17.06.2009 - David Stöckli
Geblendet von der Sonne tritt Rourke aus den Felsenhöhlen hinaus auf das Plateau. Sein Blick schweift über die weit entfernten Berge tief hinab auf den Fluss, der sich durch die hohen Felswände schlängelt. Mit zusammengekniffenen Augen versucht der wortkarge Cowboy, die weit entfernten Gebäude zu beobachten. Denn die Idylle trügt: Rourke und seine beiden Begleiter sind mitten in einem Krieg. Sie wollen es quer durch den Westen Amerikas mit W.D. Prescott aufnehmen.
Der Industrie-Mogul hat Nordamerika, das ohnehin schon durch einen Jahrzehnte dauernden Bürgerkrieg geschwächt ist, in den Abgrund gestürzt und muss dringend aufgehalten werden. Dabei werden die drei Helden das Geheimnis um Prescott Industries lüften, Helfer retten, eine verlorene Liebe wiederfinden und natürlich unzählige Bösewichter in die ewigen Jagdgründe verabschieden.
Die anfangs geschilderte Szene ist der erste und im Grunde einzige Höhepunkt des Spiels. Nach einem enorm öden Beginn zeigt Damnation kurz, welches interessante Feature der Third-Person-Shooter besitzt: die enorme Weitsicht. Ihr könnt je nach Spielabschnitt das Gelände kilometerweit überschauen und seht bereits Stellen, zu denen die ihr erst viel später hinkommt. Ein weiterer interessanter Punkt ist das Szenario: Der Mix aus Western, Steampunk-Fantasy, Apokalypse à la Mad Max, Jules Verne, Bürgerkrieg und einem Amerika mitten in der industriellen Revolution hat zweifellos seinen Reiz. Sonderlich koheränt oder zumindest spannend fällt die Hintergrundgeschichte zwar nicht aus, etwas Aufmerksamkeit kann sich der Titel mit seiner Steampunk-Welt aber durchaus sichern.
Ein weiteres Feature, das bei dem einen oder anderen Spieler für Aufsehen sorgt, ist die Ausrichtung auf Vertikalität: Sehr häufig sind Klettereinlagen angesagt, die meisten Gebäude verfügen über mehrere Stockwerke und auch sonst geht es öfter nach oben oder unten als weit nach links oder rechts. Zum Glück sind Rourke und seine Begleiter wahre Akrobatikexperten: Fast noch leichtfüßiger als eine gewisse Miss Croft springen sie Wände hoch, klettern an Dächern oder Felsrändern entlang, hangeln sich an Seilen über Abgründe und hüpfen locker von Fensterrahmen zu Fensterrahmen.
Der Mad-Max-Vergleich kommt nicht von ungefähr: Ab und zu schnappen sich Rourke, eine indianische Heilerin und ein schmieriger Südstaatler an seiner Seite eine motorisierte Maschine Marke Eigenbau und heizen damit durch die Gegend. Diese Fahrzeugsequenzen lockern den Spielverlauf etwas auf. Anspruchsvoll wirken die Fahrzeugpassagen aber nicht: Ihr rast durch öde, tunnelartige Abschnitte, lasst einen Mitfahrer ohne sichtbare Wirkung auf vereinzelte Gegner ballern und zündet im richtigen Moment einen Boost, um an Steilwänden entlangzurasen oder über Abgründe zu springen. weiter...
Egal, ob Spielspaß oder Technik – die positiven Aspekte von Damnation, etwa den Versus-Modus, muss man mit der Lupe suchen.
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Kommentare
RE: Verdient?
...von Bioshock und Fallout3 hast Du schonmal gehört?
Fallout 3 ist kein Steampunk sondern Endzeit
Verdient?
1. Punkt: Zustimmung
2. Punkt: Ablehnung, denn:
...von Bioshock und Fallout3 hast Du schonmal gehört?
HAHAHAHAHAHA got pwnd by tina?
Damnation hat auf voller Linie versagt.
Dieses Spiel ist echt verdammt scheisse. SChaut euch doch nur die Grafik an. Echt zum heulen
och eigentlich hat es schon spaß gemacht mal so zwischendurch zu spielen, aber letztlich bleibts bei einem mal. 40% finde ich etwas übertrieben, 50-60 hätte es schon verdient gehabt, alleine schon wegen der art des "vertikalen" shooters, sowie des unverbrauchten steampunk-genres.
Naja, damals als es noch ein Mod für UT2k4 war, wars ein echt cooles Game. Warum man fünf Jahr braucht ums als Vollpreis Spiel aufzubohren versteh einer..
Schade drum.
Als ich damals den ersten Trailer gesehen habe, dachte ich "das wird sicher ein geiles Game". Schade, das daraus so eine Gurke wurde.
Wieso immer wieder?
Man muss sich schon fragen, wieso Entwickler immer wieder solch schlechtes Material veröffentlichen. Da hat doch niemand was von.
Es ist mir schon klar, dass nicht jeder ein brilliantes Spiel entwickeln kann, aber sowas hier muss doch nicht sein.
Ich glaub die Gewinnmarche der Spielebranche ist einfach zu hoch, sonst würden die Hersteller niemals ein so hoches Risiko eingehen. Selbst schlechte Ware wird noch Millionen Mal verkauft (siehe NFS)