25.05.2009 - Juergen Siegordner
Wer sich zusammen mit dem Meteorologen Alexander Nesterov ins Eis wagt, erfährt anfangs wenig darüber, worum es überhaupt geht. Im Vorspann zeigen animierte Zeichnungen Ausschnitte aus einem Roman des russischen Autors Maxim Gorki. Die Geschichte, die dort nacherzählt wird, handelt von einem kleinen Stamm, der vor großer Gefahr fliehen muss, und zieht sich auch später wie ein roter Faden durch das ganze Spiel. Immer wieder findet ihr Bilder, auf denen sein Schicksal weiter geschildert wird. Um zu erfahren, was es genau damit auf sich hat und warum die Geschichte erzählt wird, müsst ihr allerdings bis zum Ende des eisigen Schockers durchhalten.
Doch zurück zu unserem tapferen Wetterfrosch. Seine Geschichte wird, mitunter dank neuester technischer Errungenschaften wie der PhysX-Engine von Nvidia, in nicht weniger dramatischen Bildern geschildert. Dies bewirkt unter anderem, dass ihr von der ersten Sekunde an die Kälte des Polarkreises regelrecht fühlen könnt. Als letzter verlässt Nesterov die schwimmende Polarstation Pole 21, um sich mit seinem Transportschiff zu treffen. Allerdings stürzt sein Hundeschlitten ab und anstatt auf seine Mitfahrgelegenheit trifft er auf einen mysteriösen Eisbrecher namens Nordwind, der seit Jahren an einem Gletscher gestrandet ist.
Schon vom ersten Moment an Bord des durch und durch in Eis erstarrten Schiffs übermannt euch eher der Horror als Horden von Gegnern. Der Stahl kreischt förmlich wegen der zerrenden Kräfte der Minusgrade, Schnee und Eis knirschen unter euren Füßen. Bevor ihr das erste Zombie-Monster mit einem Schloss und der dazugehörenden Kette in der Hand bekämpfen müsst, vergeht geraume Zeit. Schusswaffen erhaltet ihr sogar erst viel später im Spiel. Wer Action am laufenden Band und vollautomatische Hightech-Gewehre sucht, ist in Cryostasis also schon einmal fehl am Platz. weiter...
Wer sich für einige Stunden mit einer abgefahrenen Handlung ordentlich gruseln will, ist genau richtig bedient!
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Kommentare
Äääh sorry, aber ganz dumme Frage: Wieso gibt es eine Multiplayer-Bewertung von drei Punkten, wenn das Spiel keinen Multiplayermodus hat? Bisher war's bei GW-Reviews doch so, dass diese Rubrik wegfällt, wenn es den Modus nicht gibt.

btw ich wünschte mir zumindest teilweise die Temperaturen des Spiels zu mir hier her
DimonDmx
@PIP-Boy

Der Titel soll am 28.05.2009 zum kauf freigegeben werden
Steht ja auch ganz oben links bei den Infos.
PIP-Boy
Wo und wann wird der Titel zu kaufen sein, oder gibts den nur als Download?
Beim Review von gamestar kann ich mich auch nicht mehr entsinnen wie das mit der Verfügbarkeit war, überhaupt sind dies die einzigen deutschen quellen welches ein review dazu geliefert haben...
Also ich persönlich habe seit Call of Cthulhu, Penumbra und den beiden Condemned-Spielen kein atmospärischeres Ego-Adventure mehr gespielt. Dass das Kampfsystem nicht optimal ist, lässt sich dabei meiner Meinung nach aber verschmerzen. Der Titel wird seine Anhänger finden, da bin ich mir ganz sicher.
Disorder
für was braucht ein grusel Spiel einen Multiplayer ?
speziell wenn sich die Story sowieso nur in einem Schiff abspielt ?
Wenn der Singleplayer so hübsch gruselig ist dann werd ich mir das mal kaufen
xRAZORx
Das ist ein echter Geheimtipp, ähnlich wie Penumbra, nur noch besser. Wenn man in Full HD oder 1920x1200 flüssig spielen will, sollte man schon mindestens eine GTX260 im PC haben, ansonsten reicht bereits eine 8800GTX/GTS völlig aus. Die Optik ist teils sehr schön, passt perfekt zum düsteren Ambiente.

Wer nicht Daueraction braucht und einfach in eine unglaublich atmosphärische Welt eintauchen will macht hier 100%ig nichts falsch. Das ideale Spiel für kommende dunkle Gewittertage.