25.06.2009 - David Stöckli
Kaum eine berühmte Kinofigur eignet sich besser als Videospielheld als Dr. Henry Jones alias Indiana Jones. Der Abenteurer mit Lederhut und Peitsche stand nicht zuletzt Games-Ikone Lara Croft Pate. Trotzdem müssen wir weit auf das letzte Indy-Videospiel zurückschauen: Das eher enttäuschende Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft liegt nun auch schon sechs Jahre zurück. Nach dem erfolgreichen neuen Kinofilm ist es also höchste Zeit für einen neuen Indy-Ausflug auf eurer Konsole.
Indiana Jones und der Stab der Könige ist für Wii, PSP, DS und PlayStation 2 erhältlich. Wir haben die Wii-Fassung auf Herz und Nieren überprüft. Diese setzt natürlich auf die Bewegungserkennung der Nintendo-Konsole. Doch zunächst zur Handlung: Die Geschichte setzt im Jahre 1939 kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ein. Die Mächte befinden sich also am Rande des Krieges und die böse Seite - die Nazis - ist auf der Suche nach dem Stab des Moses, dem mächtigsten Artefakt, das die Menschheit je gesehen hat. Wie immer stolpert der Archäologe Indiana Jones unvermittelt in ein großes Abenteuer, als er sich bei Ausgrabungen in Ägypten mit Magnus Völler, einem ehemaligen Schützling seines Mentors, und mit den Nazis anlegt. Wer wird den Stab des Moses zuerst in den Händen halten und damit über das Schicksal der Welt entscheiden?
Im neuen Titel reist Indy - von seinem Vater schnöde "Junior" genannt - rund um den Erdball: vom Sudan über San Franciscos China Town, Istanbul und den Dschungel Panamas bis nach Nepal. Apropos Vater: Wer will, darf neue Levels im Koop-Modus in Angriff nehmen. Ein Spieler steuert wie gewohnt Indiana Jones, der andere Spieler übernimmt dessen rüstigen Vater Henry Jones Senior. Leider haben es die Entwickler aber verpasst, ins Spiel wirklich interessante Koop-Aufgaben zu implementieren, fernab typischer Koop-Kost. So bleibt der Reiz zumindest spielerisch weitgehend aus, die Sache zu zweit anstatt alleine anzugehen. Immerhin bekommt ihr so aber ein weiteres, kurzes Abenteuer geboten.
Das größte Manko von Indiana Jones und der Stab der Könige ist jedoch die Bedienung. Die Entwickler konnten es nicht lassen und verpassten dem Titel eine Steuerung, die stark auf die Wii-Bewegungserkennung setzt. Ihr lenkt den Helden zwar per Analog-Stick durch die 3D-Levels, in den häufigen Kämpfen müsst ihr jedoch Nunchuck und Wiimote kräftig bewegen. Mit Wiimote-Bewegungen lasst ihr Indys linke Faust sprechen, das Nunchuck ist für Angriffe mit dem rechten Arm zuständig. Verschiedene Schläge sind so möglich, Kombos hingegen nicht. Das Problem: Die Angriffe werden häufig zu spät ausgeführt oder eure Bewegungen werden gar überhaupt nicht erkannt.
Am besten funktioniert noch das Packen der Feinde, wodurch ihr auf sie eindreschen oder sie mit Schmackes in eines der interaktiven Umgebungsobjekte schmettern könnt. Doch was wäre Indiana Jones ohne seine Peitsche? Das Markenzeichen kommt in den Kämpfen ebenfalls zum Einsatz. Ähnlich wie bei den Faustkämpfen sind mehrere Moves mittels unterschiedlicher Bewegungen aktivierbar, etwa das Wegziehen der Füße eines Feindes oder das Wegschlagen einer Waffe. Aber auch Indy greift hin und wieder zu einem herumliegenden Gegenstand, um ihn als Waffe einzusetzen, seien es nun Flaschen, Schilder, Schaufeln oder was auch immer. Besonders clevere Spieler reißen hingegen mit der Peitsche eine Säule und ähnliche Dinge auf die Gegner herab. weiter...
A2M hat eifrig alle Zutaten für ein klassisches Indiana-Jones-Abenteuer zusammengestückelt – und dabei das Wichtigste vergessen: den Spielspaß.
Indiana Jones und der Stab der Könige
29.05.2009
Veröffentlichung bereits Mitte Juni [1]
Indiana Jones und der Stab der Könige
15.05.2009
Geschichte von Spielberg & Lucas beeinflusst [4]
Indiana Jones und der Stab der Könige
15.05.2009
Spielt als Han Solo [2]
Indiana Jones und der Stab der Könige - Hot Sets Dokumentation
Weiterer Blick hinter die Kulissen
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Kommentare
Wieso sind so viele Wii Titel besch...eiden? Ist wohl bis auf die Grafik/Power die Konsole mit dem meisten Potential.
Rückwirkend muss ich sagen, der Film war echt sehr enttäuschend. Das hätte ich nicht wirklich gedacht.

Bei dem Spiel hab ichs mir hingegen schon gedacht. Wii-Games und IJ-Fanartikel verkaufen sich doch beide von selbst, warum noch ein tolles Spiel entwickeln?
Und dabei bin ich schon leidensfähig, fand sogar die Babel/Kaiserreich-Games noch ganz okay. Wobei letzteres schon hart an der Grenze war.
Tja - dann wohl doch mal wieder Fate of Atlantis rauskramen und ScummVM installieren.
Genau wie der letzte Indie Film. Mit der Atombombe und dem Kühlschrank und den am Ende auftauchenden Aliens.. jaja isss klar.
Jämmerlich!!!
Ouch - das war wohl nix.