22.05.2009 - David Stöckli
Merke: Werde nie Holzfäller, denn der Neid der Karo-Hemden tragenden Arbeitskollegen kann im wahrsten Sinne des Wortes tödlich sein. Das musste Logan schmerzhaft feststellen. Der Mutantensoldat quittierte den Dienst, um als Holzfäller mit seiner Geliebten fernab des Krieges in Frieden zu leben. Comic-Fans wissen es: Logan ist kein gewöhnlicher Mutantensoldat, sondern der übermenschliche Wolfskämpfer Wolverine.

Dummerweise haben die Kumpels mächtig was gegen eure Arbeit und zu allem Unglück taucht auch noch Logans fieser Halbbruder Creed alias Sabretooth auf, der eurer Liebsten eine Freifahrt ins Jenseits spendiert. Logisch, dass Logan ziemlich angepisst ist und sich aufmacht, Creed die Kauleiste umzustrukturieren und die Holzverarbeitungsbranche um einige neue Arbeitsplätze zu bereichern. Da Creed zumindest laut Story stärker als Wolverine ist, nimmt Logan das Angebot seines früheren Vorgesetzten an, seine Kampffähigkeiten im Labor aufzumotzen. Allerdings ist diese Handlung des Militärs natürlich nicht ohne Hintergedanken.
So bescheuert die Handlung, so lose ist sie mit dem gleichnamigen Kinofilm verknüpft. Außerdem hat Activision darauf verzichtet, die Next-Gen-Version von X-Men Origins: Wolverine auf PlayStation 2 und Wii umzusetzen. Trotzdem handelt es sich ebenfalls um ein reinrassiges Action-Spiel, in dem ihr wenig überraschend die Steuerung Wolverines übernehmt. Ihr lenkt den impulsiven Superhelden durch diverse geradlinige 3D-Levels und habt die meiste Zeit nur eines zu tun: unzählige gleich aussehende Gegner vermöbeln. Ab und zu dürft ihr auch an Felsen, Gebäuden oder Mauern herumklettern, meterweite Sprünge meistern und minimalistische Rätsel lösen. Darüber hinaus könnt ihr Wolverines Fähigkeiten in einem Shop-System hochleveln.
Per Infrarotblick erkennt ihr versteckte Spuren und unsichtbare Roboter, deren Zerstörung Boni freischaltet. So findet ihr Hinweise über die paar Gegner und spielt Bonus-Fights frei. Das Kampfsystem ist denkbar einfach gehalten. Zwei Buttons genügen, um in Kombination zahlreiche Kombos sowie Spezialattacken auszupacken. Über zwei Dutzend Attacken sind nach und nach verfügbar, wirklich nötig habt ihr sie jedoch nicht. Meist reicht es locker, einfach wild die Angriffs-Buttons zu triggern. Dasselbe gilt für den Wut-Modus: Auf Knopfdruck visiert ihr einen Gegner an und macht ihn mit anderen Bewegungen nieder. Hierbei kommen auf der Wii bewegungsintensive Manöver zum Einsatz. Auch bei Quick-Time-Events und den Spezialsprüngen müsst ihr Wiimote und Nunchuk bewegen.
Erfreulicherweise geht die Steuerung ganz gut von der Hand und auch die Bewegungsabfrage verrichtet ihren Dienst. Spaß macht die Wiimote-Fuchtelei allerdings nicht, da eure Bewegungen überhaupt nichts mit den Moves auf dem Screen zu tun haben. Auf der PlayStation 2 fallen diese Elemente natürlich weg - hier betätigt ihr eine entsprechende Controller-Eingabe, was aufgrund der schlampigen Umsetzung merklich weniger gut funktioniert. Auf beiden Systemen müsst ihr überdies mit dem Manko leben, dass ihr die Perspektivenführung nicht beeinflussen könnt. Da die Kamera gerne mal ohne Sinn und Verstand in eine unpraktische Sicht wechselt, ist der eine oder andere Frustmoment trotz des eher niedrigen Schwierigkeitsgrades garantiert.
Bereits bei der Geschichte ahnt man, dass X-Men Origins: Wolverine kein Hit ist. Aber auch das öde Leveldesign, das anspruchslose Spielprinzip, die schwache Gegner-KI und vor allem die miese Kollisionsabfrage lassen den Spielspaß rasch gen Gefrierpunkt sausen. Während die Next-Gen-Fassungen neben unterhaltsamer Action eine ansehnliche Optik zu bieten haben, können die PS2- und die Wii-Version diesbezüglich nur streckenweise überzeugen. Die Figuren sehen passabel aus und zumindest die Außenareale machen auch was her. Spätestens die Labore wirken hingegen enorm detailarm, mies texturiert und einfach langweilig. Zu allem übel gerät die Framerate bei Prügeleien mit mehr als drei Gegnern heftig in die Knie. Selbst beim Sound gibt sich die Action qualitativ höchst mäßig. weiter...
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Kommentare
Haben wir nicht *schnaub* :cursing:
arschloch
ich kann euch nur die next-gen version empfehlen
die ist genial!!!
Die Next-Gen Versionen sind nicht indiziert, sie haben bisher einfach keine Alterswertung erhalten. Davon abgesehen ändert das nichts daran, dass das Spiel in Österreich und der Schweiz erscheint und GW daher eigentlich Review-Versionen erhalten sollte.
warrior...
Ich finde diese Review hier auch ein bischen verwirrend. Sonst ist alles übersichtlicher.
Cross_war
Langsam hagelt's hier auf Gameswelt nur schlechte Review's.
syco84
xRAZORx
Da kennt man sich wirklich kaum aus - oben ist das PC-Cover, gezeigt werden im Review PS360-Screens und die Wertung betrifft PS2/Wii-Fassungen. Mehr Ordnung bitte.
Heoban
Es regt mich echt auf, da ich jetzt schon ein paar mal nachgefragt hab was mit dem review zu den nextgen versionen is, und immer noch nix da is obwohl das spiel schon seit einigen wochen erschienen ist...
Matze
keine wii oder ps 2 bilder
und die next gen version plus pc ist einfach genial!!
arschloch
genau
keine wii oder ps 2 bilder
und die next gen version plus pc ist einfach genial!!
DimonDmx
Wieso sin in dem Review keine Bilder von oben genannten Konsolen vorhanden, sondern von Next-Gen Konsolen (und PC) ?