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Allgemeine Informationen

Titel:
Star Ocean: The Last Hope
System:
PlayStation 3 Xbox 360
Entwickler:
tri-Ace
Publisher:
Square Enix
Genre:
Rollenspiel
USK/PEGI:
Ab 12 Jahren / 12+
Spieler:
Offline: 1 / Online: -
Release:
12.02.2010
Off. Seite:
Watchlist:
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Star Ocean: The Last Hope - Review

Aber durch den massiven Schaden, den die Brocken verursachen können, wird die Gruppe schnell aufgerieben, wenn man nicht aufpasst. Der Moment, wenn der Gigant nach einer halben Stunde schweißtreibender Arbeit endlich zusammenbricht, ist unbezahlbar und fühlt sich gut an. Auch wenn man die manuelle Zielerfassung schmerzlich vermisst und sich das Anvisieren der Gegner zuweilen fummelig anfühlt, spielt tri-Ace auf der kämpferischen Seite die großen Stärken aus.

Die Wirkung der Spirale

Genauso gelungen fällt die Charakterentwicklung aus, die von Heilung über kritische Treffer bis hin zu alchemistischen, technischen, esoterischen oder handwerklichen Kenntnissen für jede Figur einen reichhaltigen und herrlich freien Fundus abdeckt. Darüber hinaus ticken hier wieder die typischen JRPG-Logiken, wenn Rüstungen oder Schwerter in Kisten liegen, wenn nützliche Handbücher die Fertigkeiten aufwerten und sich die altbekannte Spirale aus Kämpfen, Entdecken und Aufsteigen wieder dreht - nach einer gewissen Zeit so schnell und intensiv, dass man trotz verdammt überschaubarer Spielmechanik weitermacht.

Und trotz so mancher erzählerischer Durststrecke: Dieses Abenteuer kommt spät in Fahrt, schubst euch stundenlang von einem spärlich gesäten Höhepunkt zum nächsten, bis es sich nach einigen Stunden endlich erbarmt und die Story-Karten langsam auf den Tisch legt. Bis es so weit ist, könnten Ungeduldige längst in einem Strudel aus Allerweltsdialogen und Smalltalk verloren gehen. Denn wie für Japano-RPGs üblich lassen die Entwickler ein Ensemble stereotypischer Nipponfiguren aufmarschieren - natürlich nicht ohne beißendes Kindchenschema, kitschiges Modedesign und die typischen Ecken und Kanten fernöstlicher Rollenspiele. Wenn da auf einmal eine vollbusige Zauberschubserin auftaucht, fühlt man sich zuerst an die grausigen Designsünden eines Dead or Alive: Extreme Volleyball erinnert, ist froh, dass sie sich der Gruppe nicht anschließt. Nicht sofort. Wenn danach hingegen ein knapper als ein Pornosternchen bekleidetes Mädchen mit Katzenohren den Weg kreuzt und auf Schritt und Tritt miaut, kratzt man sich am Kopf.

Es ist ja nicht so, dass sämtliche Charaktere uninteressant wären. Vor allem das explosive Gemisch aus Cyborg Bacchus, Tüftlerin Welch, Lymle und Elf Faize sorgt immer wieder für lebendige Situationen und für richtig lustige Zwischensequenzen, die man mit einem dicken Grinsen verschlingt. Wobei Lymle der Star im Ring ist: Alleine dieses kleine Mädchen ist richtig unterhaltsam, plappert mal apathisch, mal altklug daher und beendet jeden Satz mit einem gewinselten „Mmkay" - wer ein bisschen Gespür für verschrobene, schrullige Unterhaltung hat, wird sie genauso lieben wie wir. Aber irgendwie schaffen es die Entwickler trotz kräftiger englischer Sprecher in letzter Instanz nicht, dem infantilen Eindruck von Kulleraugen und bestenfalls jugendlichen Gesichtszügen zu entkommen, der dem Spiel und seinen Stars bis zum Ende anhaftet - Konkurrenten wie Lost Odyssey sind da schon einen Schritt weiter.

