02.06.2009 - Christian Schmitz
Als namenloser amerikanischer Soldat beginnt ihr 1968: Tunnel Rats im Graben einer zerstörten Siedlung. Überall liegen Leichen von Kollegen und Feinden. Erstere können noch um ihre Hundemarken erleichtert werden, Letztere um ihre Ohren - auch wenn der Kopf schon komplett vom Rumpf geschossen wurde. Headshots sehen zwar mit den übertriebenen Fontänen blöd aus, sind aber hier am effektivsten gegen die ewig gleich blöden Gegnermassen, die nur einen begrenzten Aktionsradius besitzen und überhaupt nicht in Deckung gehen. Dass das Sammeln solcher Trophäen überhaupt keinen Sinn im Spiel hat, sei mal beiläufig erwähnt.
Die Geschichte, die dabei in zweieinhalb Stunden (!) Spielzeit vermittelt wird, ist sehr wirr. Einige wenige In-Game-Sequenzen ergeben ebenfalls nur wenig Sinn, ebenso die Visionen der unsympathischen Spielfigur, die einen rassistischen Spruch nach dem anderen raushaut und aufgrund der Geschehnisse und aus Sehnsucht zu seiner Freundin so langsam verrückt wird. Der Tester übrigens auch ...
Das Konzept von 1968: Tunnel Rats war schon bei der Ankündigung zweifelhaft. Die Entwickler orientieren sich an den Tunnelmissionen von Vietcong, die selbst in diesem Vorzeige-Shooter einen faden Beigeschmack hinterlassen haben. Übrigens ist eine Orientierung in diesen einnehmenden Abschnitten fast unmöglich, da hilft auch ein Kompass nicht. Besonders dann, wenn er nicht funktioniert und die Nadel lediglich in die Richtung des Spielers zeigt, also im Grunde genommen immer der Nase lang. Dafür braucht man keinen Kompass.
Ähnlich wie im großen Vorbild gibt es Fallen, aber viel zu viele. In den dunklen Tunneln befinden sich die alle paar Meter entweder gut getarnt als tödliche Grube ohne Wiederkehr oder mit Granaten versehen. Diese lassen sich jedoch leicht entschärfen, wobei es bei den Sprengfallen sehr auf das richtige Timing ankommt. An der frischen Luft sieht es nicht besser aus, durch die matschigen Texturen und die geringe Weitsicht lassen sich diese sogar noch schlechter wahrnehmen. Da die Checkpoints ungünstig gesetzt sind, wird die lächerlich kurze Spielzeit mit jeder Menge Frust angereichert.
Auch bei den zu erledigenden Aufgaben sollten sich die Entwickler lieber in ein Rattenloch verkriechen. Dabei ist man schon mal froh, ein Geschütz in die Luft jagen zu dürfen. Ansonsten heißt es immer nur sich vom Levelanfang bis zum Levelende durchquälen. Zumindest ist die Steuerung kein Totalausfall, auch wenn die Sprünge ein wenig schwammig rüberkommen. Die zehn Waffen sind authentisch, reichen von Pistolen über Maschinengewehre bis hin zur Schrotflinten sowie Flammenwerfer und Granaten. Von einem Mehrspielermodus wurde die Menschheit verschont. weiter...
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Kommentare
Junge Junge

Der Trailer sieht ja schon so verlockend aus
hahaha 8% bekommen.Das geht ja gar nicht.Das muss ja das schlechteste spiel ever sein!!
Ich würd das Spiel zu gerne mal spielen xD
Pass auf sonst musst du gleich in den Boxring steigen.
das heisst wohl das nicht nur die filme von uwe boll schei...schlecht sind sondern auch die spiele also uwe falls du das hier liest lass lieber die finger von der spiele industrie bevor diese auch noch verschandelst
Steht doch dabei. Guck mal rechts neben den Text unter Informationen.
Ich frage mich hier, was die Mindestvoraussetzungen an den PC sind
ich könnte mir vorstellen, dass sie fast genauso hoch sind, wie bei Far Cry 2 oder so XD
"1968: Tunnel Rats ist der bislang schlechteste Ego-Shooter dieses Jahrtausends."


Das ist mal nen Titel
@SebT:
Stimmt genau, mir gehts zum Beispiel so
Leider gibt es keine Demo...
Das Faszinierende an solchen Wertungen ist, dass man das Spiel danach unbedingt ausprobieren will. Und sei es nur, um zu sehen, wie schlecht elektronische Unterhaltung sein kann.

Das ist echt eine Marke, ab der man den Spielen einen gewissen Unterhaltungswert (ob gewollt oder nicht) nicht absprechen kann - eben weil sie so mies sind ...
Das Geilste ist ja das Pro-Argument: "wertet andere schlechte Spiele deutlich auf" DA musst ich lachen
Ich versuche mich gerade übrigens mit Infamous wieder zu resozialisieren...
Da ist ja (wahrscheinlich) sogar das Uwe Boll AG-Game besser.
war doch kla bei dem kommt nichts gutes raus sage nur far cry der film oh mann
hehe 8%
ich muss das fast kaufen nur um zu schauen wie besch*** das wirklich ist