knochen zu landen, die nach einer Sekunde einstürzen. Obwohl alles so überschaubar anmutet, ist genug Bewegung im Level erkennbar, die einen immer wieder auf Trab hält. Und spätestens, wenn eine bestenfalls fußbreite Plattform eine punktgenaue Landung erfordert, kann auch die so kindlich anmutende Reise zur kleinen Herausforderung werden.
Erfreulich ist zudem, dass es kleine Rätseleinlagen ins Spiel geschafft haben: Schalter müssen umgelegt, Plattformen aktiviert und Schlüssel gefunden werden. An einer Stelle muss man beispielsweise explodierende Gegner packen, in Richtung eines Schalters wuchten und schnell genug durch die sich öffnende Tür huschen, bevor die Zeit abgelaufen ist. Oder man legt Sprungfedern frei, die einen in Verbindung mit Luftströmen in höhere Gefilde verschlagen - nichts, was man nicht schon nach zwei Minuten durchschaut hätte, aber immerhin.
Genauso einfach wie das Spieldesign ist auch das der Gegner, das euch 08/15-Klopsköppe vorhält. Stellt euch auf stereotypische Geister ein, die die Zunge rausstrecken und grenzdebil kichern. Erwartet kugelrunde, knallbunte, aber schnell wieder vergessene und profillose Feindbilder, die nicht die Konturen bekommen haben, die sie eigentlich verdient hätten.
Am Ende bleibt nur die Frage: Gegen wen oder was hat man da eigentlich gekämpft? Immerhin gegen eine Hand voll Bossgegner, die zwar nicht so kräftig auftrumpfen, dass man schweißgebadet auf der Couch vor sich hinwinselt. Aber wenigstens runden sie dieses Spiel ab. Eines, das zwar nie restlos begeistert, über die gesamte Spieldauer allerdings angenehm unterhält - nicht mehr, nicht weniger. weiter...
Klonoa ist nicht die Art episches Abenteuer, das die Wii dringend nötig hätte, aber in diesem dichten Gestrüpp aus Fuchtel-Hampel-Fitness-Blödsinn ein schwach glimmendes Zeichen für echte Spieler abseits des Casual-Käfigs.
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Kommentare
Hm, 5 Stunden?
Kam mir bei der Playstation 1 damals mehr vor..
Naja, ausgeborgt hatte ich es, bei Baladium aber dann aufgehört. Abgesehen davon, dass der Bossfight NOCH einfacher wurde, ist wenigstens Positiv anzumerken, dass die tolle "Baladiums Drive" ( Youtube!) Musik geblieben ist.
Jau.. ich fand die Klonoa Musik immer klasse.. Zumindest bei den Bossfights *g*
Da es eigentlich eh kein Vollpreisspiel ist und damit eigentlich mehr für sein Geld bekommt als damals auf der PSX werd ich es mir mal ansehen.
Interessant wär ob bei der Umstellung der Wii hier auch die Sprache sich mitändert.
Ich zittere vor der Finanzkeule, die schlechten Stil niederschmettert, als sei es eine dicke Frau, die sich sabbernd anschmiegt
Fürchtest du dich schon?!
Wie aufregend.
Hehe ne keine Angst ich Spring schon net ab ich schreib dir ne PM was ich genau meine am Iphone is mir das bissl zu umständlich. Bis dahin musst du dich gedulden.
Ist es nicht? Wo sind denn die Wiederholungen? Selbst wenn ich die gute Brille und den schicken Hut aufsetze, finde ich keine - zumindest keine, die schlimm wären.

Was ist denn für dich professionell?
"Das Spiel kann voll und ganz überzeugen"
"Genrefans greifen zu"
"Wer sich [.....], kann gerne fünf Prozent drauf rechnen"
"Auf jeden Fall einen Blick wert"
So was? Diese alten Strukturen?
Aber als Finanzberater liest man ja vor allem staubige Texte mit dem Charme eines Gesetzesentwurfs.
Ich bemühe mich beim nächsten Mal
Nicht zu ernst nehmen.
Cheers
Seb
Schön das wir einer Meinung sind lol und zu früh aufgestanden ist gut dumme Frühschicht. Aber mal ehrlich das Review und sogar Fazit ist sehr gestreckt worden. Und die Wiederholungen im Schreibstil sind eben sehr ermüdent was bei so einem kurzen Text nichts macht aber eben auch nicht sehr professionell ist. Die Kritik war sehr sarkatisch sry aber hat einen konstruktiven Kern... Blah blah...
Wisst ihr das Spiel gefällt mir gleich wie Mad World aber der Umfang solcher guten Spiele ist einfach nur traurig 5-6 Stunden für 40-50 Euro.
Hätte mehr von dem Spiel erwartet.
Was soll denn da anstrengend sein? Bist wohl sonst nicht so ein Leser ne?
Dieses Klonoa sieht aber fast ganz genau so aus wie der damalige Ableger für die PSOne??! Ist doch so oder? Nur grafisch etwas aufpoliert!
Ach was, das Review ist gut.
Finanzberater ist heute vermutlich nur etwas zu früh aufgestanden. Aber das Wochenende naht.
Was wolltest du denn lesen?
"Die Grafik weiß zu überzeugen und die Steuerung geht gut von der Hand? Ach ja, Genrefans sollten einen Blick riskieren. Leider krankt der Spaß an kleinen Fehlern. Wer darüber hinwegsehen kann, greift zu..."
So in etwa?
Sehr anstrengend zum lesen dieses Review...
Liegt es an sich ständig wiederholenden Fragen?
Liegt es an der faselden schreibweise?
Liegt es am Redakteur?
Ja, kann sein das es daran liegt.