Von Plappermäulern und Keksen

Je mehr Personen sich der Expedition anschließen, desto länger werden die Dialoge. Anfangs ist hier noch alles überschaubar und auf wenige Personen beschränkt - die Gespräche halten sich in Grenzen. Aber nach und nach kommen neue Gesichter hinzu, die sich natürlich nicht zurückhalten. Da wird dann oft minutenlang über Kekse oder den Sinn eines Verkaufsautomaten diskutiert, ohne dass man viel mehr tun könnte, als ein Textfenster nach dem anderen wegzuklicken. Gegen Ende vielleicht zu oft.

Freilich kennen Japano-RPG-Fresser diese Längen und immerhin rollt sich Dialog für Dialog der Hintergrund der einzelnen Personen aus. Wer also keine Textwüsten scheut und über Stunden hinweg mühselig ein erzählerisches Mosaik zusammensetzen will, wird hier fündig werden. Zumal man an bestimmten Schlüsselpunkten (meist an Bord der Calnus) die Beziehung zu den Gefährten beeinflussen kann, was immer wieder zu unterschiedlichen Situationen und sogar verschiedenen Endsequenzen führt. weiter...

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Kommentare

  • Das Mädel auf dem Bild hat ganz schön lolige Ohren. :D

  • auf jeden fall ein top spiel spiel das momentan und ich bin mehr als zufrieden

  • Hm bei einige nicht so bombastisch guten RPG's geht das auch ohne Guidebook. Gibt ja Haufen leute die machen in ihrer Freizeit Guides und wenn das Spiel dan Spaß macht spielt man das locker 5-mal durch. Da findet man schon die Sachen selber raus, es sei denn es ist dermaßen gut versteckt und verborgen programmiert das man es im Leben nicht rausfindet (siehe FFXII Lanze)

  • Jain... es ist in JRPGs immer noch üblich, dass man die Formeln und Geheimnisse im Grunde nur per Guide rausfinden kann.
    Muss nicht unbedingt das gekaufte Lösungsbuch sein, ne kostenlose Lösung aus dem Netz reicht auch ... aber woher hat der Schreiber seine Informationen? Riiiichtig, aus dem Lösungsbuch.

  • Ich hab die Liste mal schnell angesehn und hab jetzt schon ein Punkt gefunden der anscheindend etwas veraltet ist. :D
    Nr. 173

  • Naja, gut, schieb ich's halt auf's JRPG-Klischee Nr 19:

    Zitat
    No matter what timeframe the game is set in -- past, present, or future -- the main hero and his antagonist will both use a sword for a weapon. (Therefore, you can identify your antagonist pretty easily right from the start of the game just by looking for the other guy who uses a sword.) These swords will be far more powerful than any gun and often capable of distance attacks.


    Nachzulesen hier:
    project-apollo.net/text/rpg.html

  • Ja doch, wenn sie nichts geschrieben hätten, hätten sich auch alle aufgeregt. So oder so, lol.

    Zu deiner Frage: Es gibt keine Antwort. :D Das ist einfach ein Gedanke, der nicht zu Ende geführt wurde. Zumindest ist mir nichts bekannt, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Vermutlich wissen all die anderen Charaktere so viel mehr über die Galaxie und ihre Wesen, dass das alles eine Selbstverständlichkeit ist.

  • Hrhr naja, die Hintergrundgeschichte liest sich eh keiner durch. Hätten sie Lymle im Handbuch einfach als 8 jährige abgestempelt, hätte sich doch auch niemand aufgeregt.

    Aber da ich grad euer Gehör habe, eine Frage:
    Wieso benutzen alle mittelalterliche Waffen? Bei den Bugs wurde ja erklärt, wieso die Railguns nicht funktionieren. Aber ich bezweifel, dass sie in der ganzen Galaxie wirkungslos sind.

    Oh und ja, hatte mit Star Ocean viel Spaß. Leider hat Tri-Ace (mal wieder) tief in die Klischeekiste gegriffen. Und richtig spannende Stories haben sie leider auch nie hinbekommen.





  • Und überhaupt: Sie sieht aus wie 8.


    Ist sie doch auch. Durch nen Unfall öffnete sie das Tor zur Hölle und fand dadurch ihr Hundchen. Kehrseite der Medaille: Sowohl ihr geistiges, als auch ihr körperliches Alter wurde eingefroren. D.h. obwohl sie jetzt eigentlich 15 Jahre alt ist, steckt sie immer noch im Körper und Geist einer 8 jährigen. ... okay?
    Glaubst du ernsthaft, das dies auch der Gedankengang beim kreieren von ihr war? PAH! Das ist Japan. Und wenn ein RPG das nicht Final Fantasy oder Dragon Quest heißt, in Japan bestehen möchte, muss es den aktuellen Vorlieben der Kundschaft entsprechen. Und Lymle ist das Ergebnis davon. Sehr jung, große Augen, Kleidchen, sagt am Ende ständig "kaaay", zuckersüß aber sehr mysteriös. Das ist ein 08/15 Anime-Charakter, wie man ihn zurzeit in 95% aller Animes vorfindet. Wenn einem das gefällt: Okay, wunderbar. Geschmäcker sind eben verschieden. ;) Ich bin aber mittlerweile gesättigt mit diesen Charakteren. Es ist ja auch okay, dass SE und all die anderen Entwickler solche Charaktere erschaffen. Sie wissen eben was gefragt ist. Immerhin entwickeln sie für Japan und dann für die restliche Welt. Für mich persönlich ist es aber schade, dass sich das Genre des J-RPGs seit knapp zehn Jahren im Kreis dreht. Für mich persönlich könnte das Genre ruhig mal einen Schritt in Richtung Zukunft gehen. Und nachdem sie hat Lymle fertig hatten, haben sie sich die Hintergrundgeschichte für sie ausgedacht.

    Star Ocean ist übrigens (IMO) kein schlechtes Spiel. Es hat viele, offensichtliche Mängel und es fühlt sich für mich fast schon wie eine dieser Endlos-Anime-Serien an (surprise, surprise :D ) an, aber es macht Laune, was vor allem am Kampfsystem liegt. Wusstest du, dass das Kampfsystem für viele Japaner deutlich wichtiger ist als die eigentliche Story? Aber hey, das KS in Star Ocean ist wirklich klasse. Habe damit viel Freude, macht einfach Laune. Schade nur, dass sie sich beim Dungeon-Design, den Rätseln, den Dialogen, der Hintergrundgeschichte (es dauert einfach zu lange, bis mal wirklich was in fahrt kommt, IMO natürlich) und dem Charakter-Design nicht auch so viel Mühe gegeben haben.

  • Und überhaupt: Sie sieht aus wie 8.


    Ist sie doch auch. Durch nen Unfall öffnete sie das Tor zur Hölle und fand dadurch ihr Hundchen. Kehrseite der Medaille: Sowohl ihr geistiges, als auch ihr körperliches Alter wurde eingefroren. D.h. obwohl sie jetzt eigentlich 15 Jahre alt ist, steckt sie immer noch im Körper und Geist einer 8 jährigen. ... okay?

  • Ich mag sie nicht. :P Keine Ahnung, mich nervt sie einfach. Und überhaupt: Sie sieht aus wie 8. Aber eben: J-RPG, da ist so etwas an der Tagesordnung. Schade nur, dass sich das Genre (IMHO) seit zehn Jahren bestenfalls im Kreis dreht.

  • Sie ist einfach göttlich :)

  • Hehe, der erste Tester der Lymle mag. :)

  • Schade, nur für 360 :(

Star Wars: The Old Republic

Der Redakteur meint...

Sebastian Thor Portrait

Obwohl der Soundtrack streckenweise eine grenzwertige Erfahrung und mancher vor sich hinplätschernde Dialog zu viel des Guten ist, entführen tri-Ace und Square Enix in eine sympathische Sci-Fi-Oper, ein ausuferndes Videospielmärchen, das über 60 Stunden auf gutem Niveau unterhält.

Sebastian Thor

Informationen

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